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gamescom 2017 – Metal Gear Survive


Metal Gear Survive ist wohl einer der wenigen präsentierten Titel auf der gamescom, der bereits im Voraus starke Kritik und großes Gelächter einstecken musste. Nach dem Eklat zwischen Konami und Hideo Kojima und dem Weiterführen der Metal Gear-Reihe als Survival-Spiel inklusive Zombies, waren und sind viele Fans nicht sonderlich begeistert. Wir haben uns dennoch die Präsentation von Metal Gear Survive angesehen und konnten es zuzüglich noch anspielen.

Metal Gear Survive spielt im gleichen Universum, wie schon Metal Gear Solid V: The Phantom Pain und wird sowohl einen Einzelspieler-Modus, als auch einen kooperativen Stealth-Action-Modus für bis zu vier Spieler beinhalten.

PWRimage6Im Einzelspieler-Modus reisen wir mit einer bisher unbekannten Spielfigur, die wir uns selbst aussuchen können, über bereits bekannte Orte der Map – natürlich sind uns diese nur bekannt, wenn wir den zuletzt erschienenen Metal Gear Solid Ableger gespielt haben. Dort sammeln wir Materialien zum Herstellen von Verteidigungsanlagen und auch neuer Ausrüstung. So können wir weitere Gebiete freischalten, die wir vorerst noch nicht betreten konnten und müssen uns währenddessen natürlich mit den umherziehenden Zombies auseinandersetzen. Spielen konnten wir diesen Modus auf der gamescom allerdings noch nicht.

Was wir wiederum mit vier Leuten anspielen durften, war der Coop-Modus in dem wir nach typischer Survivalmanier verschiedene Wellen von Zombies plätteten, Verteidigungsmaßnahmen ergriffen und Materialien suchten, um beispielsweise Munition herzustellen. Vorher konnten wir uns einen Charakter und die passende Klasse aussuchen und haben zusammen dennoch nur sagenhafte vier Wellen überlebt. Die ca. 20 Minuten Anspiel-Session sind für das Kennenlernen der Mitspieler und vor allem des Spiels leider zu wenig gewesen.

Metal Gear Survive erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2018 für PC, PS4 und Xbox One.


Lisas Ersteindruck

Wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr großer Fan der Metal Gear Solid Reihe bin und fast jeden Teil mehrfach gespielt habe. Ich bin allerdings auch jemand, der Spiele erst dann gut oder schlecht findet, wenn ich sie ausgiebig gespielt habe und mir einen guten Eindruck machen konnte. Das, was im Falle von MGS zwischen Konami und Kojima passiert ist, können wir als Außenstehende kaum komplett nachvollziehen und vor allem kann es ja durchaus sein, dass Konami dennoch ein gutes Videospiel schaffen kann, auch wenn es in diesem Fall ein Survival Game ist.

Ich gebe zu, dass ich mir auch besseres vorstellen könnte, aber wenn es Spaß macht, ist doch alles gut oder nicht? Ich denke, dass ein Spiel in diesem Universum mit einer tiefen Storyline ohne Kojima niemals funktionieren wird, bin bei Metal Gear Survive bisher aber guter Dinge, dass es wirklich Spaß machen könnte. Auf der gamescom reichte die Zeit nicht aus, sich komplett in das Spiel einzufinden und ich fühlte mich etwas überfordert mit dem Sammeln der Materialien und dem Herstellen von Munition. Ziemlich schnell im Spiel besaß ich nur noch Pfeil und Bogen und hatte meine gesamte Munition bereits verschossen, bekam es aber nicht hin, mir neue zu produzieren. Ich gehe allerdings fest davon aus, dass ein wenig Übung und vor allem das ruhige Spielen Zuhause anders sein werden und Metal Gear Survive als das, was es ist und sein möchte, ein gutes Spiel aus dem Survival-Genre werden könnte.

Nun heißt es warten, bis das Spiel erscheint und dann werden wir sehen, ob es technisch sauber läuft, längerfristig unterhalten kann oder sich als Gurke entpuppen wird.


Zimmys Ersteindruck

Ein neuer Metal Gear Solid Ableger ohne Hideo Kojima? Für viele Fans undenkbar. Wie dem auch sei, bin ich jedoch froh, dass dieses Franchise mit all ihren großartigen Charakteren und Geschichte irgendwie weiter geht. Um eines mal vorweg zu nehmen: Metal Gear Survive ist keinesfalls ein neuer MGS-Teil mit Geschichte, in der wir auf Schleichmission gehen. Auch in Survive bekommen wir auf der diesjährigen gamescom keinerlei Informationen über die Hintergrundgeschichte des Spiels. Der uns gezeigte Trailer zeigt nur, dass Mother Base aus Metal Gear Solid V in ein Wurmloch gesaugt und transportiert wurde, in eine Art alternative Dimension, die mit Zombies gefüllt ist. Ernsthaft. Haben wir uns mit allen Infos und auch mit dem Fakt abgefunden, dass Kojima nicht mehr Hand anlegt, so kann man sich dennoch prima unabhängig auf ein neues Spiel einlassen.

Wir bekommen in Metal Gear Survive, wie der Name schon sagt, ein Survival-Game der alten Schule: Wir bauen eine Basis auf, verteidigen diese mit unseren Mitstreitern gegen eine Horde wildgewordener Zombies und anderen Kreaturen und rüsten Zudem unser Equipment und die Basis auf. Crafting steht an allererster Stelle. Der Clou ist, sich richtig mit seinen Mitspielern abzusprechen und immer darauf zu achten, dass man die Basis nicht verliert, sonst heißt es schnell Game Over. Das Gameplay geht gut von der Hand und die Shooterelemente machen Spaß. Eilige Spieler preschen gleich bei jeder Feindeswelle entgegen, man sollte aber nicht so voreilig sein und klug überlegen, ob man doch nicht lieber in der nähe der Basis bleibt und seinen Mitspielern hilft, denn auch Munition ist rar gesäht. Übrigens gibt es, nebenbei erwähnt, eine beeindruckende Sammlung an Waffen und Ausrüstung. Ob mich Metal Gear Survive durchweg unterhalten kann, kann ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, aber wir bleiben am Ball und werden berichten.


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