TH Filmkritik

Shocker – Elektrisierender Horror-Thriller


Kultregisseur Wes Craven brachte in seiner Laufbahn viele prägende Horror-Hits, wie Nightmare on Elm Street, The Hills Have Eyes und Scream. Ende der 80er Jahre reihte sich auch Shocker in seine Vita ein. Anfang der 90er wurde der Film  indiziert. Am 20. Juli 2017, ca. 26 Jahre später, erschien er jetzt uncut auf Blu-ray.


Die Story 

Die Vororte von Los Angeles werden von dem brutalen Mörder Horace Pinker heimgesucht. Der Fernsehtechniker bringt neun Jahre lang  eine Familie nachPWRimage1 der anderen um während die Polizei völlig im Dunkeln tappt. Erst als der Schüler Jonathan Parker Albträume von Horaces Verbrechen plagen, kommen die Cops dem kaltblütigen Killer auf die Schliche. Pinker landet auf dem elektrischen Stuhl – doch damit fängt das Grauen erst an. Er mutiert zu einem elektrisch aufgeladenen Wesen, das von anderen Menschen Besitz ergreifen kann. Mächtiger als zuvor will er sich natürlich an Jonathan rächen. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


Wenig Horror, starke Action

Der typische “Wes-Craven-Grusel” will bei Shocker leider überhaupt nicht aufkommen. Dafür gibt es aber einige actiongeladene Kampfszenen und vor allem einen ziemlich durchgeknallt psychopathischen Massenmörder. Dank der Uncut-Version darf man außerdem die sadistisch blutigen Mordschauplätze begutachten oder dabei zusehen, wie Horace einem Gefängniswärter genüsslich die Finger abbeißt. Die Handlung an sich weist leider einige starke Logiklücken auf. Die Verfolgungsszene durch verschiedene Fernsehkanäle ist jedoch sehr unterhaltsam und vor allem für damalige Verhältnisse wirklich gut gemacht.


Blu-ray Details

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(c) Studiocanal

Originaltitel: Shocker
Produktionsjahr: 1989
Produktionsland: USA
Anzahl Disks: 1
FSK: 16
Filmlänge: 110 Minuten
Tonformat: DTS-HD MA 2.0
Bildformat: 16:9 (1.85:1)
Regionalcode: B
Sprache(n): Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Extras: Audiokommentar Wes Craven, Interview mit Schauspieler Mitch Pileggi und Cami Cooper, Interview Executive Producer Shep Gordon, Documentation: The Music of Shocker, Storyboard vs. Film – A Comparison Trailer


Fazit 

Im Vergleich zu den anderen Horrorklassikern von Wes Craven hat mich Shocker leider etwas enttäuscht. Gruselige Atmosphäre kommt hier nämlich leider gar nicht auf. Der schön durchgeknallte Killer Horace und die ausgefallene Geschichte haben mich trotzdem ganz gut unterhalten. Zugegeben: Das Overacting und die Specialeffects kann man aus heutiger Sicht durchaus belächeln. Allerdings gibt genau das dieses typische 80er Jahre Feeling dem Filme seinen Charme. Dazu trägt auch der harte Metalsound bei.

Shocker wirkt wie eine Art trashige Horror-Parodie, die durchaus Spaß macht, aber nicht zu ernst genommen werden sollte. Ob Fans modernerer Filme ihren Gefallen an dem elektrisierenden Horrortrash finden, ist natürlich Geschmackssache. Für Wes Craven- und Retro-Fans ist der Film aber absolut unterhaltsam und sehenswert.

Vielen Dank an Gastautorin Maren Selbst für diesen Test!


Meine Wertung

Final Thoughts

Shocker wirkt wie eine Art trashige Horror-Parodie, die durchaus Spaß macht, aber nicht zu ernst genommen werden sollte. Ob Fans modernerer Filme ihren Gefallen an dem elektrisierenden Horrortrash finden, ist natürlich Geschmackssache. Für Wes Craven- und Retro-Fans ist der Film aber absolut unterhaltsam und sehenswert.

Overall Score 3.2 Elektrisierende Action!
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1 Kommentar zu Shocker – Elektrisierender Horror-Thriller

  1. Shocker sorgte anno dazumal schon im Kino für Gelächter und frühzeitige Abgänge der Kinobesucher. Aber ich bin mal ehrlich: Zu Hause mit Bier, Chips und Freunden ist das doch ein Schmankerl. Ich finde es cool, dass die ollen Kamellen wieder aufgelegt werden 😉

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