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Fear Effect Sedna


Knapp 18 Jahre nachdem die gefeierte Fear-Effect-Reihe für die Playstation 1 erschienen ist, bringt Square Enix eine Fortsetzung für Xbox One, PS 4 und PC heraus. Fear Effect Sedna ermöglicht ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren,  kommt aber im völlig neuen Stil daher.  Ob die Fear Effect Fans sich auf den neuen Teil freuen können oder ob die Neuauflage eher enttäuscht, durfte ich auf der Xbox One herausfinden.


Story

Fear Effect Sedna spielt vier Jahre nach dem ersten Teil der Reihe. Die Hauptcharaktere sind bekannte Gesichter, die im Laufe der Story wieder zueinander finden: Hana, Rain, Deke und Glas. Gemeinsam macht sich das Team auf die Suche nach einer geheimnisvollen Statue. Dafür müssen die Helden unzählige Gegner besiegen und quer durch die Welt reisen – unter anderem in ein mystisches Reich aus der Intuit-Mythologie.


Alte Bekannte – Neue Perspektiven

Auch wenn die Hauptcharaktere bereits aus denPWRimage2 ersten Teilen bekannt sind, so wurde der Rest des Spiels stark umgekrempelt. So musste beispielsweise die altbekannte Action-Perspektive einer isometrischen Perspektive weichen. Während der Kampfszenen können wir uns entscheiden, ob wir lieber offensiv oder defensiv spielen möchten. Wer sich dafür entscheidet, die Gegner lieber lautlos und heimlich kalt zu machen, findet eigentlich immer genug Verstecke und Objekte, die genau das ermöglichen. Geht dabei jedoch etwas schief oder hat man einfach mehr Bock darauf, ganz offensiv abzumetzeln, sieht man sich schnell einer Armee von Feinden gegenüber. Die schlagen nämlich sofort Alarm, wenn sie uns bemerken oder einen toten Kollegen entdecken. Um in dieser Situation nicht den Überblick zu verlieren, gibt es die Möglichkeit einer taktischen Spielpause. Das Prinzip ist ebenso simpel wie hilfreich: Das Spiel friert ein und wir können in Ruhe überlegen, wie unsere nächsten Schritte aussehen sollen. Wir können demnach für jeden Charakter unseres Teams eine Handlung planen, die ausgeführt wird, wenn die Pause beendet wird.


Teamplay geht halt auch alleine

In Fear Effect Sedna spielen wir das gesamte Team und switchen nach Belieben zwischen den Charakteren hin und her. Jeder Charakter besitzt ganz eigene Fähigkeiten und kann entsprechend taktisch passend eingesetzt werden. Je nach Kombination der besonderen Fähigkeiten entstehen Synergien, die einen Angriff noch effektiver machen können. Manchmal kann es aber auch durchaus Sinn machen, alleine voranzugehen und den Rest des Teams zurückzuhalten. Je nach eigenen Präferenzen ergibt sich daraus ein ganz eigenes Spielerlebnis. Das Furcht-System gibt dem Ganzen noch eine weitere Komponente: Anhand der Pulsanzeige erkennen wir, wie groß die Furcht der Charaktere ist. Die Furcht steigt beispielsweise, wenn viele Gegner auf einmal angreifen. Je größer die Furcht desto größer ist der Schaden, den man verursacht. Allerdings ist auch die eigene Verletzlichkeit höher.

Die schön gestalteten Zwischensequenzen im coolen Comic-Stil dürften den ein oder anderen Fan in nostalgische Stimmung versetzen. Auch das Level-Design wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt und hält Dokumente und Erste-Hilfe-Items bereit. Außerdem finden sich in der Umgebung oft Hinweise zu den teilweise echt kniffligen Rätseln, die wir immer wieder lösen müssen. Ein genauerer Blick lohnt sich also immer!


