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Road to Platin: GTA San Andreas


Die Grand Theft Auto-Reihe begeistert mich bereits seit einigen Jahren und versüßte mir die Freizeit, die ich noch hatte, als ich zur Schule ging und mich natürlich vorbildlich nach den Hausaufgaben mit meiner PlayStation 2 beschäftigte. Seit GTA 3 (ich werde wohl besser bei der Kurzform bleiben) habe ich beinahe jeden Ableger unzählige Stunden gespielt und sogar mehrfach von vorne begonnen und komplett beendet. Ich entdecke in den Spielen immer wieder Neues und kann gar nicht genug von ihnen bekommen. Als dann Ende 2015 GTA: San Andreas im PlayStation-Store für die PS4 erhältlich war, musste ich sofort zuschlagen. Wie oft habe ich das Spiel bisher durchgespielt, 3-4 Mal? Ich weiß es nicht genau, aber seit dem Release auf der PS2 im Jahr 2004, habe ich es immer wieder eingelegt.

Also habe ich mich mit CJ, dem coolen Gangster aus der Grove Street, wieder einmal in das Geschehen gestürzt und meine erste Mission auf diesem schon damals blöden Fahrrad begonnen. Ich weiß noch genau, wie ich beim erstmaligen Spielen reagierte. Endlich wieder ein neues GTA, der Vorspann beginnt, ich sitze sprachlos vor meinem Röhrenfernseher und darf im Anschluss die erste Aufgabe des Spiels mit einem Fahrrad bestreiten. Ohne Skills, ohne trainierten Körper (das war hier erstmalig möglich) und mit einer sagenhaft langsamen Geschwindigkeit. Aber mit fortlaufender Spielzeit wurde es natürlich wieder besser und hier und da bekam ich immer wieder Meldungen über neu erspielte Trophäen im Spiel und merkte schon bald, dass es wahrscheinlich gar nicht so unmöglich ist, sie alle zu erhalten. Kennt ihr das, wenn ihr ein Spiel abgöttisch liebt, die Trophäen erspielbar sind und es nun Eure Aufgabe sein wird, das Ding auf 100% und im besten Fall Platin zu rocken?

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So etwas gab es übrigens schon vor Saints Row bei GTA: San Andreas.

Ich musste nicht lange überlegen und mir war klar, dass ich mein heiß geliebtes GTA: San Andreas unbedingt so lange spielen muss, bis ich die letzte Trophäe erhalte. Ich bin kein Trophy Hunter und war auch mit meinem 1% Trophäen-Fortschritt nach dem Durchspielen von The Last of Us zufrieden, aber bei einem meiner absoluten Lieblingsspiele… nein… da muss ich die Platin einfach haben. Komme was wolle.

Mission für Mission spielte ich mich also durch das Spiel, wertete CJ auf, hörte die altbekannten Radiosender mit Billy Idol, Public Enemy oder auch Danzig, sammelte Geld und machte hier und da auch unheimlich viel Unsinn. Also eigentlich war alles wie früher. Es gab nur einen kleinen Unterschied: als ich jünger war, spielte ich GTA: San Andreas ab einem gewissen Punkt im Spiel nur noch mit dem Cheat für unendliche Lebensenergie und Rüstung. Hier und da cheatete ich mir auch ein paar Waffen oder Munition, denn ohne habe ich es damals einfach nicht geschafft, das Spiel zu beenden und mir einen Namen als großer Gangster in San Andreas zu machen. Ich musste nun also lernen, ohne sie zurecht zu kommen. Einen Cheat einzugeben bedeutet nämlich, dass die Trophäen gesperrt sind und die harte Arbeit somit umsonst wäre. Ich habe mich trotzdem durchgebissen und bin an einigen Stellen absolut verzweifelt und war kurz davor den Plan, alle Trophäen zu erspielen, an den Nagel zu hängen. Ich musste mich wieder an die oldschoolige Steuerung gewöhnen und meinen Spielstil etwas umstellen. Hineinrennen und losballern funktioniert hier nicht, sondern Taktik und ein wenig Schleichen sind hier die Lösung. Ich bin zwar ein riesengroßer Metal Gear Solid Fan und hatte auch mit Splinter Cell meinen Spaß, aber dennoch liegt mir das Schleichen in Videospielen nicht sonderlich gut.

Ich weiß nicht mehr welche Mission es gewesen ist, aber irgendwann hing ich einfach nur noch fest. Ich kam nicht mehr weiter und war deprimiert. Also pausierte ich das Durchspielen von GTA: San Andreas für etwa ein Jahr. Kaum vorstellbar für mich, aber mein ständiges Scheitern an ein und der selben Mission hat mich wirklich fertig gemacht. Nach der längeren Wartezeit klappte es aber irgendwann und ich setzte meinen Weg zu der so sehr gewollten Platin-Trophäe fort. Von nun an ging es einfacher und immer wieder ertönte das Geräusch für einen neu erspielten Erfolg.

Kurz vor dem Ende der Story (End of the Line) arbeitete ich die drei Autolisten ab, schloss sämtliche Levels der Bürgerwehr-, Krankenwagen- und Feuerwehr-Missionen ab und wurde der erste Platz beim Beat the Cock-Triathlon. Ich kann Euch nur den Tipp geben vor der letzten Mission auf jeden20668005_1611115408939626_2047426256_n Fall die Feuerwehr-Level komplett abzuschließen, da Ihr anschließend resistent gegenüber Feuer seid und Euch diese Fähigkeit das Durchspielen von GTA: San Andreas um einiges vereinfacht. Ohne diese wäre ich auf jeden Fall kläglich gescheitert. Aber ich kann nun mit einem immer noch fetten Grinsen im Gesicht behaupten, dass ich mein Lieblingsspiel bis zur Platintrophäe gebracht habe. Ich brauchte dank meiner Pause zwar ca. 1,5 Jahre, aber bin trotzdem glücklich die Herrscherin der Grove Street zu sein.

Jetzt fehlen nur noch die Ingame 100 % inkl. Muscheln und Hufeisen sammeln. Wir hören uns dann wieder in einem Jahr! Obwohl mein nächstes Ziel eigentlich die nahezu unmöglichen Platintrophäen bei GTA 3 und GTA: Vice City sind. Der Urlaub über Weihnachten kann also kommen. Challenge accepted.


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Am Coolsten ist natürlich die Retrovariante in der PlayStation 2 und Xbox Classic Version! 🙂


1 Kommentar zu Road to Platin: GTA San Andreas

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