Splatoon2PWRUP Test

Splatoon 2


Holt die Pinsel, Farbroller und Farbpistolen wieder raus: Splatoon ist wieder am Start und diesmal mit Teil 2. Kann die bunte Farbballerei immer noch begeistern, oder geht Splatoon 2 etwa die Farbe aus? Auf bereits zwei Nintendo Events durften wir es schon antesten, nun testen wir aber ausgiebig die Kaufversion. An die Tinte, fertig, los!


Zimmy über das Spielprinzip

An die Farbe, fertig, los! Das Spielprinzip von Splatoon 2 ist schnell erklärt: Kämpfe um dein Revier in taktischen Vier-gegen-Vier-Spielen. Fülle deinen Super Soaker mit Farbe, nehme das Revier ein, indem du alles und Jeden mit deiner Farbe markierst, hüpfe, schwimme oder tinte deinen Gegner voll! Mit den unterschiedlichsten Waffen besprühst du das Gebiet mit der Tinte deines Teams und beanspruchst es für dich. Das Team mit dem größten Gebiet gewinnt!

Geht dir einmal die Tinte aus, oder möchtest du dich schneller fortbewegen? Kein Problem. Tauche als Tintenfisch durch die Tinte deines Teams um mit deinen eigenen Farben bedeckte Wände zu erklimmen, hoch liegende Aussichtspunkte zu erreichen, oder einfach den Gegner mit einem Angriff zu überraschen.

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Zimmy über den Online Multiplayer

PWRimage3Ganz klar das Hauptaugenmerk von Splatoon 2. Hier liefern wir uns in Vier-gegen-Vier-Matches spannende Tintenklecks-Duelle. Wir schlüpfen in die Rolle der tintenfischartigen Inklings. Unsere Aufgabe ist es, ein möglichst großes Areal mit Tinte als unser eigenes zu markieren. Das bekleckste Gebiet sollte dann gegen das andere Team verteidigt und neue Orte erobert werden. Das coole an Splatoon 2 ist, dass es nicht direkt darum geht, die Gegner zu erledigen, klar kann man sich auch bekriegen, das kostet aber Zeit. Zeit, indem andere Spiele schon Areale einfärben könnten.

Eine Spielrunde dauert 3 Minuten, was auch völlig angemessen ist und den Spielfluss bei Laune hält. Zu Rundenende wird unsere bekleckerte Fläche vom süßen Miezrichter und dem noch süßeren Miezrichter Junior ausgewertet und je mehr Gegner ihr ausgeschaltet habt, umso mehr Punkte können wir absahnen. Diese gelten zudem als Erfahrungspunkte (Ingame Währung), um in höhere Levels aufzusteigen und neue Charakteranpassungsgegenstände, sowie Waffen freizuschalten. Später im Spiel schalten wir noch den Rangkampf frei. Im Rangkampf geht es darum ein bestimmtes Areal einzunehmen und zu verteidigen und, wie der Name schon sagt, Ränge hochzuklettern und natürlich damit anzugeben.

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Die Spielbalance ist außerordentlich gut gelungen. Lediglich bei der Matchsuche hätte ich mir gewünscht, dass die Teams mit den unterschiedlichen Spielerlevel besser aufgeteilt werden. So kann es manchmal passieren, dass Ihr mit zum Beispiel Level 5 gegen vier Gegner mit Level 22 antreten müsst. Aber hey, die drei Minuten beißen wir uns durch und lernen daraus, oder? Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!

PWRimage12Die Multiplayermatches sind rasant, chaotisch und erfordern schnelle Reaktion. In der eigenen Tinte kommen wir besonders flott voran, wenn wir mit der linken Schultertaste können darin als Tintenfisch schwimmen und durch Gitter flutschen. Die eigenen Farbpfützen bringen uns auch den Vorteil ein, dass wir uns in Feuergefechten darin Deckung suchen, oder wir uns darin verstecken und auf Gegner lauern und ausschalten können. Die gegnerische Tinte verlangsamt uns merklich hingegen und wir müssen aufpassen, nicht wieder zum Startpunkt gespawnt zu werden. Auch die Spezialangriffe bringen kleine taktische Raffinessen mit sich. Die Spezialangriffsleiste füllen wir, indem wir gegnerisches Areal mit unserer Farbe einfärben. Ist die Leiste voll, aktivieren wir die Fähigkeit, die je nach angelegter Waffe unterschiedlich ausfällt und ballern was das Zeug hält. Am liebsten sind mir die Curling-Bomben, die wild über den Boden schlittern und dann platzen.


