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Reset


Wie oft wünschte der ein oder andere sich eine Reise durch die Zeit? Wer würde nicht gerne hier und da gewisse Entscheidungen, die man in der Vergangenheit falsch getroffen hat beeinflussen und den Lauf der Geschichte ändern? Der Film Reset spielt in der nahen Zukunft, wo Forscher an Zeitreisemaschinen und Experimenten arbeiten. Warum man manche Dinge doch so lassen sollte, wie sind und was für Auswirkungen das Zeitreisen mit sich bringt thematisiert Jackie Chan in seinem neuesten Film in Eigenproduktion.

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Handlung

In naher Zukunft steht der Wissenschaftler Xia Tian (Yang Mi) kurz vor einer großen Entdeckung: Zeitreisen. Nachdem die Wissenschaftler lebendes Gewebe erfolgreich um 110 Minuten zurückgeschickt haben, scheinen ihre jahrelangen Arbeiten endlich zum Erfolg zu führen. Als Xia Tian von einem langen Arbeitstag aus der Tiefgarage nach Hause fahren will, springt ein seltsam aussehender Mann vor ihr Auto, möchte sie dringlich warnen, doch plötzlich kam er zu Tode. Die Dinge nehmen immer seltsamere Läufe auf sich. Am nächsten Arbeitstag bekommt Xia Tian einen Anruf: Ihr Sohn wurde entführt. Der Erpresser verlangt nach einem ganz bestimmten Lösegeld: Ihre Forschungsergebnisse. Die Übergabe der Forschungsergebnisse verläuft alles andere als glatt über die Bühne und Xia Tians Sohn wird getötet. Xia Tian muss nun also völlig verzweifelt selbst in die Zeitmaschine steigen um ihren Sohn zu retten- dort jedoch entdeckt sie mehrere Versionen ihres zukünftigen Selbst. Nun müssen sich alle Xia Tians zusammenschließen, um ihren Sohn in diesem actionreichen Science-Fiction-Thriller von Produzent Jackie Chan zu retten.


Kritik

Wenn man etwas zurücksetzt, etwas resettet, versucht man es im nächsten Lauf besser zu machen. Wenn man dies aber zu oft macht, könnte es am Ende mit einem Durcheinander enden, welches man nicht mehr verbessern kann. Typischer Butterfly Effect. Die Motivation der Hauptfigur ist für uns als Beobachter zwar verständlich, jedoch werden wir bei dem Betrachten des Films Reset mehr als einmal den Kopf schütteln.

Zeitreisefilme sind sicherlich nicht einfach zu produzieren. Immerhin enthält Reset alle notwendigen Elemente eines erfolgreichen Films in China: Action, Humor und seltsame Persönlichkeiten. Jedoch entwickelt sich der Charakter der Hauptfigur viel zu schnell, dass es für mich nicht glaubwürdig transportiert. Xia Tians Sohn mit dem wohl schlimmsten Namen, den man sich hätte einfallen lassen können (Doudou), ging mir teilweise mit seiner schauspielerischen Leistung (sofern man das beurteilen darf) und seinem Text (gefühlt über 30 Mal „Mama! Mamaaa! Mama!“) ein paar Schritte über meine Schmerzgrenze. Ohne viel drum herum zu reden: Reset sieht leider Gottes billig aus, da viel zu viele Szenen viel zu amateurhaft gedreht worden sind.

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Fazit

Mi Yang macht in Reset einen ausgezeichneten schauspielerischen Job, leider stört das Overacting anderer Charaktere manche Szenen echt kaputt. Die Kulissenarbeit ist sehr gut gelungen, schwankt aber sehr vom Blick fürs Detail zu schlechten Bluescreen-Szenen. Ich hatte beim Schauen von Reset große Erwartungen, die leider nicht erfüllt worden sind. Dennoch hat der Film so seine eigenen Höhepunkte, auch wenn doch die Logik fehlt. An Action und auch brutale Szenen bekommen wir schon etwas geboten, jedoch frage ich mich, wie eine zarte Wissenschaftlerin auf einmal harte Stunts uns Kampfszenen abliefern kann, okay denken wir nicht drüber nach, vielleicht war sie im vorherigen Leben eine Kriegerin. Die Musik ist leider nicht zu gebrauchen. Entweder ist sie zu laut, zu leise, zu unpassend, oder einfach alles zusammen. Kurzum: Interessantes Konzept und Ideen, aber fehlerhafte Ausführung und logische Fehler. Nicht zu viel nachdenken, über CGI-Szenen direkt aus der Hölle schmunzeln und mit mehreren Kaltgetränken nach Wahl, Popcorn und Kumpels zusammen „genießen“.

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Blu-ray Details

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©Koch Films

  • Erscheinungstermin: 22.02.2018
  • Originaltitel: Reset
  • Produktionsjahr: 2017
  • Produktionsland: China/Südkorea
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: ab 16
  • Filmlänge: ca. 105 Minuten
  • Tonformat: DTS HD-Master Audio 5.1
  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Regionalcode: B
  • Sprache(n): Deutsch, Mandarin
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Kinotrailer

Meine Wertung

Final Thoughts

Mi Yang macht in Reset einen ausgezeichneten schauspielerischen Job, leider stört das Overacting anderer Charaktere manche Szenen echt kaputt. Die Kulissenarbeit ist sehr gut gelungen, schwankt aber sehr vom Blick fürs Detail zu schlechten Bluescreen-Szenen. Ich hatte beim Schauen von Reset große Erwartungen, die leider nicht erfüllt worden sind. Dennoch hat der Film so seine eigenen Höhepunkte, auch wenn doch die Logik fehlt. An Action und auch brutale Szenen bekommen wir schon etwas geboten, jedoch frage ich mich, wie eine zarte Wissenschaftlerin auf einmal harte Stunts uns Kampfszenen abliefern kann, okay denken wir nicht drüber nach, vielleicht war sie im vorherigen Leben eine Kriegerin. Die Musik ist leider nicht zu gebrauchen. Entweder ist sie zu laut, zu leise, zu unpassend, oder einfach alles zusammen. Kurzum: Interessantes Konzept und Ideen, aber fehlerhafte Ausführung und logische Fehler. Nicht zu viel nachdenken, über CGI-Szenen direkt aus der Hölle schmunzeln und mit mehreren Kaltgetränken nach Wahl, Popcorn und Kumpels zusammen „genießen“.

Overall Score 2 Cheesy
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