The Park Thumbnail Test

The Park


Der Besuch von einer Mutter, dem Vater oder auch zusammen mit ihrem Kind in einem Freizeitpark ist doch auf jeden Fall für die Kinder immer ein tolles Erlebnis. Mit Achterbahnen, dem Autoscooter oder für die toughen Kids mit überkopfschwingenden und sich mehrfach in sämtliche Richtung drehenden Fahrgeschäften fahren und sich im Geisterhaus zu gruseln war doch für wahrscheinlich jeden von uns früher ein Spaß und ist es mit eigenen Kindern oder auch ohne für einige, wie zum Beispiel mich, sogar auch heute noch. Nur wie wäre es, in einem seit mehreren Jahren geschlossenen Freizeitpark im Dunkeln nach seinem verlorenen Sohn zu suchen? Richtig… eine absolute Horrorvorstellung, die keiner von uns in Wirklichkeit erleben möchte. Seit letztem Jahr Oktober konnten bereits PC-Spieler in den Genuss von The Park kommen und seit Mai diesen Jahres ist es auch auf der PS4 und der Xbox One erhältlich. Da es überwiegend mittelprächtige bis negative Bewertungen erhalten hat, wollte ich nun selbst wissen, was hinter dem Spiel vom norwegischen Entwicklerteam Funcom steckt und ob es nicht doch besser ist, als viele sagen. Also habe ich es mir (in diesem Fall für die PS4) gekauft und durchgespielt und komme einfach nicht drum rum nun auch meine Meinung über das Spiel kundzutun.

Wir starten auf dem Parkplatz des Vergnügungsparks „Atlantic Island“ und befinden uns in der Rolle von der Mutter Lorraine, dessen Sohn Callum in den geschlossenen Freizeitpark rennt um seinen Teddybären zu suchen und wir ihm daraufhin natürlich folgen. Wir betreten den Park und es wird bereits nach kurzer Zeit im Spiel dunkel, wodurch wir den Freizeitpark in einem düsteren und gruseligen Ambiente wahrnehmen. Eigentlich wollen wir hier doch gar nicht sein und auch gar nicht durchlaufen, aber unser Sohn befindet sich irgendwo in diesem verlassenen Park. Nach und nach finden wir ein paar Notizen, wodurch wir Informationen und Geschehnisse, wie z. B. Unfälle in dem Park und auch über Callum erhalten, die uns ein noch mulmigeres Gefühl im Bauch verschaffen, als wir es eh schon hatten. Durch mehrere Monologe von Lorraine, erfahren wir mehr über sie und auch ihren Sohn und so wird auch die Story, die hinter den Beiden steckt immer bedrückender. Und spätestens bei der Geräuschkulisse, die einen erwartet, lief mir ein Schauer über den Rücken. Der Wind, der durch den Park zieht, Geräusche und das Knacken von Bäumen oder das Schreien und Rufen von Callum, welches immer lauter und schlimmer wird und zuzüglich gruselige Erscheinungen, die uns immer wieder begegnen, schaffen ein gutes Horrorsetting.


Den eigenen Sohn suchen oder doch lieber Karussell fahren?

Als Lorraine können wir in dem Park, während wir eigentlich den Sohn suchen sollten, mit allen Attraktionen fahren. Irgendwie etwas befremdlich, da wir uns als gute Mutter doch eher um etwas anderes kümmern sollten. Allerdings erfahren wir während den Fahrten mit zum Beispiel der Achterbahn oder dem Riesenrad durch ihre Monologe dennoch einige Hintergrundinformationen. Dies hätte aber definitiv auch anders gelöst werden können, weil unter dem Aspekt, dass der Sohn allein im Park ist, ist das Fahren mit den Attraktionen irgendwie fehl am Platz.

The Park_20160805094622

Die Steuerung und Interaktion mit Dingen in dem Spiel ist sehr simpel. Es spielt sich ähnlich wie z. B. Gone Home oder auch Everybody`s gone to the Rapture, es gibt also lediglich eine Taste zum Laufen, zum schneller Laufen und Interagieren mit Gegenständen oder Lesen von Notizen, die aufblinken, wenn wir daran vorbeilaufen oder nah genug dran stehen.

The Park_20160805101029

Grafisch wirkt The Park mit der Unreal Engine 4 auf den ersten Blick sehr gut. Die Hintergründe, die zum Teil Wälder, den Himmel oder Attraktionen zeigen, sehen wahnsinnig gut aus. Einige Dinge, die man von nahem betrachtet, haben allerdings leider ziemlich alt wirkende Texturen, welche mich persönlich aber nicht gestört haben und das Spiel nicht beeinträchtigen. Bei mir kommt es aber egal um welches Spiel es sich handelt immer auf das Gameplay, die Story etc. an und die Grafik kommt da zum Schluss. Die tollste Grafik nützt nämlich rein gar nichts, wenn der Rest nicht stimmt.


The Secret World

Der „Atlantic Island“ Park stammt übrigens aus dem Online-MMO The Secret World. Beim Spielen von The Park sind daher mehrere Hinweise und Personen aus The Secret World zu finden. Man muss dieses aber nicht zwingend gespielt haben, um The Park zu verstehen. Für Fans des Hauptspiels aber sicherlich ein nettes Wiedersehen.


Fazit

Ich kann die negativen Kritiken nur bedingt nachvollziehen. Ja, das Fahren mit den Attraktionen fand ich auch blöd, weil es nicht in das Spiel passte, aber meines Erachtens nach, wurde dies durch die Atmosphäre, die Hintergrundgeschichte und wie alles auf einen wirkte, ausgeglichen. In den 1,5 Stunden Spielzeit, die The Park vorweisen kann, habe ich mich gegruselt, erschrocken und unwohl gefühlt. Natürlich gab es auch hier ein paar Jumpscares, die für diesen Moment so ziemlich jeden erschrecken. Aber abgesehen davon hatte ich von Beginn an ein unwohles Gefühl, wusste nicht, was mich erwarten wird und in welche Richtung es letztendlich alles gehen wird. Mein einzig größerer Kritikpunkt wäre nur die Spielzeit im Bezug auf den Preis (außerhalb eines Angebots um die 10 €). Aber dennoch haben sich diese 1,5 Stunden definitiv gelohnt und ich würde es ohne Bedenken weiterempfehlen.

Leider ist das Spiel nur in englischer Sprache zu erwerben, also solltet Ihr es in Wort und Schrift beherrschen, ansonsten verpasst man viele Informationen, die wichtig sind um die Atmosphäre beizubehalten und dem Spiel folgen zu können.


Meine Wertung

Final Thoughts

In den 1,5 Stunden Spielzeit, die The Park vorweisen kann, habe ich mich gegruselt, erschrocken und unwohl gefühlt. Natürlich gab es auch hier ein paar Jumpscares, die für diesen Moment so ziemlich jeden erschrecken. Aber abgesehen davon hatte ich von Beginn an ein unwohles Gefühl, wusste nicht, was mich erwarten wird und in welche Richtung es letztendlich alles gehen wird. Mein einzig größerer Kritikpunkt wäre nur die Spielzeit im Bezug auf den Preis (außerhalb eines Angebots um die 10 €). Aber dennoch haben sich diese 1,5 Stunden definitiv gelohnt und ich würde es ohne Bedenken weiterempfehlen.

Overall Score 3.8 Freizeitpark-Horror
Readers Rating
6 votes
4.2

5 Kommentare zu The Park

Gib Deinen Senf dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.