ARKpwrup Test

ARK: Survival Evolved


Seit 2015 war ARK: Survival Evolved lange unter Early Access und nun erscheint es endlich für unsere Konsolen und für den PC. Ich selbst ging völlig unvoreingenommen an meinen Test, da ich von dem Spiel noch nie was hörte, bis ich diesen grandiosen Stand auf der gamescom gesehen hatte. Dinos? Einsame Insel? Survival? Hört sich schon verdammt gut an- ob es sich auch so spielt, das teile ich Euch gerne mit. Vorab sei gesagt, dass mein Test sich auf die PS4 Konsolenversion beläuft.

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Die Ark-Survival-Erfahrung

Über die Story erfährt man als Spieler anfangs nichts. Man macht sich seinen eigenen Reim drauf: Wir erstellen uns in einem fummeligen Menü einen männlichen oder weiblichen Spielcharakter. Der Bildschirm wird schwarz, und langsam kehrt unsere Sicht wieder: Wir sind auf einer Insel gelandet und wissen weder wer wir sind, wo wir herkommen und was unsere Aufgabe und Ziel ist. Wir tragen ein Implantat im Handgelenk. Was es uns wohl sagen will? Was haben diese Türme zu bedeuten? Und diese Insel ist gar nicht so einsam und paradiesisch, wie man sich es vorstellt. Sehr schnell merken wir, dass es ums blanke Überleben geht. Wir haben Hunger und Durst. Instinktiv versuchen wir uns irgendwoher etwas zu essen zu suchen. Da wir Anfangs weder Kleidung, noch irgendetwas im Inventar besitzen und uns erstmal in jeglicher Hinsicht ausrüsten müssen, fangen wir vorsichtig an: Beeren pflücken, Material sammeln, vielleicht eine Waffe bauen um ein paar Fische zu fangen- aber was ist das? Dinosaurier? Und nicht jeder ist uns freundlich gesinnt. Selbst die Mitspieler begegnen uns aggressiv, da sie natürlich gerne an unsere Sachen wollen.

PWRimage3Wir treffen auf unserer Überlebensreise auf Biester wie den Dilophosaurus, den Brontosaurus und natürlich den Tyrannosaurus Rex. Die Urzeitwesen lassen sich allerdings auch zähmen und reiten. Beim Waffenbasteln ist fast alles möglich. Anfangs fangen wir klein an mit einem Speer, einer Spitzhacke und einer Steinaxt, später auch einen einfachen Bogen, Schießpulver und Pistolen, sowie Gewehre: bis hin zu Sci-Fi-Waffen wie Ionenkanonen, bei ARK: Survival Evolved geht alles, sofern wir gut genug dafür sind. Habt Ihr die Chance auf der Insel zu überleben und eventuell sogar einen eigenen Stamm zu gründen?

Es bieten sich also zwei Möglichkeiten: Entweder schließt Ihr Euch mit anderen bis zu 100 anderen Spielern pro Server zusammen, oder Ihr begebt Euch alleine auf die Reise. PWRimage1Ich habe versucht mich mit anderen zusammen zu tun, leider wollte mir jeder einzelne an den Kragen. Darum versuchte ich eine andere Methode, die mir wirklich Spaß brachte. Man kreiert einen eigenen Server mit seinen eigenen Regeln und passt das Spielgeschehen nach Belieben an. Den eigenen Spielstil zu erschaffen und sich in einer Welt voller Dinos zu bewegen ist sicherlich das Herzstück und auch die große Stärke von ARK: Survival Evolved. Leider lenkt es aber auch vom Standartspiel ab und weicht dem frustierenden Grad nur aus.

Was mir gut gefiel sind die zahlreichen Möglichkeiten des Bauens und auch der Jagd. Zugegeben: Große Dinos konnte ich nur alleine erlegen, weil ich sie in irgendeine Ecke trieb und diese festglitchten, trotzdem war es schon cool, so einen Dino, vor allem die Größeren, von Nahem zu sehen.

Wenn wir doch mal das zeitliche Segnen, verlieren wir fairerweise nur das, was wir am Körper trugen. Unsere Leiche können wir dann von unserem nächsten Startpunkt suchen und unsere Sachen wieder aneignen. Unsere bereits gebauten Häuser, Hütten oder gar Forts bleiben bestehen. Auch das, was wir in Kisten gelagert haben. Zudem behalten wir auch alle erlernten Fähigkeiten. Gute Sache.

