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PUZZLEBOX setup


 

Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich hier um ein Puzzlespiel, das allerdings weit weniger statisch oder linear gestaltet ist, als es der bloße Begriff zunächst vermuten lässt. Denn PUZZLEBOX Setup ist ein sehr dynamisches Spiel, das der Schwerkraft im vollen Maße Rechnung trägt. Hier liegt auch des Pudels Kern: Die sonderbare Auf-dem-Kopf-Haltung des 3DS liegt darin begründet, dass wir unsere einzelnen Puzzleblättchen auf dem Touchscreenbereich des 3DS sehen und diese dort auswählen müssen, um sie in das zu vervollständigende Bild auf dem 3D Bildschirm zu integrieren. Fassen wir sie an, fallen sie herunter – und dieses „Unten“ ist in diesem Fall nun mal das eigentliche „Oben“.

 

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Sicher, das hätte sich auch anders lösen oder gestalten lassen – aber Bernd Geiblinger, der kreative Kopf hinter dem Ein-Mann-Unternehmen Bplus, scheint uns schlicht kein Freund der konservativen Herangehensweisen zu sein und so spielt PUZZLEBOX Setup auf ungewohnte und doch unglaublich passende Weise mit den Features des beliebten Handhelds.

So sehr das Spiel aber mit den sich durch Touchsteuerung und 3D Bildschirm bietenden Möglichkeiten spielt – im Grunde genommen kann PUZZLEBOX Setup ein gewisser spielerischer Purismus nicht abgesprochen werden: Weder eine umfassende Story noch ein Wust an Spieloptionen lenken vom eigentlichen Herzstück des Spiels, dem Einzelspielermodus, ab.

 

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Dafür bekommen wir es allerdings mit zwei grundverschiedenen Spielmodi zu tun, die beide für echte Punkte-Jäger und Highscore-Perfektionisten eine absolute Herausforderung darstellen dürften:

Zum einen wäre da der Classic Mode, in welchem ein komplettes Level über den Bildschirm zieht. Auf der (nun oben liegenden) Touchscreenfläche sehen wir die kleinen verschieden farbigen Puzzleteile und auf dem nunmehr unten liegenden 3D Bildschirm wandern verschiedenste Figuren durch euer Sichtfeld, bevor sie wieder am Bildschirmrand verschwinden. Die Figuren selbst bestehen aus Puzzleteilen, doch ab und an entdecken wir, dass ihnen offensichtlich einzelne Teile fehlen. Eure Aufgabe ist es nun, mit scharfem Auge die fehlenden Teile auf dem oberen Screen ausfindig zu machen und sie auszuwählen, so dass sie nach unten fallen und das Bild entsprechend ergänzen. Weniger die Form als schlicht die Farbe ist hier ausschlaggebend, doch das macht die Sache keineswegs einfacher – oftmals gilt es sogar, mehrere Teile zum Erreichen des gewünschten Effekts zu kombinieren und man darf nicht vergessen: Schnell muss man sein! Denn die Bilder – sowohl oben als auch unten – stehen zu keinem Zeitpunkt still und es bedarf einem gewissen Tempo und auch einem gehörigen Maß an Fingerspitzengefühl und Genauigkeit, um die innerhalb des kleinen Zeitfensters die richtigen Teile anzuwählen.

 

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Als kleine Hilfe für Einsteiger und notorische Wurstfinger mit Präzisionsproblematik bietet das Spiel allerdings auch drei verschiedene Schwierigkeits- beziehungsweise Geschwindigkeitsstufen an. Für besonders genaue Erledigung und Kombos erhaltet ihr die sogenannten „Comco Coins“ – insgesamt sind es 2382 im gesamten Spiel – und am Ende der Level könnt ihr euch Statistiken ansehen, um das Ausmaß eures Scheiterns mit dem der anderen Spieler zu vergleichen.

Zu jedem Level des Classic Modus gibt es ein dazugehöriges Copycat Level. Hier haben wir es im Gegensatz zu dem vorgenannten Modus mit einem statischen Bild zu tun, das schlicht um die fehlenden Puzzleteile zu ergänzen ist.

