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BioShock – The Collection



Vorwort

Ich beziehe mich in diesem Artikel ausschließlich auf die Konsolen-Version der Bioshock Collection, finde die PC Version überflüssig und würde den Neukauf der Bioshock Teile dort nicht empfehlen. Wenn man die Spiele bereits auf dem PC besessen hat, bekommt man die neuen Versionen gratis. Das finde ich an sich gut, aber merkt man auf dem PC so viel Unterschied, dass es sich für Bioshock-Neulinge lohnt, diese noch einmal zu kaufen, anstelle den günstigeren Ursprungsversionen? Ich werde dieses Thema im weiteren Verlauf des Artikels noch einmal erwähnen und Vergleiche zu der PS4 und Xbox One ziehen. Nun begeben wir uns aber erst einmal auf eine Reise nach Rapture und Columbia!

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Immer wieder bekommen wir derzeit neue, optisch hübschere Versionen unserer Lieblingsspiele aufgetischt. Einige sind wunderbar umgesetzt worden und andere wirken eher wie eine Geldkuh, die dringend noch einmal gemolken werden muss und lieblos auf den Markt gebracht wird. Als Fan eines Spiels oder einer mehrteiligen Spielereihe freut sich doch beinahe jeder über diese Veröffentlichungen. Auf Bioshock habe ich mich somit besonders gefreut. Endlich geht es wieder in die Unterwasserstadt Rapture und die fliegende Stadt Columbia. Endlich wieder ballern, ein wenig gruseln und die wunderschöne und interessante Welt aus dem Bioshock Universum erkunden. Ich habe die Vorgänger bereits mehrfach gespielt und kann von dieser Reihe immer noch nicht genug bekommen… es ist ganz schlicht und einfach zu sagen, ich LIEBE es. Wenn es möglich wäre, würde ich diese Spielereihe heiraten, jetzt und sofort… aber ich möchte nicht zu viel meiner Fanliebe verkünden und fahre lieber für Bioshock-Neulinge mit einer kurzen Zusammenfassung der Story und des Gameplays von den einzelnen Teilen fort.

BioShock 1


BioShock

Im Jahr 2007 erschien der erste Teil der Reihe. Es war eine komplett neue und aufregende Ego-Shooter Erfahrung, wie es sie so noch nicht gegeben hatte und ich hatte mich schon damals direkt in das Spiel verliebt. Es geht kurz gesagt darum, dass man als Hauptprotagonist Jack in den 60er Jahren nach einem Flugzeugabsturz zufälligerweise an einem Leuchtturm strandet, durch welchen man in der Unterwasserstadt Rapture landet. Jack wird von einem dort ansässigen Bewohner namens Atlas kontaktiert und gebeten seine verlorene Familie zu suchen und zu retten. Nahezu alle Einwohner sind abhängig von der Substanz „Adam“, welche den Menschen (dort Splicer genannt) zwar außergewöhnliche Fähigkeiten verschafft, allerdings auch deren Verstand vernichtet und sie daraufhin durchdrehen lässt. Es gibt viele verschiedene Splicer, die im Spiel bekämpft werden müssen. Während des Spiels trifft man darüber hinaus auch auf mehrere Little Sisters, die jeweils von einem Big Daddy beschützt werden, welche wiederum die stärksten Gegner im Spiel sind. Die Little Sisters sind genetisch manipulierte Mädchen, die das Blut von Leichen aufsaugen und durch das Trinken in Adam umwandeln. Man hat nachdem man den Big Daddy getötet hat die Möglichkeit die Little Sister zu retten oder auszubeuten, wodurch man entweder mehr Adam oder verschiedene Geschenke wie Munition oder Verbandskästen von ihr erhält… je nachdem, wie man sich diesbezüglich verhält, wirkt es sich auf das Ende des Spiels aus, insgesamt gibt es drei verschiedene Enden. Das Spiel ist auf der einen Seite wunderschön, hat eine toll erzählte Story und ist auf der anderen Seite auch schon wieder total abgedreht und verrückt. Aber diese Mischung macht es zu einem sehr besonderen Spiel, welches einen großen Wiederspielwert vorweisen kann. Ich muss zugeben, dass ich früher sogar Angst hatte beim Spielen von Bioshock. Durch die Survival-Horror Elemente im Spiel habe ich mich an mehreren Stellen doch sehr gegruselt und erschrocken und es nie im Dunkeln gespielt… true Story!

