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Warhammer 40.000 – Dawn of War III



Boyz, lass ma anfang’n!

Nachdem der letzte Inhalt Retribution zu Warhammer 40k: Dawn of War 2 bereits auf das Jahr 2011 zurückgeht, durften wir uns nach einem Ankündigunstrailer bereits letztes Jahr im Mai auf auf einen weiteren Teil der Warhammer-Strategie-Reihe freuen. Mittlerweile hat das Warten ein Ende, und mit Dawn of War 3 steht der nächste Streich aus dem Hause Relic Entertainment zum Zocken bereit. Grund genug mal einen Trip auf den Planeten Acheron zu wagen, und dort in bester Warhammer Manier der Geschehnisse dort auf den Grund zu gehen.

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A Story about Humans, Orcs & Eldar

Eine uralte Prophezeiung der Eldar spricht von einer legendären Waffe, dem Speer von Khaine. Diese Waffe findet sich auf dem verschollenen Planeten Acheron welcher nach langer Zeit aus dem Warp  in der Nähe des Planeten Cyprus Ultima erscheint. Bereits seit der Vorzeichen auf die Ankunft, haben  Eldar, Space Marines und Orks ihren Fokus auf die Geheimnisse gerichtet, die Acheron verbirgt.

Die Geschichte wird dabei im ständigen Wechsel erzählt, wir beginnen mit Gabriel Angelos, dem Kommandant der Blood Ravens. Auf Cyprus Ultima gilt es eine Blockade zu errichten, und den Imperialen Rittern von Lady Solaria im Kampf gegen die Orks Unterstützung zu leisten.

Den Angreifenden Orks unter Führung von KriegsbozZ Gitstompa, gelingt es bei der Belagerung der Feste Varlock einige Teile zu erbeuten, welche benötigt werden um eine neue Waffe zu bauen, um die Eldar besiegen zu können.

Währenddessen bittet Kyre, Herrscher der Eldar auf Cyprus Ultima Runenprophetin Macha um Hilfe im Kampf gegen die Orks… So beginnt sich die Handlung nach und nach ineinander zu verweben, und schon bald ist zu erkennen, das die Befehlshaber der Fraktionen mehr im Sinn haben, als wir bis hierhin ahnen.

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Immer im Wechsel

Im Gegensatz zu den Vorgängern, erleben wir keinen Handlungsstrang einer der Fraktionen am Stück, stattdessen wechseln wir nach jeder gespielten Mission in der Kampagne die Seite. Der Erzählung kommt das sehr zu Gute, da sich die Geschichte auf diese Weise wirklich spannend entfaltet. Während man zu Beginn allerdings noch stark damit beschäftigt ist sich an die jeweilige Fraktion zu gewöhnen, und sich mit den verschiedenen Strukturen und Einheiten vertraut zu machen, findet man aber schnell Freude an dem Wechsel, denn Abwechslung ist auf diese Weise garantiert.


Command & Conquer lässt grüßen!

Bevor wir ein Match starten, wählen wir zuerst unsere Elite-Einheiten aus. Wir wählen 3 Einheiten aus 9 möglichen pro Fraktion. Jeder Elite benötigt eine unterschiedliche Zahl an Elite-Punkten um sie im Spiel spawnen zu können. Elitepunkte wiederum generiert man über die Zeit. Alle 2 Minuten gibt es einen Elitepunkt, man sollte sich also gut überlegen, ob man Einheiten wählt, die zwar schnell gespawnt werden können, aber eher für die Defensive nützlich erscheinen, oder jene welche zwar viele Punkte benötigen – dafür allerdings mit mächtig Wumms zuschlagen können. Die richtige Mischung macht’s. Zusätzlich können wir im weiteren Verlauf durch Elite-Doktrinen bestimmte Fähigkeiten freischalten welche sich positiv auf unseren Elite, oder die Armee auswirkt. Freigeschaltet werden die Elite-Doktrinen durch gesammelte Erfahrungspunkte mit den jeweiligen Elite-Einheiten.

Auch für die Armee aus Minions, die wir zu Hunderten in die Schlacht schicken gibt es Doktrinen welche uns diverse Boni verleihen, so lassen sich Ork-Truppen beispielsweise beim Upgraden an Schrottfunden mit etwas Gesundheit auffrischen. Unterschiedliche Boni für Strukturen, Fahrzeuge und die Armee lassen sich auf diese Weise nutzen. Für diese Doktrinen stehen uns 3 Slots zur verfügung. Gekauft werden Doktrinen wie Elite durch Schädel, eine Ingamewährung welche sich durch erfolgreiches beenden der Levels, und durch Fortschritt beim Leveln der Elite-Einheiten verdienen lässt.