Lisa zum Splatfest

Nachdem bereits vor Veröffentlichung von Splatoon 2 ein Splatfest verrichtet worden ist, bei dem wir unglücklicherweise nicht teilgenommen haben, stürzten wir uns nun aber beim ersten großen, offiziellen Splatfest ins Geschehen. Team Mayo gegen Team Ketchup, Zimmy und ich haben uns lustigerweise beide für die göttliche Mayonnaise entschieden und sind mit diesem Team sogar der große Splatfest-Sieger geworden. Kennt ihr das Splatfest noch nicht? Nun ja, das Ganze läuft sehr einfach ab. Wir entscheiden uns ein paar Tage vor der Veranstaltung für eines von zwei Teams, mit dem wir an den Kämpfen teilnehmen wollen. 24 Stunden lang werden die Matches, die wir bestreiten und dessen Ergebnisse zu unserem Team hinzugezählt oder abgezogen und das Gewinnerteam ausgewertet.

Dieses Jahr ist mir vor allem der unheimlich putzig gestaltete Aufenthaltsplatz der Inklinge ins Auge gefallen, auf dem eine große Splatfest-Party zelebriert wurde. Mit vielen Lichtern, Musik und selbst gestalteten Bannern wurden die Teams angefeuert. Ich habe mich selbst mehrfach dabei erwischt, wie ich mir die Transparente und die Umgebung immer wieder angesehen habe, weil ich es total knuffig fand. Typisch Nintendo.

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Zimmy über die Amiibofunktion

Na, habt ihr schon Euer Haus und Hof verkauft, um alle Amiibo in Eurer Sammlung zu komplettieren? Anders als im ersten Ableger der Serie bekommen wir nun mit den kompatiblen Splatoon-Amiibo ein paar nette Gimmicks beschert, die uns im Kampf sehr nützlich sein werden. Durch unsere eingelesenen Amiibo bekommen wir spezielle Designerausrüstung und könnten damit unseren Gegnern sogar überlegen sein, je nach Amiibo bekommen wir andere Ausrüstung. Da wäre zum Beispiel eine spezielle Kopfbedeckung, die uns warnt, wenn ein Gegner in der Nähe ist und zudem drei Slots für Extras besitzt. Außerdem können wir auf unseren Amiibo unsere Lieblingsausrüstungskombination speichern. Wir müssen jetzt nicht mehr lange rumsuchen, sondern einfach den Amiibo einlesen und zack, sind wir blitzschnell eingekleidet. Die Fotofunktion tangiert mich nicht wirklich, trotzdem dürfen wir mit unseren Amiibo zusammen ein Selfie schießen und das Bild dann mit den sozialen Netzwerken teilen, wenn unser Nintendo Account damit verknüpft ist. Und hey, apropos posten: In manch Spieler steckt ein echter Künstler. Schau dir mal die Sprechblasen über den Köpfen anderer Spieler auf dem Plaza genauer an.


Lisa über die Shops

Bei Splatoon 2 ist Shopping nicht nur was für die Mädchen – Sexismus incoming – und das von einer Frau, nein das Erwerben verschiedener Kleidungsgegenstände und vor allem Waffen wirkt sich natürlich auch auf das Spielgeschehen und unsere Stats aus. Ich muss ja zugeben, dass es mir nur um die Optik geht und ich mein Inkling-Mädchen mit Kleidung bestücke, die ich selbst tragen würde. Und die ist natürlich tentacool!

Kopfsache:

Bei Seecilia können wir uns mit den verschiedensten Kopfbedeckungen und Brillen einkleiden.