BioShock 1


BioShock 2

Drei Jahre später, im Jahr 2010, erschien Bioshock 2. Dieser Teil spielt acht Jahre nach dem Ende von Bioshock 1. Rapture wird nun von Sofia Lamb, welche den menschlichen Egoismus abschaffen möchte geleitet. Wir schlüpfen in die Rolle des ersten Prototypen eines Big Daddys und suchen nach unserer eigenen Little Sister. Der Schauplatz ist immer noch die Unterwasserstadt Rapture, in der verrückt gewordene Splicer hausen, Little Sisters auf der Suche nach Adam sind und wir uns durch viele verschiedene Sektoren Rapture`s kämpfen müssen. Es ist dem Erstling immer noch sehr ähnlich. Man hat ein Arsenal an verschiedenen Waffen und außergewöhnlichen Fähigkeiten, wie dem Verschießen von Feuer oder Stromblitzen und erhält verschiedene Aufträge, die erledigt werden müssen. Nur, dass man dieses Mal ein Big Daddy ist und somit auch in mehreren Passagen nicht nur durch die vom Wasser abgetrennten Bereiche läuft, sondern auch auf dem Meeresgrund selbst, wie man es im ersten Teil aus der Rolle einer anderen Person beobachten konnte. Ich bin immer sehr gern auf dem Meeresgrund herumgelaufen, da es dort einfach unfassbar interessant aussieht und man an einigen Stellen auch nützliche Dinge zwischen ein paar Korallen und anderen glibberigen Meerespflanzen finden kann. Und auch Bioshock 2 bietet je nach Spielweise verschiedene Enden.


BioShock Infinite

2013 erschien schließlich Bioshock Infinite. Dieser Teil spielt in der fliegenden Stadt Columbia und unsere Aufgabe ist es in der Rolle von Booker DeWitt ein Mädchen namens Elizabeth zu befreien, welche einem im Laufe des Spiels wirklich sehr ans Herz wächst (so ging es mir zumindest) und uns während unserer Reise begleitet. Der Teil spielt zwar nicht mehr in Rapture, hat dafür aber mit der Stadt Columbia ein weiteres wunderschönes und detailreiches Szenario bekommen, in dem man sich komplett verlieren kann. Und dies wurde mit einer gut erzählten Story, wie auch schon bei den vorherigen Teilen untermalt. Kurz gesagt geht es hauptsächlich um religiösen Fanatismus, die dadurch entstehenden Auswirkungen und Rassismus. Und diese Thematik wird in Bioshock Infinite perfekt behandelt. Natürlich fühlt es sich nicht mehr an wie die vorherigen Bioshock-Teile, aber es ist dennoch ein wunderschönes und tolles Spiel, welches man definitiv mal gespielt haben sollte (vor allem wegen der Thematik). Und lasst Euch von der schönen Stadt in der Luft nicht täuschen… .

Dass eine Stadt fliegt heißt nicht, dass keine Idioten darin wohnen.

Zitat von Booker DeWitt

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Grafik

Grafisch bemerkt man auf den Konsolen bei der Bioshock Collection einen großen Unterschied zu den Ursprungsversionen. Alle Teile laufen mit 1080p und nahezu immer 60 Frames pro Sekunde. Die Texturen sind weitaus schärfer, das Wasser sieht dem realen Wasser schon viel ähnlicher und die Welt ist noch viel detailreicher, als sie es eh schon war. Das Auge isst bekanntlich mit und Bioshock gehört nun auch wieder zu den durchaus hübschen Spielen.

