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Bloody Roar: Primal Fury


Sonntag, 14. Juni 2015:

Liebes Zockertagebuch,

Heute habe ich mir mal vorgenommen Bloody Roar: Primal Fury für den Nintendo Gamecube zu spielen. Dieses Spiel habe ich durch ein Gespräch eines Arbeitskollegen kennen gelernt. Er redete minutenlang davon, wie gut und unterbewertet dieses Spiel sei und das ich es doch einfach mal ausprobieren solle. Gesagt, getan. Ich habe vorher noch nichts davon gehört und habe keinen anderen Teil der Reihe gespielt. Trotzdem war ich ziemlich gespannt…

Das Erste was einen erwartet ist ein schönes Anime-Intro. Nachdem ich das Intro zu Ende geschaut habe, wählte ich direkt den Trainingsmodus an, damit ich in aller Ruhe die Grundbasis lernen konnte. Hier ist mir auch schon das schöne Design der Figuren ins Auge gestochen. Sehr nett und irgendwie typisch japanisch gestaltet. Mir gefällt sowas. Die Steuerung ging wirklich gut von der Hand. Blocken, Würfe, Tritte, Schläge, seitliche Schritte,… alles gar kein Problem und wunderbar auf dem Gamecube Controller ausführbar. Sogar ein paar Combos und Special Moves habe ich nach kurzer Zeit gut hinbekommen!

Nach ein paar Minuten Training stürze ich mich in den Arcade Modus und nahm einfach mal die Figur Alice. Wie sich kurzer Zeit herausstellen sollte eine gute Wahl. Alice lässt sich einwandfrei steuern und kann sich sogar in einen Hasen verwandeln. Witzig.

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Das Stagedesign geht voll in Ordnung, nichts spektakuläres, aber auch nichts was einfach so dahingeklatscht wurde. Vor allem die Stages „Asian Gate“ und „Chines Temple“ gefallen mir ganz gut: Generell bin ich ein Liebhaber von Asiatischen Baukünsten, weil diese (wie ich finde) einfach einen ganz besonderen Flair haben. Hat mir schon immer gefallen.

Der Soundtrack erinnerte mich stellenweise an Rivals School 2 für die Sega Dreamcast. Nette Rockmusik, allerdings war kein Musikstück dabei, was mir lange in Erinnerung blieb, außer das bei den Credits.

Die Idee mit den Beast-Formen, also das man sich in ein Tier verwandeln und Beats-Angriffe ausführen kann, hat mir sehr zugesagt. Gut gedacht, gut gemacht. Damit kann man noch das eine oder andere Ass im Ärmel ausspielen. Was das Aussehen der verschiedenen Beast-Formen angeht: Von irgendwie gruselig bis puuuuutzig-süß ist so ziemlich alles vertreten. Es gibt da noch eine Art Hyper-Beast-Form, wo man Innerhalb eines Zeitlimits einen sogenannten Beast-Drive-Move ausführen kann. Macht zwar viel Schaden, aber wenn man diese erst einmal ausgelöst hat, verwandelt man sich direkt in seine menschliche Form zurück.

Bei meinem ersten Arcade-Durchgang wurde ich in Stage 7 von Ganesha platt gemacht. Er war unglaublich stark, vor allem in seiner Elefantenform hatte ich so gut wie keine Chance. Zumindest war es so beim ersten Durchlauf. Beim 2ten Mal habe ich eine ganz einfache Taktik herausgefunden. Low Kicks anwenden und mit Deckung und seitlichen Schritten arbeiten- Jinpanchi aus Tekken 5 lässt grüßen.

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In der achten und letzten Stage habe ich erfahren, dass man Gegner auch durch Ring Out besiegen kann, wie in Soul Calibur und Virtua Fighter. Hat man den letzten Gegner dann besiegt, folgt ein Anime-Ending. Zwar nur im Textform und ohne Sprachausgabe, aber trotzdem nett anzusehen. Sehr schön, somit habe ich meinen ersten neuen Charakter und eine neue Stage freigeschaltet.

Danach habe ich im Trainingsmodus nochmal die Kämpferinnen Jenny the Bat und Uriko angespielt. Uriko fand ich irgendwie doof und uninteressant. Bescheuert fand ich auch ihre sogenannte Half-Beat-form- soll wohl eher Fanservice sein, also nicht wirklich der Rede wert.

Jenny the Bat fand ich da schon einiges interessanter. Ist sie in ihrer Fledermausform in der Lage Blut bzw. Lebensenergie aus den Gegnern zu saugen. Sehr praktisch, wenn mal die Lebensenergie knapp wird. Zudem hat sie sehr gute Kick-Combos drauf.

Mit Jenny habe ich auch noch den Survival Modus gespielt. Bei Level 9 war leider Feierabend. Aber immerhin bin ich auf Platz 1 auf den Highscores gelandet. Die anderen selbsterklärenden Modi, VS und Time Attack, habe aus Mangel an Interesse und Mitspieler nicht angespielt.

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Dann habe ich mich noch mit den Charakteren Gado The Lion und Cronos beschäftigt. Gado, der wie sein Name schon verrät, sich in einen Löwen verwandeln kann, erinnerte mich ganz stark an Wolverine. Er hat ebenfalls ein paar starke Combos zu bieten und macht zudem ordentlich Schaden.

