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World to the West (Switch)


World to the West aus dem Hause Rain Games ist kein Neuling, seine Premiere hatte der Nachfolger des beliebten Puzzle Plattformers Teslagrad bereits im Mai des letzten Jahres. Mittlerweile ist der Titel für eine weitere Plattform verfügbar – der Nintendo Switch. Ob der World to the West auch auf dem Handheld Hybrid überzeugen kann hab ich mir für euch mal näher angesehen.

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Once upon a Time in the West

Das Abenteuer beginnt mit der jungen Teslamantin Lumina. Während sie ihrem Vater aller Verbote zum Trotz durch einen Teleporter folgen will, bringt sie dieser an einen ihr unbekannten Ort. Eine Seherin, welche sie schon erwartet zu haben scheint berichtet ihr von einer Prophezeihung welche sie mit drei weiteren Auserwählten zusammenbringt, da es ihr Schicksal ist gemeinsam auf eine Reise zu gehen.

Szenenwechsel, wir sind Knaus und buddeln uns durch eine Höhle. Knaus – ein kleiner Waisenjunge der in einer Mine zur Arbeit gezwungen ist, stellt durch einen Zufall fest das er sich nicht an dem Ort befindet welchen er angenommen hat. Als er seinen Freunden und der Obrigkeit davon berichtet, wird er verbannt und seinem eigenen Schicksal überlassen. Natürlich führt ihn dieses Schicksal ebenfalls zur alten Seherin – wir wechseln erneut die Rolle und schlüpfen in die Haut von Miss Teri einer Seelenbinderin auf Schatzjagd, bis sie von ihrem Auftraggeber verraten wird und plötzlich bei…. der Seherin Landet. Der letzte im Bunde, Lord Clonington kommt ebenfalls – wie es der Zufall so will – auf der Suche nach einer richtigen Herausforderung für seine mächtigen Fäuste bei der Seherin vorbei. Nachdem wir nun alle vier Charaktere kennen, wird es Zeit herauszufinden was es mit dieser Prophezeihung auf sich hat, und in wie weit das Schicksal der vier zusammenhängt.

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Die vier Auserwählten

Jeder der vier Spielcharaktere hat individuelle Fähigkeiten um das Abenteuer zu meistern. So kann Knaus durch kleine Löcher kriechen, und Hindernisse umgehen indem er sich unter ihnen durchgräbt. Lumina kann sich eine kurze Entfernung durch „Flimmern“ fortbewegen um sowohl Gitter zu durchschreiten oder auch kleinere Abgründe zu überwinden. Mit ihrem Teslastab haut sie den Monstern zusätzlich nicht nur auf die Nuss, sondern nutzt ihn ebenfalls um elektronische Mechanismen wie etwa Schalter für Türen zu betätigen. Miss Teri, die Seelenbinderin nutzt ihren Schal um über manche Abgründe zu kommen. Interessanter ist jedoch ihre Fähigkeit mit dem Schal die Gegner unter Gedankliche Kontrolle zu bringen So kann sie nicht nur mit Hilfe von Kleintieren ebenfalls kleinere Löcher begehen, sondern auch Finsterlinge als Reitgefährt nutzen. Der letzte im Bunde – Lord Clonington löst seine Probleme durch pure Muskelkraft. Er Prügelt mit unterschiedlichen Attacken die Monster nieder und zertrümmert viele Barrieren problemlos. Die Kombination der verschiedenen Fähigkeiten ist der Schlüssel für ein gutes Vorankommen in der Welt. Die Fähigkeiten werden im Verlauf des Spiels durch sinnvolle Upgrades erweitert, dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten um bestimmte Passagen oder Puzzles anzugehen.