Marens Fazit (Xbox One)

Fear Effect Sedna ist ein kurzweiliges Spiel im echt geilen Comic-Stil. Die Zwischensequenzen haben mir richtig gut gefallen und werten das Spiel absolut auf. Die Rätsel waren teilweise wirklich schwierig zu lösen, was aber in meinen Augen positiv motiviert hat. Die Kombination aus Kampf-Action und Rätseln macht auf jeden Fall Laune. Auf Dauer empfand ich die Abläufe allerdings als ziemlich eintönig und hätte mir mehr Abwechslung gewünscht. Die Liebe zum Detail in jedem neuen Spielabschnitt war für mich ein Pluspunkt. Leider gab es aber kaum Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung. Neben Erste-Hilfe-Items und ein paar Dokumenten, können die meisten Dinge nur als Versteck genutzt werden. Während die Steuerung an sich gut erlernbar ist, ging mir allerdings die Aiming-Funktion im Kampf auf die Nerven. Teilweise wurden die absolut falschen Ziele automatisch anvisiert und ich konnte erst etwas ändern, wenn mein Charakter starb oder ich den Charakter wechselte. Das endete damit, dass ich manchmal lieber ohne zu zielen auf gut Glück in den Raum geballert habe. Das Game ist nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln verfügbar. Die Synchro fand ich stellenweise nicht sonderlich gelungen. Die lockeren witzigen Sprüche der Charaktere wirkten da leider eher gezwungen als, naja, locker eben. Alles in allem ist Fear Effect Sedna ein nettes Game, das mich allerdings mehr mit den kniffligen Rätseln als mit den Actionszenen unterhalten hat. Für Fans der Reihe hat das Ganze bestimmt einen nostalgischen Wert. Ob dieser Teil allerdings an die PS 1 Vorgänger herankommt, wage ich zu bezweifeln.


Björns Fazit (Switch)

Ich gebe zu, mit den damaligen Vorgängern Fear Effect (1999) und Fear Effect 2: Retro Helix (2001) hatte ich nie etwas am Hut. Bei diesem Ableger jedoch habe ich einen Blick rein gewagt, mich prima hineingespielt und meinen Spaß gehabt. Die Mischung aus Action, Strategie, Schleichmissionen und Rätsel lösen klingt nicht nur abwechslungsreich, es ist auch sehr gut gelungen. Außer stumpfes Ballern können wir unseren Teammitgliedern Befehle erteilen, unsere Schritte vorher planen und dann gnadenlos zuschlagen. Läuft! Das Zielen und Feuern ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber schnell besser. Die Rätsel sind eine nette Auflockerung. Von „schnell gelöst“ bis hin zu „Oha, harte Nuss“ kann man schon ein paar nette Spielchen erwarten. Die Grafik ist… nun, wie beschreibe ich es am besten… ganz nett. Die Figuren sind simpel, aber schön und detailreich einprogrammiert worden, während die Hintergründe und Szenarien eher, naja, bisschen 08/15 daher kommen, fast wie aus Playstation 2-Anfangszeiten. Sound und Musik gehen mehr als in Ordnung. Beides ist vielleicht jetzt nicht unbedingt filmreif, jedoch tragen sie schön zur Spionage-Atmosphäre bei und nerven in keinster Minute. Rundherum: Must Have, nö, aber CAN Have! Fear Effect Sedna ist ein nettes Agenten-Actionspiel mit einem gelungenen Genremix. Gute Unterhaltung für Daheim und unterwegs.

Wertung

Maren (Xbox One)
Björn (Switch)
Final Thoughts

Fear Effect Sedna ist ein kurzweiliges Spiel im echt geilen Comic-Stil. Die Zwischensequenzen haben mir richtig gut gefallen und werten das Spiel absolut auf. Die Rätsel waren teilweise wirklich schwierig zu lösen, was aber in meinen Augen positiv motiviert hat. Die Kombination aus Kampf-Action und Rätseln macht auf jeden Fall Laune. Auf Dauer empfand ich die Abläufe allerdings als ziemlich eintönig und hätte mir mehr Abwechslung gewünscht. Alles in allem ist Fear Effect Sedna ein nettes Game, das mich allerdings mehr mit den kniffligen Rätseln als mit den Actionszenen unterhalten hat. Für Fans der Reihe hat das Ganze bestimmt einen nostalgischen Wert. Ob dieser Teil allerdings an die PS 1 Vorgänger herankommt, wage ich zu bezweifeln.

Overall Score 3,3 Da wäre mehr drin gewesen
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