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Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant


Schon eine ganze Weile sind die “Professor Layton”-Spiele fester Bestandteil der Videospielszene und die Reihe hat sich den Ruf erarbeitet, Rätselspaß aller erster Güte zu liefern. Dementsprechend groß sind nun also auch die Erwartungen an den neusten Teil, “Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant” – um zu ergründen, ob diese alle erfüllt werden, werfen wir mal einen genaueren Blick auf das Spiel!

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Zunächst einmal setzt natürlich auch der nunmehr schon sechste Titel der Reihe auf das altbewährte Konzept: Professor Layton ist mit seinem Assistenten Luke in der Welt unterwegs, um das Rätsel um eine lebendige Mumie zu lösen. Bei eben dieser Mumie handelt es sich um ein junges Mädchen und unsere Nachforschungen knüpfen dort an, wo Dr. Simon Foster mit seinem Latein am Ende war. Der berühmte Archäologe ist eine Koriphäe in der Kultur der Aslanti, einem mystischen Volk, mit dem wir auch im fünften Teil schon einmal in Kontakt kamen.

Zu Beginn unserer Forschungsreise verschlägt es uns in den hohen Norden und standesgemäß bestreiten wir unsere Reise in einem Zeppelin. Kaum haben wir dieses betreten, werden wir auch schon mit dem ersten Rätsel konfrontiert – Dr. Fosters Assistent möchte unsere Identität verifizieren und stellt uns zwecks dessen ein Rätsel, von dem er denkt, dass nur der richtige Professor Layton es lösen könne… Ist klar – einfach mal eben den Personalausweis vorlegen wäre ja auch irgendwie zu simpel!

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Auch sonst erscheinen die einzelnen Rätsel manchmal etwas willkürlich in der Story platziert, doch das tut dem Spielspaß soweit keinen Abbruch, denn an sich sind sie eben wirklich gut gemacht. Der Schwierigkeitsgrad rangiert zwischen leicht und richtig fordernd; die ganze Bandbreite also, weshalb sowohl geübte Rätsler als auch Neueinsteiger voll auf ihre Kosten kommen dürften.

Letztlich gelingt es unserem Professor natürlich, die ungewöhnlich vitale Mumie aus dem sie umgebenden Eis zu befreien, doch kaum ist das vollbracht, wird das Aslanti-Mädchen auch schon von einer dubiosen Organisation entführt. Was also tun? Natürlich, unser Held macht sich auf, die junge Frau wieder zu befreien und dabei hoffentlich auch gleich noch das Rätsel um das Volk der Aslanti zu lüften.

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Doch man darf sich nicht täuschen: So simpel der Plot zunächst klingt – bis zur endgültigen Lösung des Spiels hängt ihr erstmal einige Stunden am 3DS fest. Insgesamt gibt es im Spiel fast 500 Rätsel zu lösen und zusätzlich hat das Entwicklerstudio Level-5 angekündigt, dass es über den Zeitraum eines Jahres täglich ein neues Rätsel als Download geben wird. Kopfrechenhelden kommen also auf eine Zahl von rund 850 Rätseln in nur einem Spiel – das dürfte uns wohl eine Weile beschäftigt halten…

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Die optische Gestaltung des Spieles sorgt dabei dafür, dass uns die lange Spielzeit nicht zu schnöde wird – liebevoll gestaltete Umgebungen und ein 3D-Effekt, der sich wirklich sehen lassen kann, machen das Spielen zur wahren Freude. Während der zahlreichen Zwischensequenzen fühlen wir uns manchmal, als würden wir einen Anime auf dem 3DS ansehen, so schön sind die Animationen gemacht. Auch die musikalische Untermalung ist absolut stimmig und fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Einziges – wenn auch kleines – Manko dürfte vielleicht die nicht komplett durchgängige Sprachausgabe sein. Oft müssen wir einfach Kästchen nach Kästchen lesen, aber da wir des Lesens ja alle mächtig sein dürften und der Text das Maß nicht überschreitet, ist das irgendwie auch in Ordnung.

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Fazit

“Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant” überrollt uns nicht mit innovativen Ideen, sondern hält lieber an dem Konzept fest, für das schon die Vorgängertitel so gefeiert wurden. Damit sitzen die Entwickler von Level-5 zwar auf die sicheren Bank, doch wenigstens ein paar Neuerungen hätten wir schon gerne gesehen. Trotzdem – das Spiel enttäuscht in Sachen Rätselspaß keineswegs und sowohl Fans der Reihe als auch jeder andere, der Spaß daran hat, seine grauen Zellen zu verknoten, werden mit dem neusten “Layton”-Titel viel Freude haben!

 

 


Meine Wertung

Final Thoughts

Gut gemachter Rätselspaß nach altbewährtem Prinzip – Professor Layton hat es diesmal mit mehr Rätseln als je zuvor zu tun und sowohl der 3D-Effekt als auch die wunderschön gestalteten Zwischensequenzen lassen uns den 3DS so schnell nicht mehr weglegen!

Overall Score 4.4 Würdiges Finale

Tritt das Vermächtnis an..

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