Nun gut, starten wir die Runde und haben unsere Elite-Einheiten gewählt, beginnen wir mit dem Basenbau. Sind die ersten Gebäudestrukturen errichtet, geht’s auch gleich mit einigen Fußtruppen auf Erkundung, schließlich kosten Truppen und Gebäude Energie und Ressourcen. Zwischendurch rotzen wir noch den ein oder anderen Trupp des Gegners weg, der zufällig unseren Weg kreuzt. Nachdem wir einige Resourcenpunkte gesichert haben, und brav Power Generator sowie Horchposten installiert haben, kümmern wir uns um die Vergrößerung unserer Truppen. Das Ziel ist klar, zur vorgegebenen Markierung vorstoßen, und dem Gegner die Kontrolle über das Gebiet abnehmen. Zwischendurch befreien wir noch einige unserer Truppen, die fortan an unserer Seite kämpfen. Beim ersten Vorstoß, welcher unsererseits aus Infanterie und Sturmtruppen zu zwei Gruppen gebildet wurde, erreichen wir noch nicht sehr viel, der Gegner hat ebenfalls nicht geschlafen, und seine Truppen aufgestellt. Nun gut, zumindest konnten wir uns einen ersten Eindruck verschaffen, was auf uns zu kommt. Unser Elite Gabriel Angelos steht bereit für den Kampf, und da wir mittlerweile fleißig Strukturen gebaut, unsere Base verbessert haben, konnten wir nicht nur einige Upgrades für Minions und Fahrzeuge, wie mehr Schaden oder mehr Hitpoints erwirtschaften, sondern auch den ein oder anderen Panzer oder Mech konstruieren. Damit haben sich unsere Chancen in der Schlacht deutlich erhöht.

In bester Command & Conquer Manier marschieren wir zum Lager des Feindes, zerlegen seine Armee und legen seine Basis in Schutt und Asche. Missionsziel erledigt, und schon geht’s weiter.

Das Gameplay in Dawn of War 3 erinnert deutlich mehr an Echtzeit-Strategie vergangener Tage. Es geht weniger darum sich Deckung zu suchen, und sorgsam mit den Einheiten umzugehen sowie die einzelnen Fähigkeiten zu erweitern, als mehr darum einen Overkill an Truppen auf einen ebenfalls reichlich bestückten Gegner zu hetzen. Das Spielprinzip funktioniert durch das Zusammenspiel aus Elite und Minions hervorragend. Haben wir erstmal einige Truppen auf dem Feld, erwirtschaften wir uns Resourcen, während wir die ersten Elitepunkte abwarten, um einen bereits an Fähigkeiten und Hitpoints etwas besser ausgestatteten Helden auf das Feld zu schicken. Hektisch wird es nur, wenn der Bildschirm an Truppen, Elite-Einheiten und Gegnern überläuft. Klar lassen sich die einzelnen Truppen in Teams zusammenführen und sind sehr gut steuern, trotzdem wird es irgendwann ein wenig stressig, wenn wir die Fähigkeiten der jeweiligen Klassen durch Klicks auf die einzelnen Truppen wählen und somit Granatenwürfe oder starke Angriffe ausführen. Insgesamt kann das Mikromanagement zwar anspruchsvoll sein, aber dafür auch effektiv.


Der Multiplayer & always Online

Im Multiplayermodus sind Matches bis zu einer Größe von 3 vs. 3 möglich, ebenso lassen sich KI gesteuerte Gegner in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zuschalten. In den Basen befinden sich ein Schildgenerator, einen Wachturm sowie ein Energiekern. Unser Ziel ist es den feindlichen Energiekern hochzujagen, wofür allerdings zuerst die anderen beiden Strukturen zerstört werden müssen. Ist der Energiekern zerstört, haben wir gewonnen.  Auch diese Form der Massenschlacht macht Laune und passt sich dem MOBA Trend an, ohne tatsächlich ein MOBA zu sein.

Das man für den Multiplayer-Modus Online sein muss, versteht sich ja von selbst. Gleiches gilt aber auch für die Kampagne, oder Matches gegen die KI. Das mag vielleicht für manch einen Menschen problematisch erscheinen, da nicht jeder an einer drölfzig Mbit Flatrate hängt, aber in der Regel ist man sowieso im Netz unterwegs. Fortschritte im Level bei den Elite-Einheiten werden übrigens für sämtliche Modi übernommen, du musst also nicht deinen BozZ Gorgutz nach der Kampagne noch ein zweites Mal hochleveln, du kannst ihn ganz entspannt inklusive aller gekauften Doktrinen etc. mit in deine Online Partie übernehmen.

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Grafik & Sound

Dawn of War 3 wirkt vom Stil sehr Comichaft, was dem Spiel sehr gut steht. Die Effekte machen einen sehr guten Eindruck, wenn es donnert und knallt auf dem Schlachtfeld, kommen die Angiffe optisch gut zur Geltung. Als alter WoW Liebhaber bin ich diesem Stil vollkommen verfallen, und habe bei dem Abwechslungsreichtum der auf den jeweiligen Planeten geboten wird immer ein Lächeln auf den Lippen. Das wirkt einfach rundum stimmig – und läuft hervorragend auf meiner Möhre.

