battletech_gc17_feature Vorspiel

Battletech


Mein BattleMech – ein haushoher Kampfroboter – läuft, bleibt genau hinter der Deckung stehen, visiert das gegnerische Model an und …. zack! Die Laser-Salve hat gesessen, ab ist der Arm. Jetzt noch die Raketen, 1, 2, 3… das wars für ihn! Der Gegner liegt im Dreck, noch nicht besiegt aber immerhin kampfunfähig. Der Einschlag meiner Raketen hat ihn aus dem Gleichgewicht gebracht und er kann mir nicht mehr gefährlich werden. Damit ist meine Runde beendet und der Gegner ist am Zug, bringt sich in Position und schießt mit allem was er hat auf meinen BattleMech. Ein paar Kugeln treffen, zum Glück stehe ich geschützt hinter einer Deckung. Jetzt ist mein nächster BattleMech ist an der Reihe, kleiner und leichter als mein anderer BattleMech kann er sich schnell hinter den großen Panzer auf zwei Beinen meines Gegners stellen. Ein paar Schüsse in den ungeschützten Rücken verletzen den gegnerischen Pilot – einer weniger. Aber auch mein Gegner schläft nicht. Ein paar gut gezielte Treffer auf meinen kleinen BattleMech und es ist vorbei. Allerdings hat mein Gegenüber hat nicht auf die Hitzeentwicklung geachtet, die dieser vernichtende Schlag produziert hat und sein BattleMech schaltet ab. Nun steht er ungeschützt da und ich bin wieder an der Reihe… – Willkommen bei Battletech .

Begrüßt wurden wir auf der gamescom 2017 von den Jungs von Harebrained Schemes mit einer kurzen Präsentation über alles Wichtige zum kommenden rundenbasierten Taktikspiel im Battletech-Universum, gefolgt von einem Bericht über die mehr als erfolgreiche Kickstarter Kampagne (2,5 Millionen bis heute bei einem ursprünglichen Ziel von 250.00$) und dann ging es auch schon los ins Gefecht.

Wir starten in ein Skirmish Match auf einem Schlachtfeld ohne Gegner, diese verbergen sich noch im Kampfnebel. Jetzt heißt es erstmal vorsichtig vorrücken, solang die gegnerischen BattleMechs weder Sichtbar noch in Sensorreichweite sind. Daher ist es wichtig vor jedem Zug erst einmal zu schauen wohin es taktisch sinnvoll gehen könnte. Hat mein BattleMech genug Deckung, steht er sicher, ist hier Wasser in dem sich die Hitze meines BattleMech schneller abbauen kann? Auf all das ist zu achten. Haben wir einen gegnerischen BattleMech entdeckt, geht es in die zweite Phase des Matches und ab jetzt in fünf Etappen pro Runde weiter. Grundsätzlich gilt: je leichter ein BattleMech ist, desto höher ist sein Initiativwert und dementsprechend früher wird er in der Runde eingesetzt. Allerdings können wir uns aussuchen, ob wir unseren BattleMech bewegen und feuern, nur feuern oder aussetzen lassen und damit in eine spätere Etappe verschieben.


Jeder BattleMech hat je nach Klasse, verschiedene Waffen an Bord, die nicht nur unterschiedliche Schlagkraft haben und Munition benötigen, sondern auch Wärme produzieren. Typisch sind die Waffenklassen für das Battletech-Universum, von Raketen über Laser bis hin zur Projektilwaffen und Flammenwerfern ist alles an Bord. Die Hitze-Anzeige kann dabei zum größten Feind werden, da ein zu hoher Wert dafür sorgt, dass der BattleMech herunterfährt, beschädigt wird und zum Abkühlen einfach mitten auf dem Schlachtfeld ungeschützt stehen bleibt. Im schlimmsten Fall nimmt der Pilot schaden oder wird buchstäblich in der Konservendose gekocht. Ein regelmäßiger Blick auf die Wärmeentwicklung, ist der Schlüssel zum Erfolg. Clevere Spieler, stellen ihren BattleMech ins kühle Wasser, dass allerdings meistens wenig Schutz bietet. Je nach Waffe und Fähigkeiten des Piloten, können wir auch unsere Salve auf einen Gegner niederprasseln lassen oder auf mehrere Gegner aufteilen. Zu guter Letzte darf natürlich der Nahkampf nicht fehlen und die Mechs kloppen sich mit Stahlfäusten oder treten sich mit dem Schwung und der Eleganz von mehreren Tonnen Stahl in den Hintern. Allerdings stecken die BattleMechs nicht automatisch jeden Schuss ein sondern verfügen über eine eigenen Ausweichwert, der fällt wiederum mit jedem Treffer. Das durchaus komplexe Ballett mit hausgroßen Kampfrobotern wird im Skirmish-Modus so lange fortgesetzt bis ein Team endgültig besiegt ist.

Neben dem Skirmish-Modus, der sich hervorragend zum Ausprobieren der verschiedenen BattleMechs gegen die KI eignet, wird es eine Kampagne geben sowie einen Multiplayer-Modus. In der Kampagne befehligen wir eine Söldnertruppe, die von einem Raumschiff aus operiert. An Bord können wir Piloten anheuern, an den BattleMechs schrauben oder uns neue Kampfroboter und Waffen zulegen. Jeder Pilot bringt eigene Fähigkeiten mit, gewinnt mit der Zeit an Erfahrung und kann im Einsatz so schwer verletzt werden, dass er nicht mehr eingesetzt werden kann. Der zu Klump geschossene und kostbare BattleMech ist dementsprechend dann auch verloren.

Mein Ersteindruck

Leider haben die angesetzten 30 Minuten auf der gamescom nicht gereicht um „mal eben“ mein Skirmish-Match zu beenden. Laut Harebrained Schemes werden diese Matches in fertigen Spiel etwa 45 Minuten bis eine Stunde dauern. Bis hier hin hatte ich aber allerdings eine Menge Spaß. Das von den Entwicklern ausgewählte Team war gut ausbalanciert und zeigte alle Klassen der BattleMechs sowie eine Auswahl der verfügbaren Waffen. Die KI ging in diesem Match schon sehr pfiffig vor und machte es mir nicht leicht. Man muss auf viele Parameter achten und ohne Taktik und Vorausplanung geht hier gar nichts. Design und Sound machen einen sehr guten Eindruck und ich bin jetzt auf die Kampagne gespannt. Battletech erscheint 2018 nur für PC.


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