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Aquanox: Deep Descent


Was fällt Dir ein, wenn Du an Uboote denkst? Na? Muffige Momente unter Männern… mehrere hundert Meter unter der Meersoberfläche. Alle sind angespannt… man lauscht dem Sonar… und ein einziger kleiner Furz könnte einen Krieg auslösen oder der Erfindung des Menschlichen Torpedos einen entscheidenen Schritt in die richtige Richtung geben. Auf jeden Fall ist es in einem Uboot eng, schwitzig, angespannt und dunkel. Fenster hat ein Uboot auch nicht und richtig was los ist da unter Wasser auch nicht. Selbiges galt bis 1993 auch für dementsprechende Simulationen. Dann kam Subwar 2050 und machte aus muffigen Hardcore Unterwasser Simulationen ein rasantes Actionspektakel. Die Krone des Genres und die Herzen der Spieler holte sich dann aber 1996 ein kleiner feiner Titel namens: Schleichfahrt (Original: Archimedean Dynasty).

Wer davon bisher noch nichts gehört hat… bei dem werden vielleicht bei Aquanox oder Aquanox 2: Revelation die Ohren klingeln. Ja, genau… diese Unterwasser-Actiontitel, die so geil aussahen, dass man damals besser einen NASA Computer im Keller geparkt hatte. Inhaltlich konnten beide Titel aber einem Schleichfahrt nicht das Wasser reichen.

Alles auf Anfang

Nachdem Aquanox spielerisch so seine Probleme hatte und Aquanox 2 seine uninteressante Story langweilig runtergespult hatte… verschwand diese Marke im Giftschrank. Bis… ja bis sich ein kleines Entwicklerteam names Digital Arrow genug Mut angetrunken hatte, um sich an einen Nachfolger zu wagen. Wobei, bei Aquanox: Deep Descent handelt es sich eher um einen Reboot der Reihe. 2009 verstarb der original Aquanox Storywriter Helmut Halfmann und um mit seiner Vision der Geschichte keinen Quatsch anzustellen, haben sich Digital Arrow für einen Neustart entschlossen. Klingt fair und macht das Einsteigen in den eher komplexen Hintergrund komfortabel.

Auch spielerisch soll sich einiges tun. Statt wilder Unterwasser Action, jenseits der physikalischen Gesetze und deftigen Laser Shootouts gilt laut Norbert Varga (Geschäftsführer und Producer) die Regel: „less scifi, more science“. Man wird also mit Torpedos, Minen und diversen Biowaffen vorlieb nehmen müssen. Vargas eigene Taucherfahrungen und ausführliche Recherchen sollen maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung des Titels haben… ohne aber den Spielspaß zu vernachlässigen. Sonst wären wir ja wieder bei den muffigen Pups-Bunkern aus dem einleitenden Absatz.

Alle lieben Flipper! Ach, wirklich?

So ist die Unterwasserwelt, je tiefer man taucht, dunkler als ein Walfischar.. naja Du weisst schon. Richtig Dunkel eben. Die Sichtweite wird ebenfalls eingeschränkt sein. Wie bereits erwähnt, aber nur soweit um das Spiel glaubhaft, aber nicht ultrarealistisch zu machen. Wir sahen in der Dunkelheit bereits fluoreszierende Pflanzen und Wesen die im Scheinwerferkegel tanzten und… angriffen. Allerdings muss der Spieler nicht jeden Konflikt mit der Flora und Fauna aggressiv lösen. Diese Wesen sind zum Teil mit einem Virus infiziert und können vom Spieler alternativ auch geheilt werden. Ob und in welchem Umfang dies belohnt wird, steht aber noch offen. Man kann Flipper aber auch einfach einen Torpedo reinwürgen und gut ist.

Baukastenboote

Große Knarre, kleine Knarre, schnelles Uboot, waffenstrotzendes Monstrum? Wie es sich für ein modernes Spiel gehört, kann man sein Uboot beliebig mit Zubehör ausstatten. Zehn Torpedowerfer? Vier Turbinen? Alles soll möglich sein, sofern eines der vier Grund-Chassis sowas hergibt. Damit werden grob die Klassen vorgegeben… aber auch ein Aufklärer kann mit schwerem Geschütz bestückt werden. Ob man dann damit viel Spaß haben wird, steht auf einem anderen Blatt. Ähnlich wie bei den guten alten Truhen in Rollenspielen, können weitere und vielleicht auch besonders seltene Bauteile in Sandbänken gefunden werden. Man darf also gern die Augen aufhalten und sollte etwas Lust am Erkunden mitbringen.

Wenn man gerade mal nicht mit seinem Uboot durch die Gegend gondelt kann man mit diversen Unterwasserstationen Handel treiben, neue Missionen für eine der vier Fraktionen abholen, das ein oder andere Gespräch führen (und vielleicht ein paar Infos über Epic Loot bekommen) oder einfach nur ganz klassisch seinen Pott reparieren.

Einschätzung

Vieles ist bei Aquanox: Deep Descent noch ein Gedankenspiel. Das Spiel steckt aktuell in einer frühen Alpha-Fassung, macht aber schon einen schönen und sauberen Eindruck. Die Entwickler bei Digital Arrow schrauben täglich an Details rum. So soll es insgesamt vier Spielbare Charaktere geben, die unterschiedliche Eigenschaften haben. Die Tiefe und der damit steigende Druck soll ebenfalls mal eine wichtige Rolle spielen. Oberste Regel ist „wenn es nicht wirklich gut ist, kommt es auch nicht ins Spiel.“ .. große Worte, wir werden bald mehr sehen!


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