Cronos hat ein paar wirklich gute Specialmoves drauf, aber ich mag ihn nicht besonders, da er wie ein arrogantes Arschloch rüber kommt. Seine Beatform ist übrigens ein Pinguin…! Als ich diese Form zum ersten Mal gesehen hab, hab ich Tränen gelacht. Dafür ist die Phoenixform, wenn man seine Hyperbeastform aktiviert sau cool.

Finde es übrigens nett, dass man nicht dazu gezwungen wird die ganze Zeit den Stick des Corntrollers zu benutzen, sondern dass man auch das Steuerkreuz benutzen kann. Für Street Fighter II Sympathisanten sehr praktisch.

Ich muss sagen der erste Eindruck zu Bloody Roar: Primal Fury fiel sehr positiv aus. Bis jetzt gefiel mir das Spiel ganz gut. Sowohl die Charaktere als auch die Steuerung und das einfach gehaltene Kampfsystem haben mich überzeugt. Werde ich auf jeden Fall weiter spielen…

 

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Samstag, 20. Juni 2015:

Liebes Zockertabeguch,

Nach einer kleinen Day of Reckoning-Pause habe ich mal wieder Zeit gefunden Bloody Roar weiter zu spielen. Trotz längerer Pause habe ich mich wieder wunderbar ins Spiel hineingefunden. Dank unkomplizierter und einsteigerfreundlichen Steuerung.

Ich habe mal wieder den Arcade Modus unsicher gemacht und somit einige neue Figuren, Spielmodi und Cheats freigeschaltet. Ja, man kann in Bloody Roar Cheats freischalten. Beim Kid Modus zum Beispiel sehen alle Kämpfer aus wie Kinder. Das ist zwar ganz witzig, hat mich beim Spielen jedoch etwas irritiert. Deshalb habe ich diesen Modus wieder schnell ausgeschaltet.

Auch ganz nett fand ich den „No Walls“-Cheat, wo man ohne Abgrenzung spielt und somit die Möglichkeit hat seine Gegner schneller aus dem Ring zu stoßen. Ist vor allem sehr vorteilhaft, wenn man den Arcade-Modus schnell durchspielen möchte. Bisschen schlagen, verwandeln, wenn der Gegner in der Nähe ist- gewonnen!

Bis jetzt bin ich mit so ziemlich jeder Figur gut klargekommen. Außer mit Ganesha. Er ist zwar sehr stark, aber dafür ziemlich langsam und träge. Also eher was für fortgeschrittene Spieler.

Zum Abschluss wollte ich es nochmal genauer wissen und mich nochmal am Survival Modus heranwagen. Und natürlich habe ich meine Lieblingsfigur Jenny gewählt. Beim ersten Versuch habe ich 10 Runden geschafft, beim zweiten Anlauf 15 und beim dritten waren es 13 Runden. Ärgerlich, denn ich habe im Internet nachgelesen, dass, wenn man die 16te Runde schafft, den Charakter Uranus freischaltet. Uranus ist (joa, wie beschreibe ich Sie am besten!?) eine Psychotussi, die sich in einen Büffel verwandeln kann. Ach ja, und faustdick hinter den Ohren hat sie es auch noch. Ernsthaft, sie hat mich im Survival Modus ganz schön alt aussehen lassen.

Egal, Morgen ist auch noch ein Tag, jetzt mach ich erst einmal Schluss für Heute.

 

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Samstag, 21. Juni 2015:

Liebes Zockertagebuch,

ICH HABS GESCHAFFT! JUHU! Ich habe Uranus besiegt und somit freigeschaltet. Und eine neue Stage gab es auch noch obendrein! Somit habe ich jetzt alle Kämpfer freigeschaltet!

Übrigens muss ich mich korrigieren: Der Soundtrack ist besser als ich ihn beim ersten Mal in Erinnerung hatte. Er ist sogar richtig gut. Vor allem die Musikstücke der Aircraft Carrier Stage und Aquarium Stage haben es mir angetan. Ich möchte jetzt nicht übertreiben, aber wenn diese beiden Musikstücke ertönen, spürt man so richtig die ganze Action vom Spiel!

Da ich nun alle Kämpfer freigeschaltet habe, bin ich erst einmal gesättigt vom Spiel. Gefällt es mir immer noch so wie am Anfang? Ja. Werde ich es irgendwann in der Zukunft nochmal spielen? Auf jeden Fall. Es ist zwar jetzt kein Dauerbrenner für mich geworden, aber es ist rundherum ein sehr gelungenes Spiel. Sechs schön gemachte Modi, schön designte und sympathische Charaktere und toller Soundtrack. Zudem ist die Steuerung wirklich super. Was mir aber auch gut gefällt: Sowohl Anhänger des Button-Mashing als auch Taktiker kommen bei diesen Spiel voll auf ihre Kosten. Jeder hat somit eine faire Chance. Das Spiel selbst läuft durchweg flüssig, Grafik und Spezialeffekte überzeugen auf’s Ganze! Insgesamt bin ich mit diesem Spiel mehr als zufrieden und werde es mit hundertprozentiger Sicherheit irgendwann nochmal rausholen und zocken, bis der Controller glüht…!