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Nagererfahrung – die Trust GXT 177 Gaming Maus


Was braucht man, um am Gaming-PC gut zocken zu können? Ne gute CPU, reichlich Arbeitsspeicher, noch mehr Speicher auf der SSD bzw. der Festplatte und ne pfeilschnelle Grafikkarte. Klar, dass Gehäuse, Laufwerke, Mainboard, Bildschirm und so weiter auch nicht fehlen dürfen, aber letztlich ist ein gut ausgestatteter PC ohne brauchbare Peripherie auch nur die halbe Miete. Aus diesem Grunde habe ich mir für euch mal eine Maus genauer angesehen, die Trust GXT 177.

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Zur  Technik

Die Maus ist 131x41x71 mm groß, und wiegt 101 Gramm. Sie beherbergt einen Avago ADNS 9800-Sensor, welcher eine maximale Punktdichte von 14400 dpi erreicht. Einstellbar ist die dpi Zahl über die beigefügte Software in 100er Schritten. Die in der Software gespeicherten dpi-Stufen lassen sich anschließend über eine Taste oberhalb vom Mousewheel einstellen. Durch das, auf beidhändige Nutzung ausgelegte Design eignet sich die Maus sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder. Die insgesamt acht Tasten (sieben Maustasten und DPI Switch) sind ebenfalls auf das beidhändige Design zugeschnitten, so befinden sich links und rechts an der Maus jeweils zwei Daumen-Tasten, wodurch man effektiv fünf der acht Tasten nutzen kann. Oberflächlich hat die Maus eine gummiartige Struktur welche auch bei längeren Gaming-Sessions ein komfortables Gefühl gewährleisten soll.

Neben einer individuell einstellbaren RGB-Beleuchtung, welche es ermöglicht die Maus an den Seiten und am Trust-GXT-Logo in deinen Lieblingsfarben strahlen zu lassen, gibt es auch noch einen On-Board-Speicher, um bevorzugte Kombinationen als Makro zu speichern, und gleich auf eine Taste zu binden.

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Palm, Fingertip oder Claw?

 

Jeder PC-Gamer nimmt die Maus auf seine eigene Art- und Weise in die Hand. In der Regel werden die Grifftechniken in 3 Varianten unterteilt, die auch gern untereinander etwas kombiniert werden – Palm, Fingertip und Claw.

 

Palm:

Beim Palm-Griff umschließt die gesamte Hand die Maus, dabei gehen die Bewegungen vom Handgelenk aus.

Claw:

Beim Claw-Griff hält man die Maus mit einer zur Krallenform angewinkelten Hand. Die Bewegungen gehen dabei teils von den Fingern, und auch vom Handgelenk aus.

Fingertip:

Beim Fingertip-Griff berührt man die Maus nur noch mit den Fingerspitzen, und steuert sie auch so.


Welcher Typ bist du?

Ich persönlich nutze in der Regel einen Mix aus Palm und Claw, dabei bedeckt zwar meine vollständige Hand die Maus, aber von Zeit zu Zeit ändere ich die Haltung etwas, und lasse auch mal die Finger krallenartig auf den Tasten liegen, ohne allerdings zu sehr mit den Fingern zu steuern, hauptsächlich kommen die Bewegungen dabei noch aus dem Handgelenk.


Zur Sache, meine Eindrücke

Nachdem ich die Maus angeschlossen hatte und die Software installiert war, bestand meine erste Aktion darin, die Beleuchtung zu individualisieren. Im Urzustand läuft nämlich ein permanenter Farbwechsel über die beleuchteten Streifen der Maus. Also die Einstellungen gecheckt, und gleich mal das PWRUP Lila gewählt. Angenehme Farbe, nicht zu hell und auch nicht zu grell – einfach passend. Wie ich mich erstmal testweise durch einige Seiten im Browser gearbeitet habe, kam auch schon das nächste Phänomen auf welches geändert werden wollte. Die Daumentasten an beiden Seiten. Vom Gedankengang her wirklich klasse, aber wenn alle 4 Daumentasten eine Funktion zugewiesen haben, kommt es vor das man versehentlich eine der Tasten mit dem Ringfinger betätigt und unbeabsichtigter Weise einen Schritt vor- oder zurückgeht, was man nicht will. Also wieder die Software geöffnet, einen Klick auf deaktivieren und die Taste zuweisen – fertig. Apropos Software, die ist wirklich einfach gestrickt und komfortabel zu bedienen.


