Th Test

Speedlink Trailblazer – Racing Wheel


Sind wir doch mal ehrlich, wir virtuellen Profi-Rennfahrer wollen unsere Hochleistungswagen und Oldtimer doch nicht immer ausschließlich per Controller oder Tastatur steuern, sondern auch mal zu einem Racing Wheel greifen, damit es sich echter anfühlt, oder? Genau um dieses Gefühl zu bekommen, habe ich mir nun einmal das preiswerte Speedlink Trailblazer (SL-250500-BK) für den PC, die PS3, PS4 und Xbox One genauer angesehen und ausgiebig getestet.


Ersteindruck

 

Beim Auspacken des Trailblazer Racing Wheels stellte ich leider fest, dass es sich hierbei nicht um die beste Qualität handeln wird. Die Pedaleinheit besteht aus sehr leichtem Plastik und könnte bei langem und vor allem häufigen Benutzen durch unsere Füße schnell leiden. Auf die Kupplung müssen wir allerdings verzichten, da es nur ein Gas- und Bremspedal gibt, was bei Racing Wheels dieser Preisklasse allerdings keine Seltenheit ist. Das Lenkrad selbst ist mit fast allem ausgestattet, was wir benötigen. Schaltwippen, sogar ein Schaltknauf und die üblichen Bedientasten. Vorne befindet sich noch ein USB-Anschluss für Euren Standard-Controller, den ihr zum Nutzen des Trailblazers auf jeden Fall anschließen müsst, da es ansonsten nicht als Steuerungsgerät erkannt werden kann. Die Buttons sind alle auf die Xbox-Controller-Benennung ausgelegt, da das Racing Wheel auf die Xbox One spezialisiert wurde. Durch die Gummierung am Lenkrad, wirkt dies auf den ersten Blick hochwertiger, als die Pedaleinheit, sobald man allerdings lenkt, kann man dies durch ein leichtes Schleifen hören, was mir bei anderen Racing Wheels bisher nur sehr selten aufgefallen ist. Die Verarbeitung im Inneren wird also leider nicht die Beste sein. Das Lenkrad und die Pedaleinheit sind beide mit schwarzen Saugnäpfen versehen, damit es beim Spielen nicht rutscht. Optisch gefällt es mir wiederum sehr gut, ich mag den schwarz-roten Look!


Ab auf die Piste!

Der Ersteindruck täuscht häufig oder es stellt sich alles als gar nicht so schlimm heraus. Somit habe ich das Trailblazer direkt an die PS4 angeschlossen, um es erst einmal an meiner Hauptkonsole zu testen. Ihr kennt das – wir sind doch alle Gewohnheitsgamer. Also, das 1,6 Meter Kabel von der Pedaleinheit an das Lenkrad angeschlossen und das Lenkrad wiederum per 2 Meter Anschlusskabel an die PS4 gesteckt. Das Kabel des Trailblazers hätte ruhig noch einen halben Meter länger sein dürfen, da der Abstand zu meiner Couch und der PS4 zu weit war. Auf Dauer werde ich mir da wohl eine Verlängerung zulegen müssen, um bequem „Auto“ fahren zu können.

Anschließend schnell noch das Spiel eingelegt, Project CARS, und ab ins Menü. Da das Lenkrad nicht erkannt wurde, habe ich die Konsole wieder aus- und angeschaltet, nochmal die Anschlüsse überprüft und anschließend ausnahmsweise die Anleitung aus dem Karton geholt, was ich schon unheimlich lange nicht mehr getan hatte und musste feststellen, dass bei dem Trailblazer an den vorderen USB-Anschluss der eigentliche Controller angeschlossen werden muss. Somit wird das Racing Wheel nicht als Lenkrad, sondern als Controller erkannt und hat nicht nur für Anschlussprobleme, sondern auch Konfigurationsprobleme gesorgt. Über das Menü des Spiels konnte ich das Lenkrad nicht so bequem einstellen, wie von anderen gewohnt. Dies geschieht nun über eine kleine Tastenkombi am Lenkrad selbst und über viel Geduld. Bequem ist leider was anderes. Auch das Anschließen des Controllers habe ich bisher soweit ich weiß noch bei keinem anderen Lenkrad, das ich besessen habe, gehabt.

