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Heroes of the Storm


Auf der diesjährigen BlizzCon servierte der Veranstalter Blizzard Entertainment einen Happen, der die Fans aller Blizzard-Franchises gleichermaßen interessieren könnte – oder kalt lassen. Denn das hängt davon ab, ob Ihr euch für a) Crossovers und b) MOBAs erwärmen könnt. Aber ja! Ähm nein, Moment… was ist ein MOBA überhaupt? Fangen wir lieber langsam an.

Vor ziemlich langer Zeit wurde für das längst als Strategieklassiker geltende Warcraft III mittels des Editors – der eigentlich nur als Gimmick dem Spiel beilag – eine Fan-Modification geschaffen, die es in sich hatte. Sie vereinte das Spielprinzip von Strategie-, Arena- und Rollenspiel und trug den Namen Defense of the Ancients. Sie mauserte sich schnell zum wichtigen Bestandteil der E-Sport-Welt und begründete sogar mit der „Multiplayer Online Battle Arena“, eben diesem MOBA, ein neues Genre, zu dem später auch Erfolgstitel wie League auf Legends gehören sollten.

Was wäre also naheliegender für Blizzard, wenn schon ihr eigenes Produkt als Grundlage für den Erfolg von DoTA herhalten musste, als sich selbst ein Stück vom Kuchen abzuschneiden? Schon seit 2010 krümelte es Details: Eine Map für StarCraft II, Namensstreitigkeiten und Pläne für ein eigenes Spiel. Diesen Herbst wird das Kuchenstück endlich hochoffiziell als Heroes of the Storm präsentiert. Schon während der BlizzCon-Eröffnungszeremonie bekommen hungrige Fans gezeigt, wie sich der Lichkönig, Jim Raynor und Diablo in einer Was-wäre-wenn-Schlacht nach ihren sowieso schon so relativen Leben trachten!

Anschließend präsentiert und das Entwicklerteam eine spielbare Alpha-Version, die vom Look wieder stark an Warcraft III erinnert. Doch Überraschung: Inhaltlich wird mit sehr unterschiedlichen und mehrstufigen Spielaufgaben für Abwechslung gesorgt. Teamplay ist bei den 20 Minuten dauernden Partien das A und O, die eigene Ausrüstung besitzt weniger Gewicht und verschafft damit keine leichtfertigen Vorteile. Die abschließende Wertung bezieht sich ebenso auf das Team.

Als Spielfiguren dienen rund Zweidutzend Helden und Bösewichte aus den bekannten Blizzard-Universen, die nicht nur unterschiedliche Klassenrollen und Fähigkeiten besitzen, sondern sich auch äußerlich mit Skins an die eigene Laune anpassen lassen – der untote Arthas darf damit endlich in seinen bumsfidelen Menschenkörper zurückkehren, während sein alter Meister Uther bei den Spacemarines anheuert. StarCraft-Projektleiter Dustin Browder erklärt, dass die Fanszene selbst als Inspirationsquelle für dieses Spiel dient.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob das was wird, hat nichts zu verlieren: Heroes of the Storm wird kostenlos spielbar sein. Dennoch soll auch das in Diablo III erprobte System für Mikrozahlungen zum Einsatz kommen; wir vermuten allerdings stark, dass man es auch ohne Bares zu etwas bringen kann. Wer sich dagegen schon seeehr sicher ist, der kann sich absofort auf Blizzards Website für das Beta-Programm anmelden – und damit wünschen wir jetzt erst mal viel Glück!


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