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gamescom 2017 – Aquanox: Deep Descent


Ich liebe U-Boote! Da ist es nicht verwunderlich, dass ich schon seit einigen Jahren das Reboot der Aquanox-Reihe verfolge. Schon vor drei Jahren warfen wir auf der gamescom 2014 einen ersten Blick auf Aquanox: Deep Descent, welches zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen, besser gesagt in einer frühen Alphaphase steckte. Neben einer lebendigen – manchmal etwas zu lebendigen, weil angriffslustigen – Unterwasserwelt, gab es frei zu gestaltende U-Boote und vier spielbare Charaktere, die sich in ihren Eigenschaften unterscheiden. Noch in diesem Jahr soll Aquanox: Deep Descent endlich veröffentlicht werden und ich konnte einen Blick auf das Spiel in seiner fast finalen Version werfen.

Vieles von dem, was Norbert Varga (Game Director bei Digital Arrow) 2014 angekündigte, hat es auch jetzt ins fertige Spiel geschafft und natürlich gab es auch Neues zu sehen. Aquanox: Deep Descent spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit gezwungen ist im Meer zu leben, da wir unsere Planetenoberfläche endgültig mit einem Nuklearkrieg unbewohnbar gemacht haben. Die Menschen leben, forschen und arbeiten in Unterwasserstationen und bewegen sich in U-Booten fort. Die Hintergrundgeschichte wird im Verlauf der Einzelspielerkampagne enthüllt, die mit bis zu vier U-Boot-Kapitänen in einem kooperativen Modus gespielt werden kann. Dabei sind die Jungs von Digital Arrow besonders stolz auf den nahtlosen Drop-In Drop-Out, durch den Spieler einfach in eine laufende Session ein- und aussteigen können. Jeder der vier Spieler wählt seinen Piloten aus vier verschiedenen Charakteren, die sich grundlegend unterscheiden, aber den gewohnten Klassen wie z.B. Tank, Support oder Stealth entsprechen. Jeder steigt in sein eigenes U-Boot und los geht das Abenteuer durch die semi-offene Spielwelt. Spielt man die Story allein wählt man seinen Piloten an einer Unterwasserstation aus und hat die anderen drei Crewmitglieder an Bord, der ausgewählte Pilot gibt dem U-Boot seine Eigenschaften. Um zu einem anderen Piloten zu wechseln muss die Station erneut angefahren werden. Während der Story erleben die Spieler, die gerade aus einem langen Cryoschlaf erwacht sind, die neue Lebenssituation der Menschheit und erforschen die sogenannten Gates, die ein schnelles Reisen im Wasser möglich machen. Folgen wir nur streng den Storymissionen, die den einen oder anderen Twist enthalten, so bekommen wir etwa 10-12 Stunden Spaß fürs Geld. Neben den Hauptmissionen warten aber auch noch weitere Nebenmissionen auf uns oder wir erkunden die Unterwasserwelt einfach auf eigene Faust. Dabei kann Fracht aus gesunkenen Schiffen geborgen, Rohstoffe abgebaut und mit der Tierwelt interagiert werden, außerdem wird es einiges mehr zu erforschen geben. Die Unterwasserwelt in Aquanox: Deep Descent wird von Nanoplankton beeinflusst, welches in großen grünen Wolken durch das Wasser schwebt und nicht nur sehr angriffslustig ist, sondern auch Lebewesen und Pflanzen mutieren lässt. Pflanzen fangen an zu leuchten und Lebewesen werden aggressiver und größer – zum Teil sehr sehr viel größer. Als Spieler kann ich nun entscheiden, ob ich diese Tiere bekämpfen oder heilen möchte – natürlich mit positiven und negativen Konsequenzen. Aquanox: Deep Descent wird so zu einem umfangreichen Unterwasserabenteuer.

Natürlich darf bei so einem Titel auch ein Multiplayer Modus nicht fehlen. Wer wollte nicht schon immer mal ein Deathmatch im U-Boot bestreiten? In klassischen Modi können wir unsere aufgemotzten Unterwasservehikel in den Kampf schicken und natürlich fliegen uns keine Kugeln um die Ohren, sondern klassische Torpedos, Mörser oder auch Minen.

Mein Ersteindruck

Ich habe persönlich schon lange auf Aquanox: Deep Descent gewartet. Was ich nun dieses Jahr gesehen habe sorgt für Freude bei mir, ein Sci-fi Unterwasser Viehikel-Shooter mit RPG-Elementen klingt gut für mich. Trotz aller Euphorie bleiben kleinere Zweifel. Die Geschichte ist eine klassische und oft zitierte Dystopie, trotzdem spannend durch den Unterwasseraspekt und die veränderte Flora und Fauna, aber dafür bleiben die Charaktere für mich bis jetzt noch ein wenig blass und sind etwas zu stereotyp. Schön finde ich es, dass die Unterwasserwelten mit anderen Spielern erlebt werden können. Ob es aber einen Multiplayer Modus mit den altbekannten Spielmodi gebraucht hätte stelle ich in Frage. Da hätte ich mir schon etwas mehr Kreativität gewünscht.

Aquanox: Deep Descent erscheint voraussichtlich noch in 2017, ein genaues Releasedatum steht noch nicht fest, für PC/MAC, Xbox One und PS4.


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