Und um einmal zu verdeutlichen, wie gut nun beispielsweise der dritte Teil auf den Konsolen (hier auf der PS4) aussieht, habe ich dazu ein Video zum Anfang von Bioshock Infinite aufgenommen, genießt es und lehnt euch zurück:


Bonusinhalte

In der Bioshock Collection sind alle bisher veröffentlichten Einzelspieler-Erweiterungen enthalten und beim ersten Bioshock Teil sogar noch etwas mehr:

BioShock

  • Museum der vergessenen Ideen & Imagining Bioshock
  • Duellräume

BioShock 2

  • Minerva`s Den
  • Die Protektor-Prüfungen

BioShock Infinite

  • Clash in the Clouds
  • Burial at Sea – Episode 1 + 2

Vor allem die Burial at Sea-Erweiterung aus Bioshock Infinite ist ein absolutes Geschenk an alle Bioshock und Rapture Fans und lässt einen noch mehr in diese Unterwasserwelt eintauchen… welch ein Wortwitz!


Das Museum der vergessenen Ideen und Imagining Bioshock

Beim ersten Bioshock Teil der Collection wurde ein Museum mit nicht verwendeten oder stark abgeänderten Entwürfen von beispielsweise verschiedenen Gegnern, Big Daddys und Unterwasserwesen hinzugefügt. Dieses Museum wurde in Form von einem eigenen Level gebaut, man läuft also mit der Spielfigur wie durch ein echtes Museum und kann sich die ausgestellten Dinge inklusive Informationsschildchen anschauen, wirklich sehenswert und liebevoll gestaltet!

Zuzüglich kann man während des Spielverlaufs goldene Filmrollen sammeln. Für jede gefundene Filmrolle erhält man ein Video mit Kommentaren von dem Spieldirektor Kevin Levine und Lead Animator Shawn Robertson zu dem Spiel. Also Augen aufhalten und fleißig die goldenen Filmrollen sammeln, es lohnt sich!

 


Lohnt sich die PC-Version überhaupt?

Und nun zum bereits am Anfang kurz angesprochenen Thema der PC-Version. Auch für den PC erschien nun die Bioshock Collection, beziehungsweise die Remastered Versionen von den ersten beiden Teilen, Bioshock Infinite wurde grafisch nicht bearbeitet, da es auch vorher schon gut genug auf dem PC lief, ist aber dennoch darauf enthalten. Für diejenigen, die Bioshock 1 und 2 bereits besessen haben, gab es nun die bearbeiteten Versionen gratis. Daran ist nichts auszusetzen und dies finde ich auch wirklich gut. Aber sind wir doch mal ehrlich… wenn man sich nun die Bioshock Collection für den PC neu kauft (keine Retail-Version erhältlich), erhält man die Download-Versionen von allen drei Teilen, die doch auch vorher bereits gut ausgesehen haben auf dem PC. Meiner Meinung nach ist der Unterschied von der PS3 auf die PS4 zum Beispiel viel größer als nun der auf dem PC. Derzeit kostet die Konsolenversion der Collection sogar weniger, obwohl man beim PC streng beurteilt weniger geboten bekommt und sie auch nur als Download erhältlich ist. Ich würde dort somit vom Kauf abraten, beziehungsweise auf die Ursprungsversionen zurückgreifen.


