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Deluded Mind


Endlich wieder Indie-Horror! Ja, beim Spielen habe ich mich selbstverständlich wieder einmal dafür verflucht, dass ich mich gerne so sadistisch mit diesen Spielen quäle. Aber Deluded Mind musste ich einfach zocken. Und das nicht nur, weil mich der Trailer neugierig gemacht hat. Deluded Mind ist außerdem das erste Spiel der deutschen Entwickler von Pyxton Studios. Ob das Spiel überzeugt? Ich hab’s getestet und mir für euch ein paar Herzinfarkte verpassen lassen.


Die Story

Wir schlüpfen in die Rolle von Agent Dean Catrall, der benommen in einer verlassenen Nervenheilanstalt aufwacht. Alles, was wir wissen: Wir hatten zuvor einen Einsatz und wurden dabei mit einem Halluzinogen außer Gefecht gesetzt. Ein freundlicher Brief teilt uns mit, dass sich unser Partner Robert ebenfalls irgendwo in der Anstalt befindet. Als Beweis bekommen wir Roberts abgeschnittene Finger in Smiley-Formation präsentiert. Und nicht nur das: Der Absender hat auch unsere Tochter Diana umgebracht. In First-Person-Perspektive gilt es nun, unseren Partner zu finden und aus der gottverlassenen Irrenanstalt zu fliehen. Doch leider ist das nicht so einfach. Das Halluzinogen vernebeln unsere Sicht. Unheimliche Dinge gehen vor sich. Aber was ist real und was nicht?


Das Spiel kann Spuren von P.T. enthalten

Ein langer Flur, der hinter einer Tür immer wieder von vorne beginnt. Und ein Radio, das beunruhigende Nachrichten vorspielt. Ja, in Deluded Mind erinnern so manche Stellen stark an Silent Hills P.T.. Aber das ist für mich absolut kein Minuspunkt! Im Gegenteil: P.T. hat sogar eingefleischte Horror-Fans viele Nerven gekostet. Und Deluded Mind nutzt das Spielprinzip wunderbar für die eigenen Zwecke.

Und auch in den anderen Spielabschnitten kommt Deluded Mind mit einem ‘Best Of’ der Horrorelemente daher: eine Irrenanstalt, Kinderspielzeuge und (noch viel schlimmer) Kinderlachen. Mein persönlicher Albtraum: Ein stockdunkler Gang mit unzähligen Türen und meine einzige Lichtquelle ist der ausgelöste Kamerablitz. Na herzlichen Glückwunsch!


Rätselspaß mit der Angst im Nacken

In Deluded Mind gibt es immer wieder Rätsel zu lösen. Und die sind teilweise auch etwas kniffliger. Mit nervenaufreibenden Sounds und der Angst vor irgendeinem Jumpscare hinter jeder Ecke lässt sich allerdings auch ein einfaches Rätsel nur zögerlich lösen. Was mir besonders gefällt: Die Rätsel sind abwechslungsreich. Mal gilt es ganz klassisch einen Zahlencode zu finden und mal muss die richtige Tür in einem Labyrinth gefunden werden. Wenn wir die Rätsel zu langsam lösen oder uns falsch entscheiden, straft das Spiel uns sofort mit fiesen Jumpscares ab.

Das Spiel kommt mit überraschend guter Grafik daher. Sound und Synchronstimmen haben mich ebenfalls überzeugt. Zwei Minuspunkte muss ich allerdings doch noch verteilen: Zum einen ist das Spiel sehr dunkel. Da konnte ich am Gamma-Regler drehen, wie ich wollte. So manchen Schlüssel habe ich dann einige Male übersehen – und das war dann doch sehr frustrierend. Zum anderen ist unser Charakter Dean Catrall nach dem Rennen sehr schnell außer Atem. Dem FBI Agenten hätte man ruhig etwas mehr Ausdauer mit auf den Weg geben können.


Fazit

Deluded Mind bietet einen ganz eigenen Mix aus klassischen Horrorspiel-Elementen, der aber keinesfalls wahllos ist. Die Atmosphäre ist top und dank Grafik und Sound durchweg zum zerreißen angespannt. Vor allem, weil es oftmals keinerlei Hintergrundmusik gibt. Man hört nur die eigenen Schritte und seinen Atem. Und ganz plötzlich ist da doch noch ein anderes Geräusch. Gänsehaut pur!

Die interessante Story und herausfordernden Rätsel runden das Horror-Erlebnis wunderbar ab. Jede neu geöffnete Tür, jeder fehlende Code lässt einen hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird. Je nachdem, wie man die Rätsel löst finden sich außerdem auch hier und da verpasste Inhalte, die zu einem weiteren Durchgang einladen. Für mich gehört Deluded Mind ganz klar zu den besten Indie-Horrorgames, die ich bisher gezockt habe.

Meine Wertung

Final Thoughts

Deluded Mind bietet einen ganz eigenen Mix aus klassischen Horrorspiel-Elementen, der aber keinesfalls wahllos ist. Die Atmosphäre ist top und dank Grafik und Sound durchweg zum zerreißen angespannt. Vor allem, weil es oftmals keinerlei Hintergrundmusik gibt. Man hört nur die eigenen Schritte und seinen Atem. Und ganz plötzlich ist da doch noch ein anderes Geräusch. Gänsehaut pur! Die interessante Story und herausfordernden Rätsel runden das Horror-Erlebnis wunderbar ab. Jede neu geöffnete Tür, jeder fehlende Code lässt einen hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird. Je nachdem, wie man die Rätsel löst finden sich außerdem auch hier und da verpasste Inhalte, die zu einem weiteren Durchgang einladen. Für mich gehört Deluded Mind ganz klar zu den besten Indie-Horrorgames, die ich bisher gezockt habe.

Overall Score 4,7 Indie-Horror-Perle
Readers Rating
3 votes
4

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