TH Test

The Surge


Kennt Ihr auch diese Videospiele, die man am Liebsten an einem Sonntagnachmittag, zusammen mit einer Tasse Tee, einem bunten Obstsalat und einem angenehmen Ambiente zum Entspannen einlegt? Zu diesen Spielen gehört The Surge definitiv nicht. Ich würde Euch vorab bereits eine Versicherung für Controller, Möbel, den Fernseher und alles was sich im Umkreis von 5 Metern Eures Zockzimmers befindet, empfehlen. Dark Souls trifft hier auf ein Endzeit-Roboter-Setting mit extrem schwierigen Kämpfen und vielen Wutausbrüchen. Aber kann The Surge aus dem Hause Deck 13 mit den Spielen der Souls-Reihe mithalten?


Hey, ich kann laufen!!

Wir schlüpfen bei The Surge in die Rolle von Warren, ein neuer Mitarbeiter bei dem Forschungs- und Entwicklungskomplex CREO. Durch unsere neue Anstellung erhalten wir ein Exoskelett, welches uns vor allem bei der Fortbewegung helfen wird, denn ursprünglich saß Warren eigentlich im Rollstuhl. Danke CREO, oder etwa doch nicht? Wir können nun zwar laufen, müssen uns von nun an aber auch feindlichen Mitarbeitern, nicht mehr kontrollierten Maschinen und einigen weiteren Gefahren stellen und den verschiedenen Geschehnissen auf den Grund gehen.

 


Fliegende Körperteile en masse

Die Kämpfe bei The Surge sind alles andere, als leicht. Macht Euch auf eine teilweise ziemlich intelligente, schnelle und vor allem unheimlich starke KI gefasst und unterschätzt diese bloß nicht. Seid wachsam und studiert Ihre Verhaltensmuster, um im Spiel voranzukommen und es am Ende vielleicht sogar besiegen zu können. Ähnlich, wie auch bei Dark Souls und Konsorten, können wir durch das Vernichten von Gegnern Altmetalle sammeln, die mit den Seelen aus der Souls-Reihe zu vergleichen sind. Durch diese können wir an verschiedenen Stationen unser Exoskelett und Equipment verbessern. Sollten wir allerdings während des Sammelns sterben, was leider sehr schnell passieren kann, starten wir wieder von unserer letzten Station aus und haben wenige The Surge_20170506204436Minuten Zeit, unser verlorenes Altmetall wieder einzusammeln. Beeilt Euch, vernichtet noch einmal ein paar Gegner und holt Euch unbedingt Euren Kram zurück, denn das Aufleveln ist bei The Surge unheimlich wichtig, um gegen die verschiedenen Gegner und vor allem Bosse eine Chance zu haben. Die Gegner können durch horizontale und vertikale Schläge bekämpft werden und wir können obendrein auch noch verschiedene ungeschützte Schwachstellen, wie zum Beispiel den Kopf oder die Beine anvisieren, um noch mehr Schaden anzurichten. Braucht Ihr neue Ausrüstungsgegenstände? Durch gezieltes Angreifen haben wir die Möglichkeit Körperteile des Gegners sauber abzutrennen und so zum Beispiel Rüstungsgegenstände für unser Exoskelett oder auch Waffen zu erhalten. Und stellen wir uns in einem Kampf besonders gut an, führen wir durch einen angezeigten Tastendruck einen Finishing-Move aus, der unseren Gegner direkt ins Jenseits befördert. Optisch sieht all das übrigens ziemlich cool, blutig und teilweise wirklich widerlich aus. Es fliegen Köpfe, Arme, Beine, … So mag ichs! Natürlich müssen wir uns aber auch verteidigen. Dies tun wir, indem wir uns in den richtigen Momenten ducken, Angriffe zeitlich passend abwehren, seitlich ausweichen oder aber einfach panisch wegrennen. Letzteres ist mir ehrlich gesagt öfter passiert, als es mir lieb wäre.


Unser Freund, das Exoskellet

Durch unsere erfreuliche Anstellung bei CREO haben wir unser Exoskellet erhalten. Um bei The Surge erfolgreich zu sein, müssen wir dieses natürlich des Öfteren aufwerten. Gefundene Waffen und Implantate, die zum Beispiel unsere Gesundheit heilen, können wir direkt einsetzen und nutzen. Neue Rüstungen müssen wir wiederum in den Stationen, den sogenannten Med Bays, anlegen oder durch unser gesammeltes Altmetall herstellen und aufwerten. Wie auch schon bei Fallout 4 wird unser Exoskellet durch einen Energiekern (Kernbatterie) angetrieben, welcher ebenfalls unsere nützlichen Implantate mit Energie versorgt. Wir können Warren so ummodeln, wie wir ihn gerne hätten und wie er uns vor allem den größten Nutzen bringt. Es gibt zwar unzählige Implantate, Rüstungsgegenstände und Waffen, aber mit der Zeit findet man schnell heraus, welche Kombinationen einem am besten liegen. Nachdem wir den ersten Level mit Mühe und Not oder aber von Natur aus erlangtem Können, das erste Level geschafft haben, erhalten wir eine Drohne, die uns im weiteren Spielverlauf zur Seite steht und uns wortwörtlich den Arsch rettet.