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Fazit

Vom Early Access Titel zum Vollpreisspiel ist schon ein großer Schritt, leider meines Erachtens ein zu großer. Das Spiel wurde mit der Unreal 4 Engine unterstützt, leider sehen die Texturen sehr matschig aus und bauen sich an vielen Stellen auch erst zu spät auf. Versteht mich nicht falsch, ich bin niemand, der Grafik über Gameplay stellen würde, aber das Gameplay ist so hakelig, dass ich diese Mankos nicht übersehen kann. Als ich die ersten Dinos mit den Füßen wild um sich herumschleudernd in der Luft an mir vorbeistapfen sah, spielte sich in meinem Kopf schon die Benny Hill Theme ab.

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Schade- denn die Thematik und die Idee von ARK: Survival Evolved ist grandios, aber schlecht umgesetzt. Das Spiel hätte der feuchte Traum eines jeden Dino-Fans werden können: Dinos zähmen, ausrüsten, reiten, zudem eine große spielerische Freiheit- es hätte so schön sein können. Der Multiplayer hat mir aufgrund von schlechten Mitspielern den Spaß geraubt- hier wünschte ich, dass man sich eher zusammentut und gemeinsam etwas aufbaut. Leider hatte keiner meiner PSN-Freunde zu dem Zeitpunkt meines Tests das Spiel besessen, denn ich kann mir vorstellen, dass wenn man sich mit seinen Freunden gemeinsam in das Abenteuer stürzt und an einem Strang zieht, sowie vielleicht einen Stamm gründet und sich gegenseitig hilft und abspricht, ARK: Survival Evolved ein Spiel sein kann, welches richtig rockt. So begnügte ich mich solo lokal auf der Insel, was mir selbst auch Spaß machte- auch wenn ich Punktabstriche im Gameplay und vor allem in der Grafik geben muss. Der Soundtrack des Spiels hingegen ist sagenhaft und die klassischen Titel begleiten einen stimmungsabhängig und zeitlich passend gut durch das Spiel.

Kurzum: ARK: Survival Evolved ist kein Spiel für die Konsole. Ich bin mir sicher, dass das Spiel mehr Punkte auf dem PC einfährt, da man dort noch ordentlich an der Grafik schrauben kann, das Gameplay mit Maus und Tastatur zugänglicher ist und dass auch die Mods einiges zu bieten haben. Aufgrund von zu vielen nervigen Bugs, Grafikfehlern und teils chaotischer Steuerung auf der Konsole nicht empfehlenswert.


Meine Wertung

Final Thoughts

ARK: Survival Evolved ist kein Spiel für die Konsole. Ich bin mir sicher, dass das Spiel mehr Punkte auf dem PC einfährt, da man dort noch ordentlich an der Grafik schrauben kann, das Gameplay mit Maus und Tastatur zugänglicher ist und dass auch die Mods einiges zu bieten haben. Aufgrund von zu vielen nervigen Bugs, Grafikfehlern und teils chaotischer Steuerung auf der Konsole nicht empfehlenswert.

Overall Score 3 ARKwönisch
Readers Rating
1 votes
2.5

1 Kommentar zu ARK: Survival Evolved

  1. Bueckstabu

    Das Spiel bietet Content für bestimmt 1500-3000 Stunden.. man kann Wochenlang das Spiel verschlingen und permanent neues Entdecken.. vom Strohhäuschen bis zum Iron Man anzug und Teleporter in der mit Automatischen Miniguns geschützten Superbase in den Bergen.. NUR: Es gibt trotz „Fullrelease“ (Und damit gibt es keine Ausrede mehr wie „Das Spiel ist noch nicht fertig.. nein es ist „Fertig“) so dermaßen viele Bugs in dem Spiel die einem das Spiel ganz schnell vermiesen können.. oder ist es in Ordnung das man auf einem Server wo gerade 30 Leute in ihrer Base arbeiten und Craften einfach mal von „Unten“ durch den Boden getötet werden und keiner weiß warum? Auf der PS4 720p und niedrigere Settings als auf dem PC überhaupt möglich in stark schwankenden offenen FPS (die zwischen 30-60 hin und her hüpfen) oder gelockte 30fps die gerne mal unter 20 sinken oder sogar auf 0). Wenn das mal ein Fertiges Spiel ist..Ich kann es aktuell noch niemandem empfehlen.. da es unspielbar ist.

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