Zierfesch:

Hier gibt es Oberteile, die einem Inkling natürlich nicht fehlen dürfen. An der Kasse werden wir hier von der Qualle Jo-Q bedient.

Krabkicks:

Im Krabkicks können wir bei der Krabbe Bisk neue Treter für unseren Inkling kaufen. Ob kleine Sandalen, Springerstiefel oder aber klassische Chucks. Hier gibt es alles, was den Tintenfuß begehrt.

Kalmarsenal:

Hier bedient uns Arty, der Pfeilschwanzkrebs, den wir bereits aus dem ersten Splatoon kennen und vertickt uns nützliche Waffen, mit denen wir unsere Gegner vollklecksen werden. Auch dieses Mal plappert der süße Krebs wieder ununterbrochen, was wir nun aber glücklicherweise überspringen können. So spart man sich das Panzertape. Auf dem kleinen Übungsgelände dürfen wir nun sogar auf bewegliche Ziele schießen, anstatt nur auf starre Pappen zu klecksen.

Essensladen:

Ein Inkling muss natürlich auch groß und stark sein und sich angemessen ernähren. Dies können wir bei Shrimpson, dem Shrimp tun – diese Namen sind der Hammer! Wir können bei ihm zeitbegrenzte Upgrades erwerben, wodurch man 50 % mehr Münzen oder Erfahrungspunkte pro Runde erhält.

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Zimmy über Salmon Run

Leider konnte ich den Modus nicht ausgiebig genug testen, da ich immer mal wieder probierte Mitspieler zu finden und dann nach mehreren langen Minuten die Suche abbrechen musste. In Salmon Run müssen wir im Team zusammenarbeiten, fiese Salmonide besiegen und deren zurückgelassenen Fischeier aufsammeln. Die Fischeier verkaufen wir dann und kaufen uns damit neue Waffen und Ausrüstungen. Dieser Modus funktioniert nur, wenn Ihr mit dem Internet verbunden seid.

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Zimmy über den Heldenmodus

PWRimage4Der Heldenmodus ist eine Solokampgane, die man auch im Offlinemodus spielen kann. Aus der hinteren Ecke der Stadt Inkopolis bittet uns Limone um Hilfe in einer mysteriösen Angelegenheit. Wir schlüpfen durch den Gullideckel und begeben uns so zum Singleplayer des Spiels. Der Heldenmodus ist vergleichbar mit einer Art Spielplatz, in dem versteckte Level erst gefunden und dann abgeschlossen werden müssen. Am Ende jeden Levels erwartet uns ein Bossgegner. Wirklich voran treibt einen im Heldenmodus nur die Sammelaufgaben. Ihr müsst Schriftrollen sammeln, die auch ein paar Story-Schnipsel beinhalten. Insgesamt sind in der Kampagne 32 dieser Rollen versteckt – jeweils eine in jedem der 27 Level, außerdem findet ihr in jeder der fünf Zonen eine weitere Schriftrolle. Wer also auf Soloaction steht bekommt deutlich mehr Umfang als im Vorgänger geboten.


Lisas Fazit

Als Splatoon vor zwei Jahren erstmals an den Start ging, habe ich es direkt bei Release gekauft, gespielt und geliebt. Am Anfang gab es relativ wenig Content, der mit der Zeit aber nachgeliefert wurde und das Spielerlebnis immer mehr verbesserte. Ich spielte abseits von den bekannten Verdächtigen Call of Duty und Battlefield hier und da immer wieder ein paar Ründchen Nintendos Farbshooter und verteidigte ihn gerne, wenn es zu Diskussionen mit anderen Leuten kam. Ich mag Splatoon, ich mag es wirklich.

Mit Splatoon 2 habe ich mir natürlich einen Batzen an Neuerungen und hier und da etwas mehr Inhalt gewünscht und an einigen Stellen auch bekommen. Es gibt geniale, neue Spezialwaffen, eine supertolle Skatepark-Map (und viele weitere), neue Spiel-Modi und einen ziemlich kompakten Storymodus. Also ist eigentlich alles töfte, oder nicht? Das Problem, welches ich mit Splatoon 2 habe, ist die zu große Ähnlichkeit zum Vorgänger. Natürlich unterscheiden sich auch die anderen (FSK 18) Shooter nicht großartig voneinander, aber dennoch fühlen sie sich für mich von Teil zu Teil unterschiedlicher an, als nun Splatoon und Splatoon 2.