Fazit

Wow… endlich wieder Bioshock! Ich habe nun zwar keinen neuen Teil gespielt, aber es fühlt sich fast so an. Die Reise zurück nach Rapture und Columbia bot mir auch nach bereits vorherigem, mehrfachem Durchspielen immer noch die Möglichkeit Neues zu entdecken und mich immer wieder in dieser Welt zu verlieren. Ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich mir beispielsweise minutenlang in aller Ruhe die Umgebung in den Spielen angesehen habe und immer wieder dachte, wie wunderschön es doch aussieht. Auf den Konsolen bekommt man einen bemerkenswerten Unterschied der Grafik geliefert und zusammen mit allen Erweiterungen eine Veröffentlichung, die sich für Fans und vor allem Bioshock-Neulinge lohnt. Das Einzige, was ich wirklich bemängeln kann, ist die Tatsache, dass das unfassbar geniale Museum und die goldenen Filmrollen mit den Filmschnipseln nur beim ersten Teil der Reihe hinzugefügt worden sind, ich hätte mich vor allem bei Bioshock Infinite über so etwas gefreut. Aber dennoch ist die Bioshock Collection sein Geld auf den Konsolen definitiv wert und der Kauf lohnt sich auf jeden Fall. Ich finde diese Collection somit absolut genial und bin wieder Feuer und Flamme für Bioshock, die Big Daddys und Little Sisters und vor allem für Elizabeth. Gerne mehr davon!


Meine Wertung

Grafik
Story
Gameplay
Sound
Umfang
Final Thoughts

Wow… endlich wieder Bioshock! Ich habe nun zwar keinen neuen Teil gespielt, aber es fühlt sich fast so an. Die Reise zurück nach Rapture und Columbia bot mir auch nach bereits vorherigem, mehrfachem Durchspielen immer noch die Möglichkeit Neues zu entdecken und mich immer wieder in dieser Welt zu verlieren. Ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich mir beispielsweise minutenlang in aller Ruhe die Umgebung in den Spielen angesehen habe und immer wieder dachte, wie wunderschön es doch aussieht. Auf den Konsolen bekommt man einen bemerkenswerten Unterschied der Grafik geliefert und zusammen mit allen Erweiterungen eine Veröffentlichung, die sich für Fans und vor allem Bioshock-Neulinge lohnt. Das Einzige, was ich wirklich bemängeln kann, ist die Tatsache, dass das unfassbar geniale Museum und die goldenen Filmrollen mit den Filmschnipseln nur beim ersten Teil der Reihe hinzugefügt worden sind, ich hätte mich vor allem bei Bioshock Infinite über so etwas gefreut. Aber dennoch ist die Bioshock Collection sein Geld auf den Konsolen definitiv wert und der Kauf lohnt sich auf jeden Fall. Ich finde diese Collection somit absolut genial und bin wieder Feuer und Flamme für Bioshock, die Big Daddys und Little Sisters und vor allem für Elizabeth. Gerne mehr davon!

Overall Score 4.6 Big Daddy`s back!
Readers Rating
4 votes
4.4

Kehrt in die Städte Rapture und Columbia zurück

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8 Kommentare zu BioShock – The Collection

  1. Stephan Stephan

    Früher wie heute eine unfassbar gute Reihe. Bin mit dem ersten Teil erneut fast fertig, und es macht noch immer richtig Laune. Was ebenfalls sehr geil ist, ist das der erste Teil ohne Zensuren seinen Weg nach Deutschland gefunden hat. Die PC Version bietet bei ausreichend leistungsstarker Hardware auch noch nen Vorteil. Die beiden GPU Hersteller ermöglichen treiberseitig Downsampling, wodurch man die remastered Versionen von Teil 1 und 2 auch problemlos in UHD mit konstanten 60FPS zocken kann. 🙂

    • Lisa

      Ich bin auch seit Jahren ein riesiger Bioshock Fan.

      Na das klingt doch gar nicht schlecht, dann kann man nun nur noch auf einen neuen Teil hoffen und warten 🙂

  2. Björn

    Ich hab damals Bioschock auf meiner Xbox gespielt, war aber viel zu schlecht dafür. Der Test hat mir Laune drauf gemacht dem Spiel nochmal eine Chance zu geben. Danke ich hole es mir nochmal. LG Björn

  3. Gurki

    Danke nochmal für die Übersicht 🙂 Ich hab endlich mal den 2. Teil angefangen um ihn endlich durch zu zocken und Infinite hab ich im 1999 Modus angefangen. Also Atmosfärisch sind die Spiele immer noch der Hammer. Ich mag ja die Musik ungemein und auchdie Grafik lässt sich heut noch sehen.

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