the monster Filmkritik

The Monster


Erinnert Ihr Euch noch an The Strangers? Der Film gehört zu meinen liebsten Horrorfilmen der letzten zehn Jahre. Was hat das Ganze denn nun mit The Monster zu tun? Na ganz klar, die Filme haben den gleichen Regisseur, und zwar Bryan Bertino. Meine Erwartungen an den Film waren also bereits im Voraus ziemlich groß. Allerdings hatte ich auch ein ziemlich gutes Gefühl und freute mich auf den Streifen. Abgesehen davon hatte ich auch mal wieder Lust auf einen Monsterfilm, denn da gibt es immer wieder die eine oder andere Perle auf dem Markt. Ob ich enttäuscht wurde oder mir der Film gefallen hat, erfahrt Ihr nun.

In The Monster sind die alkoholkranke Mutter Kathy (Zoe Kazan) und Ihre Tochter Lizzy (Ella Ballentine) mit dem Auto unterwegs zu Ihrem Ex-Mann, da die Tochter sich entschieden hat, bei ihm wohnen zu wollen. Nach typischer Horrorfilm-Manier fahren sie mitten in der Nacht und bei strömendem Regen (Ich muss durch den Monsun, hinter die Welt…) eine sehr wenig befahrene Straße entlang und plötzlich kollidieren sie mit einem verletzten Wolf. Während sie nach dem Unfall auf einen Abschleppdienst und Krankenwagen warten, beginnt letztendlich ein Kampf um Leben und Tod. Denn die Kreatur, die den Wolf verletzt hatte, macht auch bei Kathy und ihrer Tochter keine Ausnahme. Ihnen wird eines schnell bewusst, Monster existieren wirklich!

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The Monster
hat keine neue, bahnbrechende und atemberaubende Story und auch Monsterfilme gibt es wirklich wie Sand am Meer. Allerdings existieren sehr viele schlechte und wenig richtig gute Filme dieser Art. Ich kann nun bereits vorwegnehmen, dass The Monster für mich zu den besseren Filmen des Genres gehört und teile Euch auch gerne mit warum. Der Film kommt überwiegend mit einem Szenario aus, und zwar dem Unfallort. Wir sehen Kathy und ihre Tochter Lizzy hauptsächlich in ihrem Auto, wie sie sich vor dem Monster verstecken und um ihr Leben bangen. Allerdings ist das noch längst nicht alles. Aufgrund der Alkoholsucht der Mutter, hat Lizzy ein schwieriges Verhältnis zu ihr. Auf der einen Seite liebt sie ihre Mutter von ganzem image3Herzen, kann ihr dies aber nicht zeigen, da ihre Mutter fast immer betrunken ist, sich nicht richtig um sie kümmern kann und das Leben größtenteils in verteilten Rollen stattfindet. Lizzy passt auf ihre Mutter auf und wird dafür mit einer geballten Ladung Hass von Kathy konfrontiert, obwohl sie nur helfen möchte. Aber auch Kathy liebt ihre Tochter eigentlich und wird durch ihre psychischen Probleme und die Sucht daran gehindert, es ihr zu zeigen und ihr zu beweisen, dass sie eine gute Mutter sein kann. Für Lizzy gibt es also nicht nur das Monster, welches sie im Wald angreift, sondern auch ihre Mutter ist im Inneren für sie ein Monster. Die Probleme zwischen Mutter und Tochter werden im Film immer wieder in verschiedenen Szenen eingeblendet und so bekommen wir ein besseres Bild darüber, wie beide fühlen. Leider wird ihnen dies aber erst während Ihres Überlebenskampfes gegen das Monster bewusst.

Im Film werden sehr große, private Probleme kombiniert mit dem Kampf um Leben und Tod. Das Mutter-Tochter-Gespann kam im Familienleben nicht gut miteinander klar und das Leben war für beide eine schwierige Herausforderung, bei der keiner wirklich glücklich war. Nun sind sie in einer Situation angelangt, in der sie zusammenhalten und zusammenarbeiten müssen. Sie müssen die Probleme vergessen und zusammen einen Weg finden, diese Nacht zu überleben. Dieser Überlebenskampf ist an einigen Stellen wirklich vorhersehbar und ein Filmkenner weiß sofort, wann man sich erschrecken wird und was wohl als nächstes passieren könnte. Bei The Monster hatte ich diese Vorahnung mehrfach und so blieb mir eine große Überraschung im Film leider erspart. Letztendlich fand ich ihn aber dennoch sehr spannend und interessierte mich vor allem für die Geschichte von Kathy und Lizzy, die wirklich gut geschrieben und in Szene gesetzt wurde.

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Fazit

Trotz der vorhersehbaren Momente hat mir The Monster wirklich sehr gut gefallen. Der Überlebenskampf von Kathy und ihrer Tochter Lizzy war sehr spannend  und gerade ihre Hintergrundgeschichte und die Storyhappen, die zwischendurch gezeigt wurden, haben mich sehr berührt und den Film auf eine sehr emotionale Schiene gelenkt, obwohl es eigentlich ein Monsterfilm ist. Das Monster an sich sieht in dunklen Aufnahmen sehr gruselig, widerlich und wirklich gut aus… bis es  vom Licht angestrahlt wird. Dann wirkt es leider eher billig, besteht aber auch nicht aus CGI, sondern einem Menschen im Kostüm. Mich hat es nicht gestört, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es diesbezüglich ein paar Meckerziegen geben wird. Ich hatte aber ca. 90 Minuten sehr gute Unterhaltung und bin froh The Monster gesehen zu haben, auch wenn es kein klassischer Horror- oder Monsterfilm ist.

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(c) Koch Media

 

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Meine Wertung

Final Thoughts

Trotz der vorhersehbaren Momente hat mir The Monster wirklich sehr gut gefallen. Der Überlebenskampf von Kathy und ihrer Tochter Lizzy war sehr spannend und gerade ihre Hintergrundgeschichte und die Storyhappen, die zwischendurch gezeigt wurden, haben mich sehr berührt und den Film auf eine sehr emotionale Schiene gelenkt, obwohl es eigentlich ein Monsterfilm ist. Das Monster an sich sieht in dunklen Aufnahmen sehr gruselig, widerlich und wirklich gut aus… bis es vom Licht angestrahlt wird. Dann wirkt es leider eher billig, besteht aber auch nicht aus CGI, sondern einem Menschen im Kostüm. Mich hat es nicht gestört, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es diesbezüglich ein paar Meckerziegen geben wird. Ich hatte aber ca. 90 Minuten sehr gute Unterhaltung und bin froh The Monster gesehen zu haben, auch wenn es kein klassischer Horror- oder Monsterfilm ist.

Overall Score 3.7 Emotional!
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2 Kommentare zu The Monster

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