Karte? Überbewertet!

Souls-Fans werden sich sicherlich schon damit abgefunden haben keine Karte zu besitzen, die einem den Weg weist. Auch The Surge macht nun von der Karte aus Luft Gebrauch und lässt uns einzig und allein mit unserem Gedächtnis, welches hoffentlich noch genügend gesunde Gehirnzellen besitzt, allein. Aber keine Panik, die verschiedenen Abschnitte im Spiel und Wege eignet man sich bei häufigem Sterben schnell an und so wurde ich zu einem menschlichen The Surge-Navi. Google Maps könnte sich von mir nun eine gewaltige Scheibe abschneiden! An einigen Stellen im Spiel können wir auch Abkürzungen freischalten, die uns nach dem Tod und dem Zurücksetzen zu der letzten Station, den erneuten Weg beschleunigen und erleichtern. Schaut Euch aber unbedingt dennoch jeden Ort im Spiel genauer an und versucht möglichst viele der Abkürzungen freizuspielen, Gegenstände und Erfahrung zu sammeln, um stärker zu werden. Ihr werdet es mir danken.


Steuerung und Grafik

Die Steuerung von The Surge geht wunderbar und einfach von der Hand. Ich habe die PS4-Version gespielt und diese war ausgezeichnet. Sollte jemandem von Euch die Steuerung nicht zusagen, könnt Ihr sie in den Optionen allerdings auch manuell anpassen und belegen. Auch grafisch kann sich The Surge sehen lassen und muss sich nicht vor den großen AAA-Titeln verstecken. Gute Arbeit Deck 13!


Lisas Fazit

F*** die Henne, was ist The Surge schwer! Ich habe Dark Souls 1 & 2 viel, jedoch nicht sonderlich erfolgreich gespielt und hatte somit wenigstens einen kleinen Grundbaustein. The Surge fand ich nun ehrlich gesagt sogar noch schwieriger, hatte aber dennoch sehr viel Spaß mit dem Spiel. Trotz unzähliger Aufreger, Tode, Schimpfworte und wütendem Ausschalten der Konsole, hat es mir wirklich gut gefallen.

Es ist ein würdiger Mitstreiter und vor allem ein guter Ersatz für das Souls-Universum und dessen Fanbase. Die mysteriöse Story wird beinah ausschließlich über verschiedene Audiologs, die man in der Spielwelt finden kann erzählt, was allerdings nicht stört. Sehr gefallen hat mir das Kampfsystem, welches ich mir schnell angeeignet habe und so viel Spaß beim Zerschnetzeln der Gegner hatte. Angreifen, blocken, ausweichen, wegrennen… das hat wirklich Spaß gemacht! Für Anfänger und auch für ein etwas angenehmeres Spielen hätte ich mir allerdings einen etwas abgewandelten Schwierigkeitsgrad gewünscht.

Ich verstehe die Begeisterung für diese Art von Spiel und finde es grandios, wenn jemand diese perfekt beherrscht, allerdings würde ich persönlich lieber ein ganz bisschen entspannter spielen können und mich nicht nach fünf zurückgelegten Metern im Spiel mit hochroter Birne und verkrampften Händen wiederfinden. Die Spielzeit beläuft sich je nach Skills und Spielweise auf 20-40 Stunden, die ich für The Surge sehr angebracht finde. Meckern kann ich nicht viel, Kaufempfehlung für Euch Hardcoregamer ist raus!

 


Zimmys Fazit

The Surge ist definitiv ein Spiel, welches man entweder liebt, oder hasst…. Oder jedoch so sehr hasst, dass man es wieder liebt. Von Anfang an wurde hier gedanklich die Brücke zu Dark Souls, oder aber das vor zwei Jahren vom gleichen Entwicklerstudio Deck 13 veröffentlichte Lords of the Fallen geschlagen. Um es vorweg zu nehmen: Ich gehöre eher zu der ungeduldigen Sorte Spieler, die schnell mal Schimpftiraden loslässt, wenn etwas nach dennoch einigen Versuchen nicht so klappt, wie man es gerne möchte. Hey Deck 13, Ihr schuldet mir einen neuen Controller.