Die Qualität des Sounds passt ebenfalls perfekt zum Geschehen. Die Synchro macht einfach Spaß, besonders die Orks mit ihrä Art zu spräch’n mach’n Launä. Auch wenn es eigentlich nichts damit zu tun hat, fühlte ich mich bei dem gesprochenen Slang so manches Mal an einen meiner Lieblingsfilme erinnert. Als großer Kubrick Fan, musste ich des Öfteren bei den Dialogen an die Nadsat Sprache denken, die Anthony Burgess in seinem Roman A Clockwork Orange verwendet hat. Aber auch die Space Marines, mit ihrer heroischen Ausdrucksweise und natürlich auch die Eldar klingen einfach gut. Ich für meinen Fall habe eine deutsche Synchronisation absolut nicht vermisst.

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Fazit

Das letzte Real Time Strategy Spiel, welches mir so richtig Freude bereitet hat, liegt schon viele Jahre zurück. Denn irgendwie bin ich diesbezüglich bei den Massenschlachten der Sorte Command & Conquer oder Starcraft voll hängen geblieben. Umso mehr freut mich der Weg den Dawn of War 3 geht. Das Spiel nimmt im Multiplayer eine gute Portion MOBA mit und bleibt damit modern. Gleichzeitig fehlt es aber aktuell an Alternativen, da neben dem einen Modus und wenigen Karten erstmal nicht viel bleibt was bei Laune halten kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich das nicht künftig noch ändern wird.

Der Punkt der mich aber am meisten gereizt hat – die Kampagne – schlägt aber voll ein. Die Story ist nicht nur gut verwoben und erzählt, sie bietet durch den ständigen Wechsel der Fraktionen auch die nötige Abwechslung um sich weiter vorzuarbeiten. Die Dialoge und Zwischensequenzen, welche uns vor und nach den Missionen begegnen, treiben die Wissbegierde weiter voran, und so fällt es nicht schwer sich vollkommen auf das Spiel einzulassen. Wir werden durch die Kampagne sachte an die Spielmechanik herangeführt und fühlen uns nach 6,7,8 Missionen auch gleich besser gewappnet für eine Schlacht im Multiplayer.

Wenn ich einen Award vergeben sollte, würde Dawn of War 3 für mich als rundes Gesamtpaket mit etwas Luft nach oben im Multiplayer auf jeden Fall zu den Top Anwärtern gehören, da es mich als Liebhaber der klassischen Massenschlachten voll abholt. Es bietet dazu eine Lizenz, die viele ikonische Figuren parat hat und auch reichlich Potential, was Dawn of War 3 für mich sinnvoll ausreizt.


Meine Wertung

Final Thoughts

Das letzte Real Time Strategy Spiel welches mir so richtig Freude bereitet hat, liegt schon viele Jahre zurück. Denn irgendwie bin ich diesbezüglich bei den Massenschlachten der Sorte Command & Conquer oder Starcraft voll hängen geblieben. Umso mehr freut mich der Weg den Dawn of War 3 geht. Das Spiel nimmt im Multiplayer eine gute Portion MOBA mit, und bleibt damit modern. Gleichzeitig fehlt es aber aktuell an Alternativen, da neben dem einen Modus und wenigen Karten erstmal nicht viel bleibt was bei Laune halten kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich das nicht künftig noch ändern wird. Der Punkt der mich aber am meisten gereizt hat – die Kampagne – schlägt aber voll ein. Die Story ist nicht nur gut verwoben und erzählt, sie bietet durch den ständigen Wechsel der Fraktionen auch die nötige Abwechslung um sich weiter vorzuarbeiten. Die Dialoge und Zwischensequenzen welche uns vor und nach den Missionen begegnen treiben die Wissbegierde weiter voran, und so fällt es nicht schwer sich vollkommen auf das Spiel einzulassen. Wir werden durch die Kampagne sachte an die Spielmechanik herangeführt, und fühlen uns nach 6,7,8 Missionen auch gleich besser gewappnet für eine Schlacht im Multiplayer. Wenn ich einen Award vergeben sollte, würde Dawn of War 3 für mich als rundes Gesamtpaket mit etwas Luft nach oben im Multiplayer auf jeden Fall zu den Top Anwärtern gehören, da es mich als Liebhaber der klassischen Massenschlachten voll abholt. Und dazu eine Lizenz bietet, die viele ikonische Figuren parat hat, und reichlich Potential bietet, was Dawn of War 3 für mich sinnvoll ausreizt.

Overall Score 4.5 Fätte Knarr'n
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