 

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„Schlicht“ zu ergänzen ist hier allerdings gar nichts – zwar bewegt sich das zu vervollständigende Bild nicht, doch dafür haben wir es mit sehr viel mehr Puzzleteilen zu tun! Glücklicherweise gibt es hier aber keine Abzüge, wenn wir es zunächst mit dem falschen Teilchen versuchen – am Ende zählt nur das Ergebnis. Doch Obacht! Während des Levels läuft ein Counter und natürlich ist es Sinn der Sache, das Puzzle möglichst schnell zu beenden. Auch hier kann man sich wunderbar festbeißen, denn von Versuch zu Versuch werden wir naturgemäß schneller – und wer bitte möchte in der Statistik am Ende nicht gut wegkommen??

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Zimmys Fazit

Puzzlebox Setup betreibt keine Effekthascherei – das Spiel konzentriert sich auf den Einspielermodus und versucht nicht durch aufdringliche musikalische Untermalung oder knallige Effekte über Schwächen des Gameplays hinwegzutäuschen. Das muss es auch gar nicht, denn spielerisch ist PUZZLEBOX Setup mehr als ausgereift. So schlicht das Spielprinzip scheint – es fesselt und weckt unseren Ehrgeiz in so hohem Maße, dass es uns letztlich auch egal ist, wenn jeder uns für einen Idioten hält, weil wir den 3 DS falsch herum halten.

Björns Fazit

Was Bernd Geiblinger mit seinem eigenen Unternehmen Bplus hier geleistet hat ist einfach nur wunderschön. Wer hätte gedacht, dass es so viel Spaß machen würde auf dem 3D-Bildschirm des Nintendo 3DS Muster mit Farbblöcken auszufüllen? Schon allein die Idee, dass man den 3DS auf dem Kopf stellt um zu spielen, finde ich sehr amüsant. Die Gestaltung ist zwar recht simpel, aber dennoch liebevoll und farbenfroh ausgefallen. Zudem kommt die In-Game-Grafik leicht retro daher. Ob dies jedoch ein Plus- oder Minuspunkt ist, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich als Retro-Liebhaber war mit der optischen Präsentation voll zufrieden.

Die gute Handhabung sorgt dafür, dass Anfänger schnell ins Spielgeschehen reinkommen und somit mit dem einfach gehaltenen und spaßigem Gameplay ziemlich gut zurechtkommen. Keine Panik, Fortgeschrittene werden mit dem Gameplay ebenfalls zufrieden sein.

Den Classic Mode, wo man unter Zeitdruck und während eines seitlich scrollenden Levels die Muster ausfüllen muss, fand ich anfangs etwas unterfordernd. Ich habe mich sehr oft dabei erwischt auf dem Speed-Button zu drücken, um schneller mit einer Runde fertig zu werden. Spätestens ab Kachelmuster 3 wurde ich jedoch eines besseren belehrt, wird man ab hier doch ganz schön gefordert und muss des Öfteren viel Geschicklichkeit und vollste Konzentration unter Beweis stellen. Noch besser gefallen hat mir jedoch der Copycat Mode, wo man ein statisches Bild ausfüllt. Es hat mir viel Freude gemacht Muster auszufüllen und hinterher ein witziges Bild bestaunen zu können. Die Idee, dass wir durch sauberes und schnelles Bewältigen mit Combo-Münzen belohnt werden, die wir zum freischalten anderer Kachelmuster benötigen, finde ich sehr gut, da man dadurch noch einen Tick mehr motiviert wird am Ball zu bleiben.

Die Musik tut ihr Übriges: Schöne Klavierklänge, sanfte Flötentöne und liebevolle Melodien sorgen für ein wohliges Ambiente. Die keyboardlastigen Soundeffekte fand ich persönlich zwar ein klein wenig fehl am Platz, dies tut der Musik jedoch kein Beinbruch.

Ganz ehrlich: Die 2,99€ sind hier wirklich gut investiert! Mit PUZZLEBOX setup hat man mehrere tolle, relaxte Stunden vor sich. Ein Puzzlespiel zum chillen und genau die richtige Medizin gegen verregnete Wintertage.

Meine Wertung

Final Thoughts

Puzzlebox Setup betreibt keine Effekthascherei – das Spiel konzentriert sich auf den Einspielermodus und versucht nicht durch aufdringliche musikalische Untermalung oder knallige Effekte über Schwächen des Gameplays hinwegzutäuschen. Das muss es auch gar nicht, denn spielerisch ist PUZZLEBOXSetup mehr als ausgereift. So schlicht das Spielprinzip scheint – es fesselt und weckt unseren Ehrgeiz in so hohem Maße, dass es uns letztlich auch egal ist, wenn jeder uns für einen Idioten hält, weil wir den 3DS falsch herum halten.

Overall Score 4.1 Kubitastisch!
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