Splatoon 2 macht immer noch unheimlich viel Spaß, keine Frage. Ich hätte mir aber dennoch etwas mehr Abstand und weitere neue Ideen von Nintendo gewünscht. Aber das mit dem Sprachchat und der Nintendo-App… ja, das ist eine Frechheit, die ich dem Spiel selbst allerdings nicht ankreiden möchte.


Zimmys Fazit

Die Mechanik eines Ego-Shooters gemischt mit einem knallbunten Spielkonzept weiß wie auch im ersten Teil zu überzeugen, zudem ist der Storymodus auch umfangreicher ausgefallen, auch wenn dieser mich nicht abholen konnte. Das Hauptaugenmerk von Splatoon 2 liegt ganz klar auf den Multiplayermatches. Die Spielidee bringt erneut frische Farbe in die Gamingwelt. Ein schöner Wechsel zwischen Einfärben und abknallen. Ein kleiner Wehmutstropfen sind eine recht lange Spielersuche (probiert hier mal aus die Steuersticks und die Buttons zu drücken) und auch der Fakt, dass wenn Ihr zwischendurch Eure Ausrüstung anpassen wollt, immer wieder aus dem Spielmodus raus und in die Plaza-Lobby müsst- das hätte man auch in der Matchsuche machen können, statt auf einen Ladebildschirm zu starren. Ein dickes Minus verbucht leider der noch immer fehlende Split-Screen Modus. Warum ist das immer noch nicht machbar? Es wäre doch eine Leichtigkeit diesen unterzubekommen und dann mit einem Kumpel zusammen auf die Tintenhatz zu gehen. Nintendo, also bitte bei Splatoon 3 den Splitscreen implementieren. Trotzdem: Splatoon 2 macht Spaß! Das Einfärben der Welt und das Tauchen fühlt sich echt an und die Matches bleiben oftmals bis zum Schluss richtig spannend- ein geniales familienfreundliches Spielprinzip, welches durchaus unterhält und zu begeistern weiß, auch wenn es das Rad nicht neu erfindet. Ich werde es auch nach meinem Test noch viele Stunden spielen.


Unsere Wertung

Zimmys Wertung
Lisas Wertung
Final Thoughts

Die Mechanik eines Ego-Shooters gemischt mit einem knallbunten Spielkonzept weiß wie auch im ersten Teil zu überzeugen, zudem ist der Storymodus auch umfangreicher ausgefallen, auch wenn dieser mich nicht abholen konnte. Das Hauptaugenmerk von Splatoon 2 liegt ganz klar auf den Multiplayermatches. Die Spielidee ist ein schöner Wechsel zwischen Einfärben und abknallen. Ein kleiner Wehmutstropfen sind eine recht lange Spielersuche und auch ein dickes Minus verbucht leider der noch immer fehlende Split-Screen Modus. Trotzdem: Splatoon 2 macht Spaß! Das Einfärben der Welt und das Tauchen fühlt sich echt an und die Matches bleiben oftmals bis zum Schluss richtig spannend- ein geniales familienfreundliches Spielprinzip, welches durchaus unterhält und zu begeistern weiß, auch wenn es das Rad nicht neu erfindet. Ich werde es auch nach meinem Test noch viele Stunden spielen.

Overall Score 4.2 Tentacool
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4.5

An die Farbe, fertig, los!

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1 Kommentar zu Splatoon 2

  1. Harald

    Die Begrenzung auf 2 maps, die dann alle 2 Stunden gewechselt werden, nervt. Warum nicht so wie bei Mario kart 8, wo jeder in der Lobby für die nächste Strecke stimmen kann!? Ich kann Splatoon 2 trotzdem nur jedem Empfehlen der eine Switch hat sich dieses Spiel zu kaufen, weil es ultra Spaß macht. Guter Test ihr zwei.

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