TheOpenHouse-PWRUP Filmkritik

The Open House


„Mom, hast du jemals daran gedacht, wie komisch offene Häuser sind?“.
Open House-Autor und Regisseur Matt Angel hat sich sicherlich seine Gedanken gemacht. Eigentlich gar keine schlechte Idee für einen Thriller: Ein großes, leerstehendes Haus mitten im Nirgendwo und zu den Besichtigungsterminen soll man es verlassen. Da kommen einfach Fremde in sein trautes Heim, schauen sich nach Belieben um und stellen sich vor, wie ihr neues Leben darin aussehen könnte. Wem ist nach Einzug nicht auch mulmig zumute? Hat sich Jemand darin versteckt, vielleicht etwas mitgehen lassen?

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Dylan Minnette spielt die Hauptrolle Logan Wallace in The Open House. Er ist ein Gynmasiast, der täglich Laufen trainiert und seine Bestzeiten verbessert um ein Leichtathlet zu werden. Logan führt mit seinen Eltern Naomi und Brian ein glückliches und bescheidenes Leben. Beim gemeinsamen Vorbereiten auf das familiäre Abendessen bekommt man als Zuschauer schnell mit, dass die Familie zwar glücklich, aber dennoch recht arm ist. In einigen Szenen sieht man offene Rechnungen und Mahnungen herumliegen und auch die Eltern unterhalten sich kurz in Abwesenheit von Logan darüber, wie sie das alles nur schaffen sollen.

 

Brian und Logan machen sich nur noch schnell auf um beim Supermarkt noch ein paar fehlende Zutaten zu besorgen. Logan wartet solange im Auto auf dem Parkplatz, als er Zeuge von einem schrecklichen Unfall wird: Sein Vater Brian wird von einem heranrasenden Auto umgefahren und stirbt noch an der Unfallstelle vor Logans Augen. Dass der Unfallverursacher einen Herzinfarkt hatte und somit mit Vollgas auf Brian zufuhr erfährt man in einer beiläufigen Szene.

 

Naomis Schwester bot der Witwe und Ihrem Sohn auf der Beerdigungsfeier an in ihr Ferienhaus am pazifischen Nordwesen zu ziehen um den Kopf frei zu bekommen und ihr Leben zu ordnen, denn schließlich hatte der Familienvater weder Finanzpuffer, noch irgendetwas anderes wie zum Beispiel eine Lebensversicherung hinterlassen. Der einzige Haken ist, dass Naomi und ihr Sohn jeden Sonntag für sechs Stunden das Haus verlassen müssen, da es sich um ein offenes Haus handelt, welches von Maklern als Immobilie verkauft werden soll.

Logan und seine Mutter ziehen also in das große, wunderschöne Haus im abgelegenen Norden ein und sehr schnell beschleicht Logan ein ungutes Gefühl. Nicht nur, dass das Haus ein Problem mit dem Wasserboiler und dem Licht des Bewegungsmelders zu haben scheint, sondern auch die Konfrontation und Begegnung mit schrägen und seltsamen Nachbarn. Ohne Euch zu viel zu verraten und die vermeintliche Spannung rauszunehmen: Nach dem ersten Termin mit den Maklern gehen plötzlich merkwürdige Dinge im Haus vor sich. Macht euch auf eine mysteriöse Handlung, die nicht rational erklärbar ist gefasst. Irgendetwas oder Irgendjemand hat sich gegen Logan und Naomi verschworen…

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Fazit

The Open House baut schleppend Stimmung auf und jeder Filmkenner verlässt sich auf einen stilistischen Twist. Leider wartet man 80 Minuten vergebens auf das Platzen des Knotens. Meistens bin ich in diesem Genre nicht so streng, aber leider ist Open House mit viel zu vielen Logiklücken gespickt. Ich habe mir bei weitem mehr erwartet, da ich Dylan Minnette bei Tote Mädchen lügen nicht sehr mochte. Eigentlich wird man zunächst gut unterhalten, doch nach dem laschen Ende lässt einen der Film kalt, unbefriedigt und gelangweilt zurück. Eine Hausbesichtigung, die man sich hätte sparen können.

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