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Slain: Back From Hell (Switch)


Von wegen „Ruhe in Frieden“: Die Welt ist von Skeletten, Riesenratten, Feuermonstern und anderen Schreckgestalten überrumpelt worden. Angeführt vom Macht besessenen Herrscher Vroll verbreiten diese Monster und Dämonen Angst, Schrecken und Tod. Kurzerhand wird der Krieger Bathoryn aus dem Reich der Toten geholt, da nur er allein diesem Horror ein Ende setzen kann. Obwohl Bathoryn alles andere als begeistert davon ist, nimmt er sein Kriegerschwert in die Hände und macht sich auf, ein letztes Mal für Frieden zu sorgen.

Bathoryn erweist sich als ein sehr harter Hund, der sich gut steuern lässt. Mit Y greifen wir an, per L-Taste weichen wir rückwärts aus, mit B wird gesprungen, per X-Taste schützen wir uns (wobei wir durch perfektes Timing einen Gegner für kurze Zeit paralysieren können), mit R wird Mana-Energie abgefeuert (halten wir X gedrückt, laden wir unseren Angriff auf), in die Hocke und R gedrückt führen wir einen starken Manaschlag aus und, wenn wir Y gedrückt halten, wird ein brutaler Angriff ausgeführt. Wird ein Gegner mit kritischem Schlag getötet, werden wir mit Mana-Energie für unsere Mana-Attacken belohnt. Aber auch mit Hilfe eines heiligen Engels kann unsere Mana-Energie aufgeladen werden. Magiepfeile oder Feuerbälle können pariert werden, in der Luft pariert können wir sie wiederum zurückschlagen. Später bekommt man noch neue Waffen, wie die Eisaxt oder das Flammenschwert. Ab und an stoßen wir auf Signale (Speicherpunkte), wo unsere Lebenspunkte aufgefrischt werden.

Eine simpel gehaltene und dafür gut funktionierende Steuerung und das ist auch gut so. Denn Slain erweist sich als ein sehr harter Brocken Arbeit. In guter, alter Arcade-manier schalten wir Widersacher aus, suchen Schalter und versteckte Wege, überwinden Fallen und Abgründe und zeigen forderndenPWRimage3 Bossgegnern wer hier die Hosen an hat, nur um am Ende festzustellen: „Ach du *******, ich werde sowas von abgefertigt!“ Habt Ihr mal Volgarr the Viking gespielt? So müsst Ihr Euch ungefähr den Schwierigkeitsgrad vorstellen. Wäre auch nicht wirklich schlimm, wenn es denn nicht folgendes Problem gäbe: An vielen Stellen hat man es mit Gegnermassen einfach übertrieben. Zudem wurden manche Gegner einfach ungünstig platziert, sodass man bei manchen Sprungpassagen nicht um das „Trial and Error“ hinwegkommt. Schade, denn ansonsten sind der Aufbau und die Komplexität der Levels absolut gelungen. Auch sind die Bossgegner durchaus fair und machen Spaß.

Optisch macht Slain durchaus was her. Die ganze Welt schaut irgendwie aus wie ein dreckiges Castlevania-Spiel mit viel Blut und Gore. Hier und da hätte es ruhig etwas weniger Blut und dafür vielleicht etwas mehr Abwechslung bei den Farben sein können, rundherum aber wird man nichts zu bemängeln finden. Zudem sind die Details bei den Figuren (besonders bei Bossgegnern) und Hintergründe liebevoll eingefügt worden, sodass das Gesamtbild immer wieder aufs neue zu gefallen weiß. Für die Ohren werden Metal-Musik und Splatterfilm-Soundeffekte geboten. Schön rockige Klänge, gemischt mit Horrorfilm-Radau, ja, da kommt durchaus Stimmung auf. Leider wird der jeweilige Track nur in eine Dauerschleife gepackt, was dazu führt, dass die Musik nach einer gewissen Zeit etwas nerven kann. Insgesamt jedoch eine solide Arbeit.


Fazit

Zugegeben, es gab schon Momente, wo ich am liebsten den Controller an die Wand gefeuert hätte, aber umso befriedigender war dann das Gefühl, als ich einen Abschnitt nach dem anderen geschafft habe. Slain: Back from Hell ist keine leichte, aber dennoch unterhaltsame Action-Horror-Kost. Mal abgesehen von etwas ungünstig platzierten Gegnern und kleinen Mängeln macht das Abenteuer mit Bathoryn absolut Spaß. Gut designte Levels mit geheimen Wegen, eine schöne, dreckige Optik und gute Sound- und Musikuntermalung sorgen für einen starken Splatterfilm-Flair und die Bosskämpfe sind dank der fair gehaltenen Herausforderung ein echter Spaß. Im diesen Sinne: Metal on und auf geht’s auf Monster-Jagd.

SlainBFH_Headbang

Meine Wertung

Final Thoughts

Zugegeben, es gab schon Momente, wo ich am liebsten den Controller an die Wand gefeuert hätte, aber umso befriedigender war dann das Gefühl, als ich einen Abschnitt nach dem anderen geschafft habe. Slain: Back from Hell ist keine leichte, aber dennoch unterhaltsame Action-Horror-Kost. Mal abgesehen von etwas ungünstig platzierten Gegnern und kleinen Mängeln macht das Abenteuer mit Bathoryn absolut Spaß. Gut designte Levels mit geheimen Wegen, eine schöne, dreckige Optik und gute Sound- und Musikuntermalung sorgen für einen starken Splatterfilm-Flair und die Bosskämpfe sind dank der fair gehaltenen Herausforderung ein echter Spaß. Im diesen Sinne: Metal on und auf geht’s auf Monster-Jagd.

Overall Score 4 Metal On!
Readers Rating
3 votes
3.3

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2 Kommentare zu Slain: Back From Hell (Switch)

  1. Lisa Lisa

    Ich werde das bei Gelegenheit mal auf der PS4 nachholen, aber finde es klasse, dass Indietitel momentan nachträglich auf der Switch landen. Lang lebe Nintendo.

  2. Hansi

    Das Spiel hat sowas noch von Luft nach oben. Jedoch, dafür das es nur von einem Typen entwickelt wurde, sind manche Mängel eher verzeihlich. Ich hoffe, der Künstler kommt woanders unter. Salt & Sanctuary mit der Grafik wäre auch ne echt pornöse Sache gewesen ^^ Es sieht wirklich fantastisch aus, aber ja: Es ist äußerst monoton, stellenweise unfair und wenn man mehr macht als den Angruffsbutton spammen stellt man sich selbst ein Bein.

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