state of mind vorspiel feature Vorspiel

Gamescom 2016 // State of Mind


Ich wache auf, mein Kopf dröhnt, es riecht nach Rauch und Feuer…. Ich rappel mich hoch, mein Schädel schmerzt, ein Blitz vor meinen Augen… Was war das? Wo bin ich? Was ist passiert? Ein Flashback, eine Frau und ein Kind… Ich laufe weiter durch die Strasse… Platz da, Du laufende Blechbüchse! … Mir wird schwindelig, ich muss nach Hause, aber wohin?

So, oder so ähnlich muss sich Richard Nolan fühlen als er am Anfang des neuen Titels aus dem Hause Daedalic State of Mind erwacht. Er liegt in einer Seitenstrasse des dystopischen Berlins im Jahre 2048. Der Transhumanismus ist Wirklichkeit geworden und humanoide Roboter teilen sich die Straßen mit den Menschen. Wem diese Welt zu düster geworden ist lässt seinen Verstand in die utopische Welt von City 5 hochladen. Was heute noch von Leuten wie Ray Kurzweil, immerhin Leiter der technischen Entwicklung bei Google, prophezeit wird und von vielen als Zukunftsmusik und Spinnerei belächelt wird, ist in State of Mind Realität. Der Mensch ist in der Lage seinen Verstand in die virtuelle Welt zu laden und die KIs sind so weit entwickelt, dass sie eigenständig handeln können. Dies alles wird uns begeistert von Martin Ganteföhr in der kurzen aber packenden Präsentation auf der Gamescom erzählt und gezeigt. Martin Ganteföhr schreibt, kreiert und designt seit über 20 Jahren Videospiele u.a. The Moment of Silence und Overclocked, man darf sich also auch auf diese Geschichte aus seiner Feder freuen, der intensive Recherchearbeit voraus ging. State of Mind ist ein Spiel in dem immer wieder das Thema geteilter Welten auftaucht, Berlin eine ehemals geteilte Stadt, jetzt wieder geteilt in reale und virtuelle Welt, Richard geteilt und zwischen zwei Welten, seine Familie zerrissen.

Im düsteren 3rd Person Advendure State of Mind spielen wir Richard einen Journalisten, der nach dem gescheiterten Upload seines Verstandes zwischen den Welten lebt. Die eine Hälfte seines Verstandes befindet sich in der Realität eines dystopischen Berlins der Zukunft, während die andere Hälfte bereits online in der virtuellen City 5 unterwegs ist. Richard begibt sich auf die Suche nach Antworten, da sein Upload keineswegs freiwillig und die Umstände unbekannt sind. Er selbst hasst Technologie, Roboter und die Idee des Transhumanismus…. warum also ein Upload? Im Verlauf erfährt er nicht nur das ihn seine Frau und sein Sohn verlassen haben, sondern er findet auch sein zweites Ich in der virtuellen Welt wieder. Doch sein virtuelles „Ich“ unterscheidet sich sehr von seinem Vorbild. Mehr möchte ich an dieser Stelle von diesem vielsprechenden Thriller in Low Poly Optik nicht verraten.

State of Mind wird Anfang 2017 für PC, Mac, Linux, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen. Es erwarten uns rund 20 Spielstunden, in denen wir mit den spielbaren Charakteren die zwei Welten in ihrem Low Poly Charme erkunden können, um mit Hilfe von Multiple Choice Dialogen das Rätsel um Richard Nolan zu lösen.

(Vielen Dank an Anika Queißer für dieses Vorspiel)


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