Celeste PWRUP Test

Celeste


Ich bin schon sehr lange auf der Suche nach einem Platformer der mich so fordert, wie es einst Spiele wie Super Meat Boy und Co. getan haben. Diese Suche ging über verschiedenste Spiele, welche mich zwar meist überzeugen, aber nicht genug fordern konnten. Genau deswegen wurde ich Anfang des Jahres hellhörig, als Celeste in aller Munde war. Ich sah gifs, kurze Videos von unfassbar schweren Level und all das, was ich schon lange gesucht habe. Also die 20 Euro in die Hand genommen und losgespielt.


Story

Die Story ist wie immer ganz simpel. Wir spielen Madeline, oder wie sie genannt habe, weil ich alle meine Spielstände so nenne, Dummbatz. Madeline hat ein großes Ziel, den legendären und gefährlichen Berg Celeste zu erklimmen und die Spitze zu erreichen, auf dem Weg dahin stellen sich uns skurrile Figuren entgegen, welche sich als gut und auch als böse herausstellen. Das ist die ganze Story. Hey, immerhin mehr als so manch anderes AAA Game heutzutage!

PWRimage06


Technik

PWRimage09Ich schiebe die Technik heute einfach mal vor, da wir wohl etwas länger am Gameplay sitzen werden. Das Spiel ist einfach wunderschön, die sehr sehr simple und dezent farbenfrohe Optik, wird mit Zeichnungen a la A Hat in Time verfeinert, dazu läuft alles ohne Probleme und man kann die Schuld nie auf das Spiel schieben, wenn man mal wieder in eines der vielen Stachelbetten hüpft! Das ist die Technik: Sehr Schick, ein phänomenaler Soundtrack und unfassbar smooth, so muss das sein.


Gameplay

Kommen wir zu dem Punkt, der Celeste auf den Gipfel hebt (hehe). Celeste ist im Kern ein relativ simpler Platformer. Wir können einmal springen (später sogar 2 mal), es gibt einen Wandsprung, wir können klettern und in jedem Kapitel gibt es ein spezielles Gimmick. Um Eines zu verraten, Madeline springt in einem Kapitel in Blasen, welche ihr einen speziellen Schub geben und unsere Sprünge zurücksetzen, das ganze führt später zu so einigen kniffligen, fast schon Rätseln, wie und wo man jetzt hin springen muss. Das Ganze ist im ersten normalen Durchlauf eigentlich recht gut machbar, hier und da ein paar Stacheln und gegen Ende wird es sogar recht schwer- aber alles noch machbar. Jedoch kann man in jedem Kapitel ein Tape finden um die B-Sides freizuschalten, zu diesen B-Seiten kann man sagen „Real Celeste starts here!“.

PWRimage04

PWRimage11Während man am Anfang des normalen Spiels, relativ langsam in das Spiel geführt wird, bekommt man auf der B-Seite einen Arschtritt nach dem Anderen. Mehr Stacheln da, weniger Sprünge hier, Ausdauer beim Klettern einteilen, hier noch mehr Stacheln, ein tödlicher Verfolger hinter einem, hab ich schon die Stacheln erwähnt, es gibt mehr Stacheln! Zu Vergleich, ich bin im gesamten Spiel ungefähr 700 mal gestorben, im 3. Kapitel der B-Seite, bin ich ungefähr 600 mal gestorben.

Trotzdem wird das Spiel nie unfair, es gibt meistens sogar mehrere Wege ein Level zu bewältigen und man hat nie dieses Gefühl, dass etwas unmöglich ist. Nach jedem Level hat man ein Gefühl der Freude. Das spielt motiviert, indem es einen immer und immer wieder tötet… mit Stacheln!

Stellt euch vor ihr kommt in ein Level, seht euch das Ganze an und denkt euch „Wie zur Hölle soll das machbar sein?“, den gleichen Gedanken habt ihr auch noch 50 Tode danach, irgendwann kommt dann aber dieser Punkt wo ihr es immer und immer wieder fast schafft, da ihr jeden Sprung, jede Passage auswendig lernt und sie in Fleisch und Blut übergeht und dann irgendwann schafft ihr diesen Abschnitt, freut euch kurz und geht dann in den nächsten Abschnitt. Klingt erstmal nervig ist aber unfassbar befriedigend.

PWRimage12


Fazit

Celeste ist in seinem Kern ein schwerer aber machbarer Platformer, zieht in seinen Extra Kapiteln aber bis zum Anschlag an und treibt einen in die Verzweiflung, was aber nichts schlimmes ist. Celeste ist dazu noch super hübsch, hat ein Design der Extraklasse und hat einen phänomenalen Soundtrack. Ich kann ganz klar sagen: ich habe einen neuen Lieblingsplatformer.

Celeste ist sein Geld mehr als wert und macht Spaß von vorne bis hinten. Manchmal mag es schwer sein, manchmal mag es dich treten, schlagen, schubsen, oder sogar mental an den Rand des Wahnsinns treiben, aber gerade das macht dieses Spiel und den Spaß aus. Holt es euch, wenn ihr eine Herausforderung sucht.

PWRimage10

Vielen Dank an unseren Gastautor Dave „Schubbi“ Mante für diesen Test!

Meine Wertung

Final Thoughts

Celeste ist in seinem Kern ein schwerer aber machbarer Platformer, zieht in seinen Extra Kapiteln aber bis zum Anschlag an und treibt einen in die Verzweiflung, was aber nichts schlimmes ist. Celeste ist dazu noch super hübsch, hat ein Design der Extraklasse und hat einen phänomenalen Soundtrack. Ich kann ganz klar sagen: ich habe einen neuen Lieblingsplatformer. Celeste ist sein Geld mehr als wert und macht Spaß von vorne bis hinten. Manchmal mag es schwer sein, manchmal mag es dich treten, schlagen, schubsen, oder sogar mental an den Rand des Wahnsinns treiben, aber gerade das macht dieses Spiel und den Spaß aus. Holt es euch, wenn ihr eine Herausforderung sucht.

Overall Score 4.7 Großartig... mit Stacheln!
Readers Rating
0 votes
0

1 Kommentar zu Celeste

Gib Deinen Senf dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.