 

Anschließend konnte ich aber endlich losfahren und habe meine ersten Runden mit dem Trailblazer gefahren. Und da muss ich sagen, dass ich über das Fahrgefühl mit dem Gerät etwas überrascht bin. Die Vibration im Lenkrad fühlt sich realitätsnah und passend zum Spiel an, die Lenkung und das Schalten hat ohne Ausnahme problemlos funktioniert und weder die Pedale noch das Lenkrad sind beim Spielen weggerutscht. Die Saugnäpfe haben tatsächlich gehalten, fragt sich nur wie lange sie auf Dauer in diesem Zustand bleiben. Ich denke wir alle kennen zum Beispiel das Problem mit den Halterungen vom Handy oder Navi im Auto. Ätzend!

 

Da das Trailblazer auf der PS4 nach den Anlaufschwierigkeiten super funktionierte, habe ich es direkt noch an der PS3, der Xbox One und auch dem PC getestet und konnte auf allen Plattformen einwandfrei meine Rennen fahren. Aber denkt daran, bei allen Geräten den Controller mit anzuschließen.

Pedal


Produktinfos

  • Gaming-Lenkrad für Xbox One®, PlayStation® 3, 4 und PC
  • Minimale Schaltzeiten durch professionellen Schaltknüppel und blitzschnell erreichbare Schaltwippen
  • Fein dosierbare Pedale für Gas und Bremse
  • Starke Vibrationseffekte für ein hochrealistisches Spielgefühl
  • Hochpräzises digitales Steuerkreuz
  • 12 Tasten
  • Bedienelemente teilweise umprogrammierbar
  • Großer Lenkbereich von 180°
  • Empfindlichkeit einstellbar
  • Gummierter Lenkkranz für beste Griffigkeit
  • 2 Status-LEDs zum Anzeigen des Input-Modus
  • 7 Saugnäpfe für extrem festen Halt
  • Pedaleinheit mit Gummifüßen
  • Kabellängen: 2m (USB), 1,6m (Pedale)
  • Lenkkranz-Maße: 264 × 252mm (B × H)
  • Maße: Lenkrad: ca. 270 × 330 × 275mm (B × T × H)
  • Pedaleinheit: ca. 220 × 232 × 120mm (B × T × H)
  • Gewicht: ca. 1,45kg (Lenkrad), 0,46kg (Pedaleinheit)


Fazit

Ich gebe zu, dass mir die Verarbeitung des Trailblazers nicht gut gefällt und bei einem derzeitigen Preis von 90€, auch wenn es für Racing Wheels noch günstig ist, eine bessere Qualität angemessen gewesen wäre. Dafür gefällt es mir wiederum optisch sehr gut, wenn man die Pedaleinheit ausblendet und auch beim Spielen hatte ich letztendlich überhaupt gar keine Probleme und konnte wie gewohnt meine Rennen fahren. Nervig waren leider die Anschlussprobleme, das relativ kurze Kabel, wenn man das Lenkrad an einer Konsole im Wohnzimmer nutzt und nicht am PC und die sehr unbequeme Umprogrammierung und Anpassung des Lenkrads. Ich kann Euch das Trailblazer von Speedlink empfehlen, wenn Ihr ab und an mal ein paar Rennen damit fahren wollt. Für dauerhaftes und häufiges Spielen, würde ich allerdings zu einem Produkt in einer höheren Preisklasse greifen.

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3 Kommentare zu Speedlink Trailblazer – Racing Wheel

  1. Zimmy

    Superguter Test. Selbst ich, als Laie, konnte mir genau vorstellen was du meinst. Ist das richtig: Ich muss immer einen Controller am Wheel angeschlossen haben, damit die Konsole das Lenkrad erkennt? Ich finde das ein bisschen zu „kabellastig“. Dennoch ein interessantes Wheel, da mich die Optik sehr anspreicht und die Gummierung recht griffig wirkt. Kurzum ist wohl Preis / Leistung ausreichend, wenn man nicht Dauerzocker ist. Hoffe auf mehr Hardwarereviews. Sehr interessant.

    • Lisa Lisa

      Dankeschön. Ja das mit dem Controller finde ich komisch… hatte das bisher nie so bei meinen alten Racing Wheels. Aber man kann ihn ja zum Glück zur Seite legen, so dass er nicht stört.

      • Erinnert mich etwas an die Variante des Wii Classic Controllers, den man über die Wiimote verbinden musste… aber das ist jetzt zu viel Off Topic. 😉 Danke für die Antwort.

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