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Ein Totem sie zu Binden

Natürlich werden nicht alle vier Helden gleichzeitig gesteuert, ebenso wie man nicht jederzeit zwischen den unterschiedlichen Chars hin- und herwechseln kann. Die Verbindung zwischen den vier Protagonisten besteht durch Totems. Schaltet man eins der vielen in der Welt verteilten Totems frei, erlaubt dieses eine Schnellreise zu bereits entdeckten Totems ebenso wie den Wechsel zwischen den Charakteren. Während sich Lumina und Miss Teri beispielsweise in der Wüste aufhalten, schalten die beiden sich gegenseitig durch lösen der Rätsel und Puzzles den weiteren Weg frei. So übernimmt Miss Teri explosive Monster, und lässt sie an maroden Steinen hochgehen. Jetzt kann auch Lumina diesen Weg passieren um gleich dahinter den nächsten Schalter elektonisch zu laden, und so kommen beide ins nächste Areal. Während wir die Gebiete erkunden, erkennen wir auch gleich schon große Wände die nur danach schreien von Lord Clonington eingeschlagen zu werden… Im Verlauf der Geschichte stehen allerdings auch nicht immer alle vier Helden gleichzeitig zur Verfügung, von Zeit zu Zeit bewegen sich die Vier auch mal einzeln, oder kreuzen beinahe den Weg des anderen.

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Wie es aussieht, und sich spielt

Wenn man einen Blick auf die offen begehbare Spielwelt von World to the West blickt, kann man zwar schnell den Eindruck bekommen das die Welt recht leer und wenig belebt wirkt, was auch gewissermaßen stimmt. Trotzdem hat der Comiclook seinen Charme, denn sowohl die Characktere als auch die Gegner und NPCs sind liebevoll gestaltet und bilden zusammen ein gutes Gesamtbild einer Welt in der man sich wohlfühlen kann. Mit Blick auf den ersten Teil fällt mein Eindruck zur Optik und Technik sehr Positiv aus, vom 2D Puzzle-Sidescroller zum 3D Puzzle-Adventure ist ein großer Schritt nach vorn. Die Umsetzung auf die Nintendo Switch ist technisch wie spielerisch einwandfrei, sowohl die Steuerung als auch die Darstellung auf dem Handheld sowie im TV-Modus funktioniert einwandfrei und ohne große FPS-Drops.

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Fazit

World to the West mag vielleicht kein neues Zelda sein, aber der Titel bietet gut 10 Stunden solide Unterhaltung, liebenswerte Charaktere und innovatives Gameplay. Die Fähigkeiten unserer vier Helden auf ihrer Reise gen Westen bieten viele Möglichkeiten auf unterschiedliche Lösungswege und dadurch ist auch stets die nötige Abwechslung gegeben um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Der Wechsel zwischen Rätselpassagen und Kämpfen ist sehr ausgeglichen und fällt dabei ebenfalls positiv ins Gewicht. Die Welt ist in einem optisch ansprechenden Comiclook gehalten, wirkt allerdings oft kahl und leer. Trotzdem ist der Schritt vom 2D Puzzle-Sidescroller Teslagrad zum 3D-Adventure-Puzzle World to the West eine gelungene Weiterentwicklung. Auch wenn die Story einige Zeit braucht um die Prophezeihung und die verschiedenen Stränge zusammen zu bringen, kommt am Ende ein stimmiges ganzes dabei rum was einen Preis von etwa 20 Euro auf jeden Fall rechtfertigt und wie gemacht ist für Nintendo’s aktuelle Plattform. Abenteurer mit Hang zum Kampf und Spaß an Rätseln sind in World to the West bestens aufgehoben.


Final Thoughts

World to the West mag vielleicht kein neues Zelda sein, aber der Titel bietet gut 10 Stunden solide Unterhaltung, liebenswerte Charaktere und innovatives Gameplay. Die Fähigkeiten unserer vier Helden auf ihrer Reise gen Westen bieten viele Möglichkeiten auf unterschiedliche Lösungswege und dadurch ist auch stets die nötige Abwechslung gegeben um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Der Wechsel zwischen Rätselpassagen und Kämpfen ist sehr ausgeglichen und fällt dabei ebenfalls positiv ins Gewicht. Die Welt ist in einem optisch ansprechenden Comiclook gehalten, wirkt allerdings oft kahl und leer. Trotzdem ist der Schritt vom 2D Puzzle-Sidescroller Teslagrad zum 3D-Adventure-Puzzle World to the West eine gelungene Weiterentwicklung. Auch wenn die Story einige Zeit braucht um die Prophezeihung und die verschiedenen Stränge zusammen zu bringen, kommt am Ende ein stimmiges ganzes dabei rum was einen Preis von etwa 20 Euro auf jeden Fall rechtfertigt und wie gemacht ist für Nintendo's aktuelle Plattform. Abenteurer mit Hang zum Kampf und Spaß an Rätseln sind in World to the West bestens aufgehoben.

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