Präzise und blitzschnell von links nach rechts

Als nächstes habe ich mir ein Bild von den 14400 DPI gemacht, nun es ist wahrlich interessant wie der Cursor von links nach rechts über den Bildschirm wandert, während du den Nager höchstens mal angesehen hast. Irre, es gibt bestimmt einige Experten, die vielleicht auf einem 4K Bildschirm wirklich gut bei solch empfindlicher Abtastung spielen, aber persönlich habe ich nicht mal ein Scheunentor in hektischer Bewegung getroffen. Mein Sweetspot liegt – je nach Spiel zwischen 2000 – 4000DPI. Bei meinen bevorzugten Einstellungen kann ich nicht viel aussetzen, die Maus ist sehr präzise und passt von der Ergonomie her gut zu meinem Spielstil(Palm/Claw-Mix), Auch „klickt“ es sich angenehm und direkt… Ach was rede ich, man konnte wirklich gut aus allen Rohren feuern, den Orks nen Satz heiße Ohren verpassen, und im Browser sanft die Bonbons im Facebook-Spiel hin und herschieben. Als gewöhnungsbedürftig empfand ich anfänglich die gummierte Oberfläche der Maus, dieses etwas körnige Gefühl an der Hand war mir fremd, allerdings ist auch das eine Sache an welche man sich nach einiger Nutzungsdauer gewöhnt hat, und dieses sogar als Vorteil empfindet.

Wie schon mal erwähnt ist die Maus für beidhändiges Zocken entwickelt worden, somit kannst du – wenn du beispielsweise die Pfeiltasten mit der rechten Hand bedienst und die Maus mit der linken, konfigurierst du einfach über die Windows Einstellungen die rechte Maustaste zur Haupttaste für den linken Mausklick. Da die Daumentasten ja über die Software zu konfigurieren sind, deaktivierst du in dem Fall einfach die linken Daumentasten, um versehentlichen Klicks zuvorzukommen. Anfänglich empfand ich die deaktivierte Daumentaste als störend, auch wenn der Klick nichts bewirkt, wenn man versehentlich mal draufdrückt, so hat man doch immer das Gefühl was gedrückt zu haben, was man nicht möchte.  Wie so oft schon geschrieben, kann man sich daran aber ebenfalls gewöhnen.

Verpackung


Fazit

Mit der GXT 177 bietet Trust eine interessante Gaming Maus im Preisbereich von ca. 60€ – um genau zu sein liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 59.99€. Der Straßenpreis kann aber auch unterhalb dieser Summe liegen.

Vom Griff und der Beidhändigkeit her weiß die Maus zu überzeugen, und auch bei der Sensitivität bietet der Sensor mit seinen 14400DPI mehr als genug Spielraum, um die optimale Punktdichte für jeden Spielstil zu finden. An der Präzision ist ebenfalls nichts auszusetzen, und durch die RGB-Beleuchtung bietet die GXT 177 viel Spielraum zur Individualisierung, und eine schöne Optik. Als Manko würde ich die Gewöhnungsbedürftigkeit der beidseitigen Daumentasten sowie der Oberfläche anführen. Ja, an die Oberfläche gewöhnt man sich und empfindet diese raue Beschichtung mit der Zeit durchaus als Angenehm, und auch die zusätzlichen Daumentasten welche der Nutzung mit Links einen klaren Pluspunkt einbringen sind erstmal Gewöhnungssache, aber wenn man sich dran gewöhnt hat und die optimalen Einstellungen getätigt sind bekommt man eine solide Gaming-Maus welche eine durchaus brauchbare Alternative zu den üblichen Nagern bietet.

 

 

Interesse? Hier gibts das gute Stück


1 Kommentar zu Nagererfahrung – die Trust GXT 177 Gaming Maus

  1. Harald

    Ich finde den Preis sehr gut. Wusste gar nicht, das es mehere Griffe gibt xD die Beleuchtung ist eine schöne Spielerei. Meine Maus könnte mal ausgetauscht werden. Hol ich mir, danke für den Test 🙂

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