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World of Warcraft: Warlords of Draenor


Ja, es ist endlich offiziell: Die Brennende Legion kehrt zurück! Nicht viele wünschen sich seinen mächtigsten Feind zurück, doch WoW-Spieler sind manchmal einfach anders. Wir erklären euch, wieso sich die Features der kommenden und letzten WoW-Erweiterung wie ein Wunschzettel der Spieler lesen. Fest steht: Blizzard will sein Prestigeprodukt fit für die Zukunft machen.

Nie zuvor wurde so sehr herumgerätselt, was die nächste Erweiterung bringen könnte, noch nie waren die Spekulationen so detailgenau – und zutreffend. Immer wieder hörte man ein Raunen, dass die Dämonen der brennenden Legion zurückkehren würden. Für viele Spieler gilt die erste Erweiterung, The Burning Crusade, nach wie vor als die beste Ära im Spiel. Nun bedient sich der besiegte Garrosh Höllschrei tatsächlich einer Zeitreise, die ihn auf den Planeten Draenor vor seiner Zerstörung verschlägt. In der Heimat der Orcs will er die dortigen Stämme für die Invasion Azeroths zur Eisernen Horde vereinen. Doch „unsere“ Horde und die Allianz sind ihm auf den Fersen…

Was uns gezeigt wird, fängt nach dem butterweichen Plüschbärenland aus Mists of Pandaria den alten, abwechslungsreichen Fantasycharme gut wieder ein. Blizzard hat offenbar aus MoP gelernt. Der Aufbau der Spielinhalte gestaltet sich weniger linear, viele sind daher wieder optional, kaum tägliche Quests: Weniger muss, mehr kann. Die zahllosen Spaßitems und Erbstücke werden ähnlich Reit- und Haustieren platzsparend accountweit gesammelt. Berufsmaterialien müssen für ihre Verwendung nicht mehr mitgeschleppt werden, Taschen räumen sich auf Wunsch selbst auf – hätte ich das nur für meine Wohnung! Außerdem sollen die Rufe der Spieler nach dem „Bau“ eines Heims in der Rollenspielwelt erhört werden: Nach der Farm in MoP bekommen wir eine ganze Garnison. Dort können Helfer freigespielt werden, die sogar tatkräftig zupacken und einige Berufsfähigkeiten mitbringen.

Selbstverständlich wird die Grafik weiter aufgemöbelt, überarbeitete klassische Spielermodelle nehmen endlich Gestalt an. Sie wirken etwas weniger comicmäßig und deutlich lebendiger. Doch vor allem Rollenspieler beklagen, dass damit die Charakteristik ihrer Avatare verändert wird und fordern daher ein einmaliges, kostenloses Restyling für die umgekrempelten Gesichter, die nicht mehr den gewählten entsprechen. Auch dass man in WoD einen Charakter wählen kann, der instant auf Level 90 gebracht wird, damit der neue Maximallevel von 100 schnell erreicht werden kann, tröstet sie nicht darüber hinweg.

Auch an den Raids wird mächtig geschraubt. Der Raidfinder-Modus – bei dem man das Gefühl hat, eher gegen die Laune zufälliger Mitspieler zu kämpfen, anstatt gegen Bossgegner – wird aus dem Mittelpunkt gerückt. Der flexible Raid wird der neue Normalmodus, die Schwierigkeitsgrade rücken einen Platz auf, aus dem bisherigen heroischen Modus wird der neue mythische Modus. Die Raids sollen ebenfalls weniger linear werden. Unbrauchbare Items gehören der Vergangenheit an: Nebensächliche Werte auf der Rüstung sowie unterschiedliche Items für verschiedene Klassenspezialisierungen verschwinden komplett; wechselt man die Spezialisierung, wechselt die Ausrüstung mit.

Wir sind jedenfalls sehr gespannt, was die neue Erweiterung bringt. Blizzard zeigt uns, dass die Entwickler viel gelernt haben, denn ein Großteil der Features entspringt den Wünschen der Community. Wir sehen daher viel Potenzial in der eingeschlagenen Entwicklungsrichtung. Aber genau wissen wir es natürlich erst, sobald spielbares Material vorliegt – und bis dahin solltet Ihr euch die Featurevorschau auf der Warcraft-Website nicht entgehen lassen.

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