Die Thematik und die Geschichte des Spiels sind super in Szene gesetzt. Auch der Fakt, dass man mit unserem Hauptprotagonist anfangs im Rollstuhl startet ist eine außergewöhnliche, aber dennoch ziemlich coole Idee. Die kinoreifen Zwischensequenzen können sich sehen lassen und die Grafik ist für Konsolenverhältnisse ziemlich hübsch anzusehen.

Das Leveldesign ist einigermaßen linear gehalten, vermittelt uns aber dennoch keine klaustrophobischen Angstzustände, da es immer wieder Abkürzungen und Geheimgänge gibt, die uns zumindest ein bisschen Entscheidungsfreiheit vorgaukeln.

Die Kämpfe und das Kampfsystem sind größer und komplexer als man denkt. Anfangs wird man regelrecht erschlagen, oder man ist etwas vom Umfang überfordert. Hier gilt es sich Zeit zu nehmen, zu lernen und zu verstehen wie das Spiel tickt. Hat man sich ausgiebig in die Sache reingefuchst, erscheinen die Gegner, die man als Brocken einstufte, nicht mehr allzu schwer. Ok, schwer ist relativ. The Surge hat einen ziemliche hohen Anspruch und die KI ist nicht die dümmste- The Surge wird Euch von der ersten bis zur letzten Spielminute fordern und Ihr werdet lernen.

Schaffen wir es einen Gegner zur Strecke zu bringen, so wirft er für uns nützliches Altmetall ab. Dieses können wir aufsammeln und in unserer Basis dazu verwenden, um uns oder unser umfangreiches Equipment zu verbessern. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: Sterben wir während wir unterwegs sind, ist das heißbegehrte Altmetall am Ort unseres letzten Ablebens zu finden und können dort auch wieder aufgelesen werden. An und für sich eine ziemlich gute Idee, wenn mich der Fakt des erneuten Aufsammelns an der Stelle nicht so frustriert hätte. Schnelligkeit hier zwingend geboten, denn wir haben nur 2:30 Minuten Zeit um das Altmetall wieder in unseren Besitz zu nehmen, bevor es verschwindet. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, stehen auch alle zuvor in diesem Abschnitt besiegten Feinde wieder auf.

Dennoch: Die taktische Kampfmechanik macht Laune und die Idee Gliedmaßen einzeln anwählen und auch abschlagen zu können ist ebenso brutal spaßig. Craften, upgraden, reparieren ist das A und O in The Surge, auch wenn wir immer den gleichen Laufweg zu unserem Wartungsraum zurücklegen müssen.

Liebhaber von Lords of the Fallen oder Dark Souls werden sich auch in das Action-RPG The Surge verlieben- Ihr könnt sofort zugreifen. Anfänger wie ich, werden ganz schnell Frust schieben und nach dem drölftausendsten Versuch kapitulieren. Kurzum: The Surge ist nichts für Weichflöten, sondern was für Hardcoregamer, die eine echte Herausforderung in einer brutalen apokalyptischen Atmosphäre suchen.

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PWRUPs Wertung

Zimmys Wertung
Lisas Wertung
Final Thoughts

F*** die Henne, was ist The Surge schwer! Trotz unzähliger Aufreger, Tode, Schimpfworte und wütendem Ausschalten der Konsole, hat es mir wirklich gut gefallen. Es ist ein würdiger Mitstreiter und vor allem ein guter Ersatz für das Souls-Universum und dessen Fanbase. Die mysteriöse Story wird beinah ausschließlich über verschiedene Audiologs, die man in der Spielwelt finden kann erzählt, was allerdings nicht stört. Sehr gefallen hat mir das Kampfsystem, welches ich mir schnell angeeignet habe und so viel Spaß beim Zerschnetzeln der Gegner hatte. Angreifen, blocken, ausweichen, wegrennen... das hat wirklich Spaß gemacht! Für Anfänger und auch für ein etwas angenehmeres Spielen hätte ich mir allerdings einen etwas abgewandelten Schwierigkeitsgrad gewünscht. Ich verstehe die Begeisterung für diese Art von Spiel und finde es grandios, wenn jemand diese perfekt beherrscht, allerdings würde ich persönlich lieber ein ganz bisschen entspannter spielen können und mich nicht nach fünf zurückgelegten Metern im Spiel mit hochroter Birne und verkrampften Händen wiederfinden. Die Spielzeit beläuft sich je nach Skills und Spielweise auf 20-40 Stunden, die ich für The Surge sehr angebracht finde. Meckern kann ich nicht viel, Kaufempfehlung für Euch Hardcoregamer ist raus!

Overall Score 4.1 %&§$ !!!
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2 Kommentare zu The Surge

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