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Black Water


Wenn zwei Actionhelden der 80er plötzlich wieder zusammen in einem Film mitspielen, ist mein Interesse definitiv erweckt. Allerdings auch die Zweifel, ob ein gemeinsames Aufeinandertreffen in einem aktuellen Film womöglich nicht mit dem damaligen Charme mithalten kann. Wie sieht es also mit dem ganz frisch erschienenen Black Water aus, in dem sich Van Damme und Lundgren unter der Regie von Pasha Patriki nach mehr als 25 Jahren erneut vor der Kamera wiedertreffen? Ich habe ihn mir angesehen und teile euch nun meine Eindrücke über den Film in dieser Kritik mit.


Handlung

Als der Special Agent Wheeler (Jean-Claude Van Damme) aufwacht, findet er sich in einem dunklen,PWRimage01 metallischen Raum wieder. Aus einem Nebenraum erscheint plötzlich Marco (Dolph Lundgren), der durch Geräusche auf ihn aufmerksam wurde. Wheeler erfährt nun, dass er sich in einem Verlies befindet und es anscheinend kein Entkommen geben wird. Und wo befinden sie sich? Genau, 30.000 Meilen unter dem Meer in einem U-Boot der CIA. Langsam aber sicher kommen ihm mehrere Erinnerungsbrocken in den Sinn, wie zum Beispiel, dass sich eine Liste mit Agentendaten in seinem Besitz befindet, die die CIA, die neuerdings mit Terroristen zusammenarbeitet, zurückerlangen möchte und um diese nun entgültig zu erhalten, wurde er auf das U-Boot verfrachtet. Es ist also höchste Zeit, um mit der Hilfe von Marco und der CIA-Agentin Cassie (Jasmine Waltz) von diesem zu fliehen, bevor es zu spät ist…

 


Kritik

Atmosphärisch und auch an der schauspielerischen Leistung von Van Damme und Lundgren lässt sich nichts aussetzen. Die beiden haben ihre Coolness und das toughe Auftreten noch immer nicht verlernt, was dem Film definitiv gut getan hat. Die beiden Herren sind zwar älter geworden, können aber immer noch gehörig austeilen und dies mit ein paar fetzigen Sprüchen untermalen. Allerdings wird das Können der beiden Hauptdarsteller keineswegs in die Geschichte oder auch Actionszenen integriert. Faustkämpfe oder Rangeleien kommen kaum bis gar nicht zustande, da Situationen dieser Art direkt mit Schusswaffen gelöst werden, der Story-Verlauf dümpelt Minute über Minute vor sich hin und der Spannungsbogen fällt immer wieder ab. Nach etwa einer Stunde nimmt der Film plötzlich Fahrt auf und lässt die Vermutung aufkommen, sich doch noch in einen soliden Streifen zu entwickeln und piff – die Seifenblase ist geplatzt.

Loben muss ich wiederum das U-Boot-Setting, welches sehr gelungen ist. Die dunklen, metallischen Gänge und der Aufbau wirken sehr authentisch und zeigen, dass man für ein cooles Set, kein überaus teures Budget ausgeben muss und auf CGI durchaus verzichten kann.


Blu-ray Details

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© Koch Films

 

  • Erscheinungstermin: 28.02.2018
  • Originaltitel: Black Water
  • Produktionsjahr: 2017
  • Produktionsland: USA
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: ab 16
  • Filmlänge: ca. 105 Minuten
  • Tonformat: DTS HD-Master Audio 5.1
  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Regionalcode: B
  • Sprache(n): Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Kinotrailer


Fazit

Dass Van Damme und Lundgren im Jahre 2018 immer noch eine gute Figur machen, wenn es um Action und ein cooles Auftreten geht, haben sie in Black Water bewiesen, auch wenn die gemeinsame Screentime ruhig größer ausfallen könnte. Doch auch die bestmöglichsten Schauspieler und ein authentisches Setting können den Film aufgrund der löchrigen, vor sich hin dümpelnden Story wortwörtlich nicht über Wasser halten. Die Story ist sehr unglaubwürdig, enthält zu viele Logiklücken und ich bin jemand, der eigentlich absolut kein Problem damit hat, bei Filmen das Gehirn auszuschalten, wenn es sein muss. Warum Van Damme dann ausgerechnet noch so junge Mädels an seine Seite gestellt bekommt, die locker seine Töchter sein könnten, ist mir ebenfalls fraglich. Ich habe nichts gegen Altersunterschiede, schließlich haben wir uns an Dieter Bohlen und seine Frauen schon gewöhnt, es ist aber dennoch nicht zu übersehen, dass diese dem Film nur eine Ladung an Sex-Appeal beitragen sollten. Können das nur junge und knackige Mädels und hat dieser Actionstreifen das überhaupt gebraucht? Ich denke nicht. Wem kann ich diesen Film nun mit einer möglichst objektiven Meinung empfehlen? Um ehrlich zu sein nur riesengroßen Fans der beiden Actionhelden oder aber Fans von Actionstreifen ohne sonderlich viel Sinn und Verstand.

Meine Wertung

Final Thoughts

Dass Van Damme und Lundgren im Jahre 2018 immer noch eine gute Figur machen, wenn es um Action und ein cooles Auftreten geht, haben sie in Black Water bewiesen, auch wenn die gemeinsame Screentime ruhig größer ausfallen könnte. Doch auch die bestmöglichsten Schauspieler und ein authentisches Setting können den Film aufgrund der löchrigen, vor sich hin dümpelnden Story wortwörtlich nicht über Wasser halten. Die Story ist sehr unglaubwürdig, enthält zu viele Logiklücken und ich bin jemand, der eigentlich absolut kein Problem damit hat, bei Filmen das Gehirn auszuschalten, wenn es sein muss. Warum Van Damme dann ausgerechnet noch so junge Mädels an seine Seite gestellt bekommt, die locker seine Töchter sein könnten, ist mir ebenfalls fraglich. Ich habe nichts gegen Altersunterschiede, schließlich haben wir uns an Dieter Bohlen und seine Frauen schon gewöhnt, es ist aber dennoch nicht zu übersehen, dass diese dem Film nur eine Ladung an Sex-Appeal beitragen sollten. Können das nur junge und knackige Mädels und hat dieser Actionstreifen das überhaupt gebraucht? Ich denke nicht. Wem kann ich diesen Film nun mit einer möglichst objektiven Meinung empfehlen? Um ehrlich zu sein nur riesengroßen Fans der beiden Actionhelden oder aber Fans von Actionstreifen ohne sonderlich viel Sinn und Verstand.

Overall Score 2.5 Enttäuschend
Readers Rating
8 votes
3.2

Ratatatatata... Überzeuge dich selbst vom Film.

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2 Kommentare zu Black Water

  1. Harald

    JC Van Damme habe ich damals sehr geliebt, aber meine Fresse, wie sieht der jetzt aus? Manchmal sollte man die alten Helden auch mal in Rente schicken 🙁

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